Wolfschlucht

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Die Wolfsschlucht in Kassel

Geschichte

Blick aus dem Haus Kölnische Straße 2 in Wolfsschlucht (links) und Kölnische Straße (rechts)
Die Aufnahme aus der Zeit zwischen 1910 und 1923 vermittelt einen guten Eindruck vom einstigen Charakter und Verlauf der Wolfsschlucht, an den Gärten und Hintergebäuden der Königsstraße entlang:
  • ganz links der Garten von Königsplatz 55, dann folgen:
  • das Haus Wolfsschlucht 22, um 1840 vom Uhrmacher Nettmann errichtet; das Grundstück war beim Neubau des Gymnasiums vom Lyceumsgrundstück Königsstraße 47 abgetrennt worden;
  • das Friedrichsgymnasium (nach der Aufstockung von 1901);
  • das niedrige Hintergebäude von Königsstraße 45 (fast ganz verdeckt; heute dort die Wohnstadt), aus der Zeit um 1770/71;
  • das weit vorspringende, zweigeschossige Gebäude Wolfsschlucht 16; es hatte bis ca. 1845 zum Grundstück Königsstraße 39 gehört, auf dem seit 1799 eine Tabakfabrik betrieben worden war (Wolfsschlucht 12-14). Alle diese Gebäude reichen wahrscheinlich bis 1799 zurück. Auch das folgende Grundstück Wolfsschlucht 10, mit einem um 1870 errichteten hohen Mietshaus, hatte ursprünglich zum Areal der Tabakfabrik dazugehört.
  • Rechts davon fällt der Blick auf das gleichfalls zweigeschossige Hintergebäude des Palais Waitz von Eschen (Wolfsschlucht 8), aus der Zeit um 1770/71,
  • dann auf die neuen Häuser der Opernstraße.

In der Bildmitte steht das Eckhaus Kölnische Straße 3 vollständig im heutigen Straßenraum; das Erdgeschoss wurde um 1825 errichtet, als sich dort noch der Vorplatz des Kölnischen Tores befunden hatte. Der Bau diente zunächst Zwecken des Postbetriebs, die Obergeschosse wurden nach dem Abbruch des Tores 1836 aufgestockt. In der Wolfsschlucht folgen

  • mehrere Mietshäuser,
  • das Gartenlokal „Schaubscher Garten“ (Wolfsschlucht 23; seit 1920 CVJM),
  • die beiden Giebel des Militärkasinos
  • und der Eckerker von Wolfsschlucht 17.

Im Garten am linken Bildrand entstand 1923 der Erweiterungsbau der Darmstädter und Nationalbank (2010 abgebrochen), und Kölnische Straße 3 wurde 1928/29 durch einen Neubau ersetzt (ca. 1965 abgebrochen). Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde die Straßenführung der Wolfsschlucht durch Neue Fahrt und Treppenstraße stark verändert; in der Blickachse der Kölnischen Straße entstand 1954-56 das EAM-Hochhaus.

siehe auch