Wussten Sie schon, dass... (Diemelstadt)

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Die ev. Kirche in Rhoden

Wussten Sie schon, ...

  • ... dass durch die Schützenregularien im 17. Jahrhundert festgelegt wurde, dass der Verzehr von Freibier in Frieden und Einigkeit vorzunehmen war? Harte Strafen wurden angedroht, wenn Ausuferungen wie Saufen, Unordnung, Ungehorsam und Streitereien vorkamen.

Heinrich Friele, Rhoden


  • ... dass 1743 die Rhoder Schützengesellschaft 12 Pfennige Aufnahmegebühr kassierte? Ab 1960 mußten neue Schützen eine Aufnahmegebühr von 3 DM zahlen.

Heinrich Friele, Rhoden


  • ... dass sich in Rhoden der Begriff Schützenfest erst im 19. Jahrhundert durchgesetzt hatte? Zuvor hieß das Fest 1621 Frei- und Gesellschaftsschießen, 1781 sowie 1796 Frei- und Hammelschießen und später auch Frei- und Pokalschießen.

Heinrich Friele, Rhoden


  • ... dass die Schützenfeste in Rhoden bis 1951 mitten in der Woche - nämlich Mittwoch und Donnerstag - gefeiert wurden? Erst ab 1955 wurde das Fest auf das Wochenende -Samstag und Sonntag- verlegt. Der „Frauenmontag“ war zunächst kein offizieller Schützenfesttag.

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Gemeinden des ehemaligen Oberjustizamtes der Diemel in Rhoden mit der Neuregelung des Justizwesens Geschworene für das Schwurgericht in Kassel stellen mußten? Deshalb wurde am 7. November 1879 der Geschworenenverein gegründet. Zweck dieses Vereins war, die gewählten Geschworenen bei den Reisen und Aufenthalten während der Sitzungen in Kassel finanziell zu unterstützen.

Ludwig Schäfer, Rhoden


  • ...dass es in Rhoden einmal einen Geschworenenverein gab? Mit dem Akzessionsvertrag von 1867 und der Auflösung der Oberämter im Fürstentum Waldeck wurde das Justizwesen neu geregelt - und dabei ein Geschworenenverein gegründet.

Ludwig Schäfer, Rhoden


  • ... dass der Fünf-Jahres-Rhythmus zur Abhaltung der Rhoder Schützenfeste erst seit 1955 verbindlich ist? Ursprünglich wurden die Feste nur dann gefeiert, wenn genügend Geld in der Kasse war. Bereits von 1895 bis 1910 und 1925 und 1930 fanden Schützesfeste alle fünf Jahre statt.

Heinrich Friele, Rhoden


  • ... dass der Preis für das herabgesetzt wurde, wenn es nicht mindestens mittlerer Art und Güte war? Die Preise schlossen die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des Ortes, von dem das Stroh mit der Bahn versandt wurde, ein. Die Preise galten für Barzahlung beim Empfange. Dabei waren die Verladeverfügungen des Kornhauses sowie der Firma Stern genau einzuhalten. (Quelle: Stadtarchiv)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass das Kreisamt Arolsen am 23. April 1916 eine Anordnung an die Gemeindeverwaltung erließ, wonach schleunigst 300 Zentner Stroh durch Vermittlung des Kornhauses Arolsen oder der Firma Stern in Rhoden zu liefern waren? Die Stadt Rhoden sollte Roggen-, Weizen-, Dinkel-, Hafer- oder Gerstenstroh, nicht aber die beim Ausdreschen entstehende Spreu (plattdeutsch: Kabe) liefern. Die Verfügung ist handschriftlich in Sütterlinschrift verfaßt und auf einfachem Papier vervielfältigt. (Quelle: Stadtarchiv)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass eine Verfügung des Landsrates vom 30. August 1919 besagte, dass die Überwachung des Kreises und der Gemeinden durch die Arbeiter- und Bauernräte ab 15. September 1919 wegfallen sollten? Die Tätigkeit der Arbeiter- und Bauernräte beschränkte sich auf die Gebiete des Ernährungs-- und Wohnungswesens, jedoch ohne Vollzugsgewalt. (Quelle: Stadtarchiv)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass sich Pfarrer Scipio um den sittlichen Zustand im Ort Sorgen machte? „Ich fand 16 wilde Ehen vor. Auch blühte das Wirtshausleben, und auf der Straße war viel nächtlicher Lärm,“ schrieb der Pfarrer in seiner Chronik.

Museum Wrexen


  • ...dass zur Zeit der Amtseinführung von Pfarrer Scipio in Wrexen „nur aufgeregte Stimmung“ herrschte? Der Grund war der angestrebte Neubau der Kirche, der im Dorf um 1845 umstritten war.

Museum Wrexen


  • ...dass die Amtseinführung des Pfarrers Hermann Scipio in Wrexen am 19. Oktober 1845 unter freiem Himmel stattfand? Die Kirche war abgebrochen. „Die Verhältnisse, unter denen ich hier antrat, waren nicht angenehm,“ schrieb Scipio in seiner Chronik.

Museum Wrexen


  • ...dass Hermann Scipio nach mehreren anderen Stationen 34 Jahre Pfarrer in Wrexen war? Der gebürtige Waldecker verfasste nach seinem Abschied vom Pfarramt 1878 eine handgeschriebene Chronik in Sütterlin. Auszüge befinden sich im Wrexer Museum.

Museum Wrexen


  • ...dass die neue Wrexer Kirche unter Scipio von 1845 bis Herbst 1847 gebaut wurde? Sein Leben in dem Ort ist „in eine Zeit großer Umgestaltungen auf politischen und kirchlichem Gebiet gefallen“, schreibt der Pfarrer handschriftlich in seinen Erinnerungen.

Museum Wrexen


  • ...dass sich der Wrexer Pfarrer Scipio bei seinem Amtsantritt über das Pfarrhaus beschwerte? Erst im Herbst 1845 – kurz vor seinem Einzug – war der Bau begonnen worden. Deshalb musste die Familie den ersten Winter zwischen frischen Lehmwänden zubringen.

Museum Wrexen


  • ...dass der spätere Wrexer Pfarrer Hermann Scipio im Herbst 1833 Rektor und Diakonus zu Pyrmont war? Im Herbst 1836 wurde er Rektor und Frühprediger in Mengeringhausen, im Herbst 1839 Pfarrer in Netze. 1845 wechselte Scipio auf die Wrexer Pfarrstelle.

Museum Wrexen


  • ...dass der spätere Wrexer Pfarrer Hermann Scipio der älteste Sohn des 1826 in Flechtdorf verstorbenen Hospitalrentmeisters Karl Ludwig Scipio war? Sohn Hermann war am 27. Juni 1812 „zu Vornhagen bei Waldeck“ geboren worden.

Museum Wrexen


  • ...dass Wrexens Pfarrer Hermann Scipio in seiner Jugend den Bauernstand noch in einer gewissen Hörigkeit erlebte? Die Bauern mussten damals auf den fürstlichen Jagden treiben, auf den Domänen die Hocken zumachen und den Schafstall misten und „auf den herrschaftlichen Böden die Frucht umtuhen“.

Museum Wrexen


  • ... dass Wrexens Pfarrer Scipio mit seiner Frau Auguste, geb. Freybe, acht Kinder hatte? Zwei davon starben. „34, im ganzen glückliche Jahre“ hatte Familie Scipio zum Zeitpunkt der Aufzeichnung (1878) in dem nördlichsten Waldecker Ort verbracht“, hieß es in den Aufzeichnungen des Pfarrers, die sein Bruder Ulrich später ergänzte.

Museum Wrexen


  • ... dass die Kreisstraße Wega-Anraff-Giflitz im Jahre 1862 gebaut worden war? Die Kreiskasse gewährte dazu der Gemeinde Wega einen Zuschuss für den Bau einer eisernen Brücke über die Wilde am Dorfausgang.

Ernst-Friedrich Gallenkamp, Wellen


  • ... dass die Wegaer Dorfkirche im Jahre 1335 zum ersten Mal erwähnt worden war? Sie war ein Filial der Mutterkirche St. Brigida auf dem Büraberg und selbst dem Heiligen Nicolaus geweiht. Der damals in Avignon residierende Papst gestand den Kirchen des Pfarrbezirks Büraberg für 40 Tage das Recht zur Ausstellung von Ablass-Briefen zu.

Ernst-Friedrich Gallenkamp, Wellen


  • ... dass der frühere Wrexer Pfarrer Hermann Scipio kritisch eine „früher angebahnte Umwandlung“ beobachtete? Scipio, der seit Oktober 1845 Pfarrer in Wrexen war, lobte damals zwar eine größere Selbstständigkeit der Gemeinde und den geschwundenen Autoritätsglauben. Gleichzeitig bemängelte er aber in seinen Aufzeichnungen, dass „vielfach ein materialistischer, kalter Geist durch die Zeit geht, der dem christlichen Glaubens- und Liebesleben feindlich gegenübersteht“.

Museum Wrexen


  • ... dass Wega im Dezember des Jahres 1716 für einige Tage eine Einquartierung hessischer Soldaten erleiden musste? Wegen eines Streits um den Besitz des Dorfes Wenzigerode ließ der hessische Landgraf seine Truppen das Schloss Alt-Wildungen belagern, bis Fürst Anton Ulrich zwei inhaftierte Aufrührer aus Wenzigerode frei gab.

Ernst-Friedrich Gallenkamp, Wellen


  • ... dass die 1957 an das benachbarte Schaumstoff-Werk verkaufte Wegasche Mühle bei einem Großbrand im Jahre 1963 zerstört wurde? Sie war in einem Verzeichnis des St. Petersstiftes zu Fritzlar schon um das Jahr 1300 erstmalig erwähnt und hat demnach wahrscheinlich mindestens 700 Jahre bestanden.

Ernst-Friedrich Gallenkamp, Wellen


  • ...dass Pfarrer Hermann Scipio mit seiner Frau Auguste am 4. Dezember 1886 das seltene Fest der Goldenen Hochzeit feierte? Zu diesem Fest im engsten Familienkreis waren Glückwünsche auch aus England, Belgien und sogar Amerika eingegangen. Fürst Georg Viktor und Fürstin Helene beschenkten das Jubelpaar mit zwei bequemen Sesseln.

Museum Wrexen


  • ...dass Wrexens Pfarrer Scipio am 23. September 1883 seit 50 Jahren Pfarrer war? „Seine Durchlaucht“, Fürst Georg Viktor, hatte Scipio anlässlich des Jubiläums den Waldeckischen Verdienstorden erster Klasse verliehen, ergänzte eins der Kinder nach dem Tod in den Aufzeichnungen Scipios.

Museum Wrexen


  • ... dass Wrexens Pfarrer Scipio am 23. September 1883 seit 50 Jahren Pfarrer war? „Seine Durchlaucht“, Fürst Georg Viktor, hatte Scipio anlässlich des Jubiläums den Waldeckischen Verdienstorden erster Klasse verliehen, ergänzte eins der Kinder nach dem Tod in den Aufzeichnungen Scipios. Museum Wrexen

  • ...dass Pfarrer Scipio auch 15 Jahre das Amt des Kreisschulaufsehers inne hatte? Im Sommer 1888 übernahm der Rhoder Kollege Vesper das Amt. Bis Herbst 1889 konnte Scipio noch als Pfarrer arbeiten. Als aber der graue Star und seine körperliche Schwäche zunahmen, wurde sein Dienst abwechselnd von Pfarrer Kalb (Wethen) und Diaconus Hallenberg (Rhoden) besorgt.

Museum Wrexen


  • ...dass Pfarrer Scipio am 29. Mai 1890 starb – nach 45 Jahren in Wrexen? Scipio war fast 78 Jahre alt geworden, als er sanft entschlief. Sein Tod sei eine Erlösung gewesen, nachdem er ganz erblindet und zuletzt von schweren Körperleiden heimgesucht worden war, ergänzte sein Bruder, Konsistorialrat Ulrich Scipio, die Aufzeichnungen des Pfarrers.

Museum Wrexen


  • ...dass der ehemalige Pfarrer Scipio im Juni 1890 „unter allgemeiner Teilnahme der Gemeinde Wrexen und der umliegenden Orte zur letzten Ruhe bestattet“ wurde? Er wurde neben seinem elf Jahre zuvor verstorbenen Schwiegersohn Krahn begraben. Die neu angeschafften Wrexer Kirchenglocken spendeten dem verstorbenen Pfarrer das erste Grabgeläut.

Museum Wrexen


  • ...dass die letzte Lebenszeit des Wrexer Pfarrers Scipio „eine trübe war“, wie eines seiner Kinder in den Aufzeichnungen schilderte? Außer der Blindheit und dem zunehmenden Krebsleiden musste er den Tod eines seiner liebsten Kinder, des jüngsten Sohnes, verschmerzen. Wolrad Scipio war einem langjährigen Lungenleiden erlegen.

Museum Wrexen


  • ...dass in Rhoden vor der Brandkatastrophe im Jahre 1735 insgesamt 217 Häuser standen? Davon brannten 149 ab. Nur 19 Häuser der Altstadt und 49 (von 50 Häusern) der Neustadt blieben erhalten. Somit brannten insgesamt 149 Häuser ab. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Regierung bereits 1805 Schutzimpfungen gegen Pocken im Fürstentum Waldeck anordnete? Das geht aus einem Schreiben vom 10. Mai 1805 an den Magistrat zu Rhoden hervor, das an alle Städte und Gemeinden des Fürstentums gesandt worden war. Bezahlen mußten die Impfung nur wohlhabende Bürger. Für die Ärmeren musste der Betrag aus der städtischen Kasse bezahlt werden. Solche Unterlagen befinden sich im Rhoder Stadtarchiv. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Ludwig Schäfer, Rhoden


  • ...dass der Schmiedemeister und Rhoder Bürgemeister Uffeln als Brandstifter verdächtigt wurde? Er soll wegen finanzieller Schwierigkeiten in seiner Schmiede Feuer gelegt und damit die große Rhoder Brandkatastrophe 1735 ausgelöst haben. Sein Haus war das einzige, das in der Rhoder Neustadt abbrannte.In einem langwierigen Gerichtsverfahren vor der fürstlichen Kommission konnte ihm das jedoch nicht nachgewiesen werden. Uffeln wurde frei gesprochen. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Regierung bereits 1805 Schutzimpfungen gegen Pocken im Fürstentum Waldeck anordnete? Das geht aus einem Schreiben vom 10. Mai 1805 an den Magistrat zu Rhoden hervor, das an alle Städte und Gemeinden des Fürstentums gesandt worden war. Bezahlen mussten die Impfung nur wohlhabende Bürger. Für die Ärmeren musste der Betrag aus der städtischen Kasse bezahlt werden. Solche Unterlagen befinden sich im Rhoder Stadtarchiv. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Ludwig Schäfer, Rhoden


  • ...dass der Mengeringhäuser Pfarrer Christoph Konert zutiefst erschüttert war, als er das Ausmaß der großen Brandkatastrophe, die Rhoden am Tag vor dem Fest der Heiligen drei Könige (5. Januar) des Jahres 1735 heimsuchte, „selbst angesehen“ hatte? (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass nach dem Rhoder Stadtbrand Mengeringhausen im April 1736 immer noch die Rückgabe der nach Rhoden ausgeliehenen ledernen Löscheimer forderte? In dem mehrseitigen Schreiben wurde die Formulierung „die beim Brand verloren gingen“ genutzt. Über eine Reaktion aus Rhoden ist nichts bekannt - dazu liegen keine Dokumente vor.

(Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass es nach der großen Rhoder Brandkastatrophe 1735 zu einer kontroversen Diskussion zwischen den Städten Mengeringhausen und Rhoden gekommen war? Mengeringhausen mahnte am 30. September 1735 bei der Stadt Rhoden die Bezahlung oder Rückgabe von 22 ledernen Feuereimern an. Die hatte die Stadt beim Brand im Januar 1735 an Rhoden ausgeborgt. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Rhoder Bürger nach dem Stadtbrand die enge Bebauung, die der fürstliche Baumeister Rothweil plante, absolut nicht wollten? Kurzer Hand rissen sie die Markierungspflöcke heraus, um mit einer Neuvermessung mehr Platz zu erreichen. Genutzt hat es nichts. Die abgebrannte Stadt wurde so aufgebaut, wie Rothweil es wollte - und wie die Lange Straße in Rhoden sich heute noch weitgehend darstellt. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Rhoder Bürger nach dem Stadtbrand die enge Bebauung, die der fürstliche Baumeister Rothweil plante, absolut nicht wollten? Kurzer Hand rissen sie die Markierungspflöcke heraus, um mit einer Neuvermessung mehr Platz zu erreichen. Genutzt hat es nichts. Die abgebrannte Stadt wurde so aufgebaut, wie Rothweil es wollte - und wie die Lange Straße in Rhoden sich heute noch weitgehend darstellt. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass Rhoder Bürger nach der Brandkatastrophe 1735 aufmüpfig gegenüber der herrschaftlichen Obrigkeit waren? Der fürstliche Baumeister Julius Rottweil hatte den Wiederaufbau der der Häuser in der „Langen Straße“ so konzipiert, wie es vor dem Brand innerhalb der Stadtmauern gewesen war - und das stieß auf Widerstand. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass nach Anordnung des Reichsernährungsamtes am 24. Dezember 1918 in Rhoden ein Arbeiter- und Bauernrat gewählt wurde? Die wahlberechtigte Bauern wählten dazu fünf Mitglieder und 27 Arbeiter in zwei Wahlgängen in dieses Gremium. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass nach Anordnung des Reichsernährungsamtes am 24. Dezember 1918 in Rhoden ein Arbeiter- und Bauernrat gewählt wurde? Die wahlberechtigte Bauern wählten dazu fünf Mitglieder und 27 Arbeiter in zwei Wahlgängen in dieses Gremium. (Quelle: Stadtarchiv Rhoden)

Heinrich Friele,Rhoden


  • ... dass das Auswendiglernen von Gedichten, Liedern, und religiösen Texten durch die Schüler bis nach dem Ersten Weltkrieg ein wesentliches Elemente des Unterrichtes der Volksschule Rhoden war? Gedichte bis zu 20 Strophen mit je 7 bis 8 Zeilen standen auf dem Programm. (berichtet von Wilhelmine Lamotte, geb. Oxe, 97 Jahre alt)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass von den Gedichten manchmal nur einige Strophen gefordert wurden, so von „Die Loreley“ oder „Wenn Du noch eine Mutter hast“. Dagegen mussten die Schüler „Die Bürgschaft“, „Des Sängers Fluch“, „Der Graf von Habsburg“, „Der Choral von Leuthen“, „Die alte Waschfrau“, „Das Gewitter“, „Erlkönig“, „das Erkennen“, „Deutscher Rat“, „Des Schäfers Sonntagslied“ und „Die Kapelle“ vollständig auswendig lernen. (berichtet von Wilhelmine Lamotte, geb. Oxe, 97 Jahre alt)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ... dass die Prügelstrafe in der Rhoder Schule nicht nur im 19. Jahrhundert gang und gäbe war? Vielmehr wurde auch noch nach dem Ersten und sogar noch nach dem Zweiten Weltkrieg kräftig geschlagen. Nicht selten waren auch Mädchen davon betroffen. Mit Schlägen wurden nicht nur Missetaten in und außerhalb der Schule geahndet, sondern auch zu hohe Fehlerquoten, zum Beispiel im Diktat. Auch frühere Schulleiter sind heute noch für die „großzügige“ Vollstreckung dieser Erziehungsmaßnahmen berüchtigt. (Überlieferung ehemaliger Schüler)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ... dass dass die Volksschule Rhoden bis nach dem Zweiten Weltkrieg aus sechs Klassen bestand? Während die vier ersten Klassen Jahrgangsweise unterrichtet wurden, waren die vier ältesten Schuljahrgänge in zwei Klassen zusammengefaßt. In der I. Abteilung wurde das 7. und 8. Schuljahr und in der II. Abteilung das 6. und 7. Schuljahrgang unterrichtet - jeweils zeitweise mit mehr als 60 Schülern. Noch bis Anfang der 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts war das in Rhoden der Fall. (Quelle: Überlieferung ehemaliger Schüler)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ..dass die Rhoder Volksschule im 19. Jahrhundert eine „Retterschule“ (Rektor- /Realschule) war? Rektor war der Pfarrer, dem aufgrund seiner vielfältigen Aufgaben meist noch ein Dekan zur Seite stand. Für den Besuch der Retterschule mußte Schulgeld bezahlt werden. (Quelle: Information Herbert Oxe nach Familienunterlagen der Familie Oxe)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Familie im Ortssippenbuch Rhoden nicht Rumpf, sondern Rump genannt wird? (aus den Daten der Familie Rumpf, Rhoden - Breuna)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass erst Anfang des 17. Jahrhunderts mit Hartmann Rumpf (gest. 1604) der Name Rumpf nach Breuna und somit in den Raum Volkmarsen kam? Wahrscheinlich war Hartmann Rumpf Beamter der Herren von der Malsburg. Mit Burckhard Rumpf (getauft 3. August 1643 in Rhoden) erscheint der Name zum letzten Mal in Rhoden. (aus den Daten der Familie Rumpf, Rhoden - Breuna)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Familie Rumpf ursprünglich aus Rhoden kommt? Ende des 15. Jahrhunderts lebte dort ein „ein Rumpf von Adel“, Hermann, der Truchseß (Inhaber eines Erzamtes), der ab 1497 gräflicher Beamter in Rhoden war. Er wurde wahrscheinlich 1470 geboren. Es wird vermutet, dass die bürgerliche Familie Rumpf einem Bastard der adeligen Familie Rumpf entstammt. (aus den Daten der Familie Rumpf, Rhoden - Breuna)

Heinrich Friele, Rhoden


  • ...dass die Geschichte der Familie Rumpf laut Ahnenforschung in Rhoden und Breuna im Jahr 1470 in Rhoden begann? Die Familiengeschichte endete im 18. Jahrhundert, als der Urahne nach Holland auswanderte. (aus den Daten der Familie Rumpf, Rhoden - Breuna)

Heinrich Friele, Rhoden

siehe auch