Wolfsschlucht

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Blick auf Wolfsschlucht 19, um 1904-07

Man wird es schon vermuten: Mit Wölfen hat die Straße in der Kasseler City, die sich von der Wilhelmsstraße bis zur Kölnischen Straße erstreckt, nichts zu tun. Es war vielmehr der Volksmund, der diesen Namen erfand.

Zwischen 1835 und 1840 baute der Akademieprofessor und Architekt Johann Heinrich Wolff (mit zwei f!), ein Schwiegersohn von Louis Spohr, fünf identische Fachwerkhäuser, heute würde man sagen: innenstadtnah, aber in einer Gegend, die nicht den allerbesten Ruf genoss. Deren moderne Bebauung gefiel der Bevölkerung nicht und sie empfand sie als ungemütliche, bedrohliche Schlucht.

Die Straße, an der Wolff baute, machten die Kasseler daher bald leicht ironisch zur Wolfsschlucht (mit einem f!). Weil seinerzeit die romantische Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber (Uraufführung 1821) sehr modern und in aller Munde war, entnahm man kurzerhand die dort thematisierte Wolfsschlucht, die als „furchtbarer und verrufener Ort“ beschrieben wird, und versetzte sie kurzerhand nach Kassel, um Herrn Wolff zu ärgern. Offiziell hieß die Straße bis 1867 zwar noch Garde-du-Corps-Straße, aber schließlich würde die geläufige Straßenbezeichnung Wolfsschlucht übernommen.

Obwohl sie wenig später deutlich an Ansehen gewann, hat sie ihren Namen bis heute behalten.

Geschichte

siehe auch

Neue Fahrt.gif


Verlorene Stadt

Ausstellung: Verlorene Stadt

Rundgang 1: Stationen der Ausstellung "Verlorene Stadt"
Station 1: Wilhelmsstraße | Station 2: Engelsburg | Station 3: Wolfsschlucht 5-11 | Station 4: Opernstraße 15 | Station 5: Gnadengässchen | Station 6: Theaterstraße | Station 7: Wolfsschlucht 19-21 | Station 8: Theaterstraße 4 und 2 | Station 9: Blick auf das Friedrichsgymnasium | Station 10: Wolfsschlucht / Kölnische Straße

Weblinks und Quellen