Wolfhagen
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| Wolfhagen
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| Wolfhagen - Stadtansicht
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Kassel |
| Fläche: | 111,95 qkm |
| Einwohner: | ca. 13.500 |
| Postleitzahl: | 34466 |
| Vorwahl: | 05692 |
| Kfz-Kennzeichen: | KS |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Burgstr. 33 - 35 34466 Wolfhagen |
| Website: | www.wolfhagen.de |
| Bürgermeister: | Reinhard Schaake |
Wolfhagen mit etwa 13.500 Einwohnern ist die ehemalige Kreisstadt des Kreises Wolfhagen und nach der hessischen Gebietsreform eine Stadt im Landkreis Kassel in Nordhessen.
Geografie
Lage
Die Stadt liegt im Naturpark Habichtswald westlich der Großstadt Kassel.
Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke Kassel – Korbach, die zum Netz der RegioTram gehört.
Die Autobahn A 44 (Dortmund – Kassel) ist in wenigen Minuten über die Bundesstraßen B 450 / B 251 (Abfahrt Zierenberg) zu erreichen.
Wolfhagen liegt im Westen des Naturparks Habichtswald und östlich des Langen Walds. Der überwiegend stark bewaldete Höhenzug liegt im Grenzgebiet der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Kassel, Teile des Langen Waldes liegen auch im Naturpark Habichtswald.
Höhere Erhebungen im Umkreis der Stadt Wolfhagen sind der östlich gelegene Ofenberg (372.5 m) mit dem Ofenberg-Turm) und der Isthaberg (523 m hoch).
Wolfhagen liegt am Mühlenwasser, einem Zufluss der Erpe. In das Mühlenwasser münden der Duse- und der Limeckebach.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind im Nordwesten die Stadt Volkmarsen (im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Norden die Gemeinde Breuna, im Osten die Stadt Zierenberg und die Gemeinde Habichtswald, im Südosten die Gemeinde Schauenburg sowie im Süden die Gemeinde Bad Emstal und die Stadt Naumburg (alle im Landkreis Kassel).
Im Südwesten liegt die Stadt Waldeck und im Westen die Stadt Bad Arolsen (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg).
Stadtteile
Stadtteile von Wolfhagen sind Altenhasungen, Bründersen, Ippinghausen, Istha, Gasterfeld, Leckringhausen, Niederelsungen, Nothfelden, Philippinenburg, Philippinenthal, Viesebeck und Wenigenhasungen.
Fachwerkstadt Wolfhagen - ein Portrait
Wo früher fränkische und sächsische Stammesgrenzen, wo unweit Hessen und Westfalen zusammentreffen, liegt zwischen dem Ederfluß im Süden und der Diemel im Norden die mittelalterliche Fachwerkstadt Wolfhagen. Die Stadt ist das Mittelzentrum des “Wolfhager Landes”.
Eine Kette von Kegel- und Kuppenbergen in sanft geschwungener Linienführung kennzeichnet die Landschaft, teils von grünen Rasenflächen und Büschen bewachsen und weite Aussicht verheißend, teils bewaldet und von Burgen und Türmen bekrönt.
Inmitten dieser reizvollen Landschaft liegt Wolfhagen – erstmals 1231 erwähnt – mit seinem alten Stadtkern auf einem Bergrücken. Wie die Küken um die Glucke, so drängen sich die spitzgiebeligen Fachwerkhäuser rings um die St. Anna - Kirche mit ihrem weithin die Stadtsilhouette beherrschenden mächtigen Turm und seinem charakteristischen Helm.
Trotz aller Veränderungen ist das reizvolle Bild einer mittelalterlichen Kleinstadt erhalten geblieben. Viele Bürger haben die Schönheit des Fachwerkhauses wieder entdeckt und ihre Wohn- und Geschäftshäuser im alten Fachwerkstil prachtvoll saniert.
Manche historische Besonderheit gilt es zu entdecken. So das einstige Leben des Brasilienfahrers Hans Staden oder der “Heilige Schützeberg”, das Wasserschloss Elmarshausen oder die Erzählungen von der Weibertreue auf der Weidelsburg, der größten Burgruine Nordhessens.
Wanderlustigen eröffnet sich eine Wanderlandschaft von Bergkuppen und Wäldern, Tälern und Seen.
Gemütliche Lokale und herzliche Gastfreundschaft laden zum Verweilen ein.
Romantik einer Kleinstadt? Ja, es gibt sie offensichtlich doch noch. Man muß nur einen Sinn dafür haben und schon spürt man sie.
Wolfhagen, die historische Fachwerkstadt lädt Sie ein.
Quelle: www.wolfhagen.de (Touristinfo)
Geschichte
Aus der Stadtgeschichte
"Wolfhagen – ein Wolf, der bei den Rodungsarbeiten, die die Gründung der Stadt zu Beginn des 13. Jahrhunderts vorbereiten sollten, aus dem Hagen sprang, wie man damals einen mit Bäumen bestandenen Bergrücken nannte, so klingt heute noch im Namen der Stadt die alte Sage der Stadtgründung nach. Die Stadtgründung hatte Ludwig IV. veranlasst, Landgraf von Thüringen und Gemahl der Heiligen Elisabeth, um seine Thüringer Landgrafschaft im Westen vor allem gegen die Erzbistümer Mainz und Köln abzusichern. Für die Anlage der Stadt und ihrer landgräflichen Burg wählte er gerade den Muschelkalkrücken aus, der vom südöstlich der Stadt gelegenen Gotzenberg bis weit in die damals noch vorhandenen Sümpfe im Bereich der heutigen Teich- und Bruchwiesen hineinreichte. Durch diese Spornlage der Stadt war ein natürlicher Verteidigungsschutz gegeben. Die Geländeform des Bergrückens bestimmte auch die Linienführung der mittelalterlichen Straßen, die nach dem landgräflichen Plan jeweils paarweise (Mittelstraße/Burgstraße bzw. Schützeberger Straße/Triangelstraße) auf die Burg ausgerichtet wurden. Hier befand sich auch das Bürgertor, durch das die Bürger der unterhalb der Burg und außerhalb der Stadtmauer gelegenen Vorstadt in die Stadt gelangen konnten. Zum städtischen Mauerring gehörten insgesamt vier befestigte Stadttore und elf Türme, von denen heute noch der Chattenturm an der Nordostecke erhalten ist."
(zitiert aus dem Vorwort von Hermann Neumeyer zum Bildband „Wolfhagen in alten Ansichten“, Sutton-Verlag, Erfurt)
Nach einer Darstellung des Heimat- und Geschichtsvereins war die 1231 von Konrad von Thüringen gegründete Stadt anfangs mit Wall, Graben und Palisaden umgeben. Schon bald aber wurde diese Befestigung durch eine einen Meter dicke und 4 bis 6 m hohe Steinmauer mit Laufgang ersetzt, die 1302 vollendet war, so daß eine vollständige Befestigungsanlage die Stadt umschloss. Zur Stadtbefestigung gehörten elf Türme. Die ehemalige Burg fiel bereits Ende des 16. Jahrhunderts wüst und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts abgerissen.
Im Jahre 1264 erhielt Wolfhagen Stadtrechte. Aus dem 13. Jahrhundert stammt auch die dreischiffige gotische Stadtkirche ("St. Anna- Kirche").
Mit dem Bau der Kirche wurde bereits um das Jahr 1225 begonnen, wobei zunächst ein Chor errichtet wurde, der im frühen 15. Jahrhundert durch einen gotischen Chorraum ersetzt worden ist. Bei Renovierungsarbeiten in der Wolfhager Stadtkirche im Jahre 2010 wurden im Chorraum der Kirche Teile eines romanischen Fundaments aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Beim Abtragen der Fußbodenplatten stießen Mitarbeiter der Baufirma auf Fundamentsteine aus der Zeit um 1230.
Im Jahre 1235 wurde die Kirche mit der Altarweihe ihrer Bestimmung übergeben. Als „Filiale“ der bereits 752 erbauten Petrikirche auf dem Schützeberg übernahm die Stadtkirche schon bald eine Mittelpunktfunktion für die Region. Der wieder entdeckte romanische Chorraum wurde im Jahre 1235 vollendet und mit dem Altar am Pfingstfest vom Paderborner Bischof Bernhard geweiht.
Heute hat die Kirche die Gestalt einer dreischiffigen, gotischen Hallenkirche. Kirchenbesucher betreten die Kirche durch das gotische Westportal im Turm, dessen unteres Gewölbe um das Jahr 1303 erbaut worden sein soll und der wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.
Ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert stammt die Hospitalkapelle (auch: Kapelle zum Heiligen Leichnam), die als Wallfahrtskirche außerhalb der Stadt geplant war. Der Bau wurde bereits nach Fertigstellung des Chorraumes eingestellt und die Kapelle diente dem im 14. Jahrhundert in unmittelbarer Nähe errichtete Hospital als Gotteshaus. Im Zuge der Reformation wurden hier keine Gottesdienste mehr gehalten und das Bauwerk dient heute als Friedhofskapelle.
Alte Stiche von Dilich (1591) und von Meißner (1608) zeigen das Gebiet rund um Wolfhagen mit dem mächtigen Massiv des Isthaberges, der Weidelsburg und der sich von Ost nach West erstreckenden Stadt mit hoher Stadtmauer, den 11 Türmen und der frühgotischen St. Annen-Kiche.
Starke Zerstörungen der Stadt waren im Dreißigjährigen Krieg zu verzeichnen. Zum Ende des Kriegs waren die vier Torhäuser an den Stadttoren zerstört, die Stadtmauer an vielen Stellen eingerissen, die Stadtkirche beschädigt und es standen nur noch 69 Häuser.
Erst nach dem Krieg errichteten die Bürger der Stadt das historische Rathaus als dreigeschossigen Fachwerkbau in den Jahren 1657 – 1659, als dritten Rathausbau auf historischem Fundament. Erst nach dem Krieg entstanden auch zahlreiche diemelsächsische Fachwerkhäuser, die noch heute das Stadtbild mit breiten und hohen Giebelfronten zur Strasse hin prägen.
Der Siebenjährige Krieg im 18. Jahrhundert führte zu weiteren Bevölkerungsverlusten, so dass etwa die damalige Fläche der heutigen Gemarkungen Philippinendorf, – thal und –burg fast nur noch brach lag. Solche Brachflächen ließ Landgraf Friedrich II. erfassen, um sie neu zu besiedeln.
Die neuen Siedler wurden begünstigt durch eine mehrjährige Befreiung von Steuern und Kriegsdienst und wurden außerdem mit Startkapital zum Hausbau und für die Anschaffung von Vieh ausgestattet. Allerdings mussten die Siedler Kenntnisse in der Landwirtschaft vorweisen und einen guten Leumund nachweisen. So entstanden in der Nachbarschaft von Wolfhagen die drei „Philippinen-Kolonien“, benannt nach der zweiten Frau des Landgrafen, Philippine von Brandenburg-Schwedt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Wolfhagen unter französischer Herrschaft zum Königreich Westfalen, das mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde. Nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand aus dem ehemaligen Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und vormals hannoverschen und preußischen Gebietsteilen das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel.
Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen auf. Durch den Wiener Kongress 1814/ 1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wiederhergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.
Wolfhagen war dann bis 1821 landgräflich, später kurfürstlich-hessische Amtsstadt. Am 21. August 1821 entstand durch kurfürstliches Organisationsedikt aus dem Amt Naumburg, dem Amt Volkmarsen, dem Amt Wolfhagen, der Vogtei Hasungen des Amtes Wilhelmshöhe und Teilen des Amtes Zierenberg der ehemalige Kreis Wolfhagen mit der Kreisstadt Wolfhagen.
Mit der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 wurde auch der ehemalige Kreis Wolfhagen preußisch und im Jahre 1867 Teil des neugeschaffenen Regierungsbezirks Kassel der preußischen Provinz Hessen-Nassau.
Ab dem Jahr 1897 führte eine Eisenbahnstrecke aus Richtung Volkmarsen nach Wolfhagen und weiter in Richtung Kassel.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wolfhagen in den Jahren 1945 bis 1972 erneut Kreisstadt des ehemaligen Kreises Wolfhagen (mit ehemaligen PKW-Kennzeichen: WOH) und im Jahre 1992 auch Hessentagsstadt.
Am 1. August 1972 entstand im Zuge der hessischen Gebietsreform aus den ehemaligen Kreisen Wolfhagen, Hofgeismar und Kassel der heutige Landkreis Kassel.
Mit einem Appell auf dem historischen Marktplatz in Wolfhagen verabschiedeten sich die Soldaten des Panzerbataillons 64 im November 2007 von der Garnisonsstadt Wolfhagen und verließen zum 30. Juni 2008 die Pommernkaserne.
Der Schützeberg
Ein Text auf einer Tafel auf dem Schützeberg erinnert an dessen historische Bedeutung:
“Hier oben auf dem Schützeberg nahm im 8. Jahrhundert das Christentum im Wolfhager Land seinen Anfang. Sehr wahrscheinlich weihte hier im Jahr 752 Bonifatius persönlich auf seinem Missionszug zu den Friesen die erste Kirche auf dem Schützeberg, die er als Eigenkirche in Besitz nahm, und taufte hier auch die ersten Menschen des späteren Wolfhager Landes.
Über seinen Nachfolger Lullus gelangte die Kirche als Schenkung an Karl den Großen, der sie 782 an das Petersstift in Fritzlar weitergab. Innerhalb des Archidiakonats Fritzlar war die Pfarrkirche St. Petri auf dem Schützeberg spätestens 1131 auch Sitz eines Erzpriesters. Ihm waren 13 Tochterkirchen ringsum den Schützeberg unterstellt. So war der Schützeberg, an dessen Hang sich bis zur Gründung der Stadt Wolfhagen im Jahr 1231 auch das Dorf Schützeberg befand, lange Zeit der religiöse Mittelpunkt des Wolfhager Landes. ...
In den Reformationsjahren 1526/27 wurde die Kirche aufgegeben und der Sitz der Pfarrei Schützeberg nach Altenhasungen verlegt. ... Danach aber verfiel die Kirche und ihre Reste wurden gewaltsam abgebrochen. ...“
Eco-Pfad Kulturgeschichte
Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen führt in die Umgebung der Stadt Wolfhagen.
Stationen sind der ehemalige Standort des rituellen Tauchbads der jüdischen Gemeinde, die Spuren eines mittelalterlichen Dorfs (erstmals 1015 erwähnt), das Wasserschloss Elmarshausen, der Schützeberg (ehemals der Standort der ältesten Kirche im Wolfhager Land), die Schützeberger Mühle, die "Kolonien" sowie die Vertriebenengedenkstätte am Ofenberg.
Der Landkreis Kassel und die Stadt Wolfhagen unterstützen das Projekt finanziell und durch die Vorbereitung und Bereitstellung der erforderlichen Flächen und Wege.
Die Ausgestaltung vor Ort liegt in den Händen des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen.
siehe dazu auch:
- Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen
- Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen
- Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen
- Historischer Radwanderweg des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen
- Schützeberg
Ehemalige jüdische Gemeinde
Bis 1938/ 39 bestand in Wolfhagen eine jüdische Gemeinde, deren Geschichte vermutlich bis zum Mittelalter zurückgeht. Eine neuzeitliche Gemeinde entstand im 17. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert bis zu 258 Personen (im Jahre 1861) angehörten. Etwa 40 Wohnhäuser waren in dieser Zeit in jüdischem Besitz, die alle im Zentrum der Stadt lagen.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge, eine jüdische Schule (Elementarschule/ öffentliche israelitische Volksschule bis 1933), ein rituelles Bad (unter dem Schulhaus) und ein jüdischer Friedhof in der Wilhelmstraße.
In der Mittelstraße unweit vom Marktplatz und von der Stadtkirche entfernt, stand die Synagoge, die 1938 zerstört und in Brand gesetzt wurde. Die Tora-Rolle, die fünf Bücher Moses und die Psalmen wurden geschändet und durch die Gassen in die Landgrafenstraße geschleift.
51 Menschen wurden wegen ihres jüdischen Glaubens zu Unrecht verfolgt, vertrieben, deportiert und getötet.
Regionalmuseum Wolfhager Land
Das Regionalmuseum in Wolfhagen konnte ab dem Jahre 1981 sein neues Domizil im Renthof am Uslarplatz beziehen.
Zeugnisse der Regionalgeschichte werden heute in den Sammlungen „Alter Renthof“ (Vor- und Frühgeschichte, Burg und Stadt im Mittelalter, Der Bürger in der Gesellschaft, Kirche im Mittelalter, Handwerk und Zünfte, Handwerksstätten, Im Ackerbürgerhaus) und „Zehntscheune“ (Haus und Fachwerkarchitektur, Geologie und Geomorphologie, Alltagskultur und Bilderwelt, Stadtmodell und Ludowingerbuch) sowie der Hans Staden – Abteilung gezeigt.
Die Zehnstscheune ist ein Sandsteinbau aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt unter anderem ein Stadtmodell von Wolfhagen im Maßstab 1:500 aus der Zeit um 1550.
In der Außenstelle des Museums im Dorfgemeinschaftshaus von Burghasungen wird an das einst wichtige Benediktinerkloster Hasungen in anschaulicher Weise erinnert.
Anlaß zur Gründung des Stifts Hasungen und des späteren Klosters war das Grab des heiligen Heimerad, der hier wirkte. Nach seinem Tod entwickelte sich im Mittelalter ein bekannter Wallfahrtsort. Hier ließ Erzbischof Siegfried I. von Mainz neben dem Grab ein Kanonikerstift gründen und eine Kirche erbauen, die im Jahre 1074 eingeweiht wurde.
siehe dazu auch:
Wanderausstellung 2007: Elisabeth von Thüringen
Der 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth von Thüringen wurde im Jahre 2007 auch in Wolfhagen gefeiert verbunden mit der Wanderausstellung "Krone, Brot und Rosen".
Die Gründung von Wolfhagen erfolgte bereits zur Zeit von Landgraf Ludwig IV. von Thüringen, mit dem Elisabeth verheiratet war. Während der Regentschaft seines jüngeren Bruders Konrad im Jahre 1231 wurde Wolfhagen dann erstmals als landgräfliche kleinere Stadt erwähnt.
Kirchen
- Evangelische Stadtkirche Wolfhagen
- Evangelische Kirche Altenhasungen
- Evangelische Kirche Altenstädt
- Evangelische Kirche Bründersen
- Evangelische Kirche Ippinghausen
- Evangelische Kirche Istha
- Hugenottenkirche Leckringhausen
- Evangelische Kirche Niederelsungen
- Evangelische Kirche Nothfelden
- Evangelische Kirche Viesebeck
- Evangelische Kirche Wenigenhasungen
- Katholische Kirchengemeinde St. Maria Wolfhagen
Kunst und Kultur
- Kulturhalle Wolfhagen, Kurfürstenstraße 20
- Kulturzelt Wolfhagen
- Waldbühne Niederelsungen (Spielgemeinschaft Waldbühne Erich Oberlist Niederelsungen e.V.)
Literatur
- Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen
- Dr. Paul Görlich, Wolfhagen – Geschichte einer nordhessischen Stadt, Wolfhagen 1980
- Wolfgang Halfar, Landgraf Konrad schenkt dem Kloster Hasungen einen Bauplatz in Wolfhagen, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 148 ff.
- Karl Hassenpflug, Kloster Hasungen, in: Heimatjahrbuch für das Wolfhager Land 1, 1958
- Volker Knöppel, Der Hasunger Berg – Überlegungen zur Christianisierung des Wolfhager Landes, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2002, S. 107 ff.
- Bernd Klinkhardt, Die Gründung der nordhessischen Stadt Wolfhagen und ihre urkundliche Ersterwähnung am 13. August 1231, in: Jahrbuch für den Landkreis Kassel 2008, S. 135 ff.
- Karl Lynker, Geschichte der Stadt Wolfhagen nach urkundlichen und gedruckten Quellen, 1855 (pdf)
- Karl Lyncker, Die Wüstung Schützeberg bei Wolfhagen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde von 1853
- Gustav Siegel, Geschichte der Stadt Wolfhagen in Hessen, Wolfhagen 1929
- Dr. Klaus Sippel, Der Schützeberg bei Wolfhagen, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2001, S. 115 ff.
- Wilhelm Winter, Lageplan des Friedhofs auf dem Schützeberg, Wolfhagen 1985
Medien
- HNA - Ausgabe Wolfhagen
Medizinische Versorgung
Dr. med. Christian Gröll
Dr. med. Christian Gröll gehört zum Ärzte-Team der Orthopädische Praxisklinik Baunatal.
Museen
ÖPNV
Wolfhagen liegt an der Bahnstrecke Volkmarsen – Vellmar - Obervellmar, heute ein Teil des Netzes der nordhessischen RegioTram im NVV, die seit dem 10. Dezember 2006 zwischen Wolfhagen und Kassel verkehrt.
Persönlichkeiten
- Conrad Abée - kurhessischer Politiker und ab 1860 Justizminister
- Ingrid Bauer - Künstlerin
- Agnes von Bürgeln
- Tilemann von Elhen - Chronist
- Wilhelm Fischer
- Marie-Pascale Devignon-Tripp - Künstlerin
- Gisela Petschner - Künstlerin
- Lothar Spohr - Künstler
- Holger Trimhold - Fußballspieler und Trainer
- Monique Vater - Künstlerin
- Wilhelm Winter - Wolfhager Heimatforscher
Politik
Bürgermeister und Stadtverordnetenversammlung
Bürgermeister
Bürgermeister von Wolfhagen ist Reinhard Schaake.
| Ergebnisse der Kommunalwahlen 2011 und 2006: | % (2011) | Sitze (2011) | % (2006) | Sitze (2006) | |
| CDU | CDU Wolfhagen | 30,2 | 9 | 41,8 | 13 |
| SPD | SPD Wolfhagen | 41,0 | 13 | 49,3 | 15 |
| WOH-Liste | Wolfhager-Liste | 2,4 | 1 | 5,6 | 2 |
| Grüne | Bündnis 90/Die Grünen - OV Wolfhagen | 14,2 | 4 | 3,4 | 1 |
| BWB | Bündnis Wolfhager Bürger | 12,2 | 4 | - | - |
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung ist das höchste Organ der Stadt Wolfhagen.
Sie trifft alle wichtigen Entscheidungen und erlässt die Satzungen ("Gesetze") der Stadt.
Zur Vorbereitung dieser Entscheidungen bildet die Stadtverordnetenversammlung verschiedene Ausschüsse, in denen einzelne Themen vorbereitet werden, um sie dann in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorlegen zu können.
Politische Parteien
siehe auch:BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Ortsverband Wolfhagen
Schulen
Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten am Ort
- Aussichtsturm auf dem Ofenberg (373 m)
- Altes Rathaus in Wolfhagen (das Gebäude nahe der St. Anna - Kirche war bis 1967 Sitz der Stadtverwaltung und beherbergt heute ein Hotel und Restaurant)
- Chattenturm nördlich vom Schützeberger Tor (auch: Kattenturm, ein erhaltener Stadtturm mit Resten der historischen Stadtmauer)
- Evangelische Stadtkirche Wolfhagen (eine dreischiffige gotische Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert, ist das Wahrzeichen der Stadt)
- Evangelische Kirche Altenhasungen (ursprünglich romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert)
- Evangelische Kirche Bründersen (erbaut 1543, umfassend erneuert 1742)
- Evangelische Kirche Ippinghausen (barocke Saalkirche, erbaut 1772)
- Evangelische Kirche Istha (barocke Saalkirche mit romanischem Turm)
- Hugenottenkirche Leckringhausen (1774 eingeweiht)
- Flugplatz Graner Berg
- Hospitalkapelle, heute: Friedhofskapelle - ursprünglich „Kapelle zum heiligen Leichnam” - erstmals 1332 urkundlich erwähnt
- Marktplatz mit Historischem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert (und Grimms Märchenkeller), mit der "Alten Wache" und dem "Märchenbrunnen"
- Schützeberg
- Weidelsburg (oberhalb von Ippinghausen, größte Burgruine Nordhessens)
- Wasserschloss Elmarshausen
siehe dazu:
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
siehe auch
- Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar
- Beiträge zur Stadtgeschichte Wolfhagen
- Burg Wolfhagen
- Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen
- Eisenbahnstrecke Volkmarsen – Wolfhagen - Obervellmar
- Evangelische Stadtkirche Wolfhagen
- Evangelischer Kirchenkreis Wolfhagen
- Flugplatz Graner Berg
- Geopark GrenzWelten
- Graner Berg
- Hans Staden
- Historischer Radwanderweg Wolfhagen
- Hugenottenkirche Leckringhausen
- Isthaberg
- Jüdische Gemeinde Wolfhagen
- Kloster Hasungen
- Konrad von Thüringen
- Kreisklinik Wolfhagen
- Kulturzelt Wolfhagen
- Mühlenwasser
- MUNA Wolfhagen
- Naturpark Habichtswald
- Ofenberg
- Philippinenburg, -thal und -dorf
- Pommernkaserne Wolfhagen
- Regionalmuseum Wolfhager Land
- Waldbühne Niederelsungen
- Schützeberg
- Stadtwald Wolfhagen
- Stadtwerke Wolfhagen
- Stadtwüstung Landsberg
- Tilemann von Elhen
- Wasserschloss Elmarshausen
- Weidelsburg
- Wüstung Gran
- Wüstung Langel
- Wüstung Todenhausen
- Zehntscheune Wolfhagen
Städtepartnerschaften
- Tergnier (Frankreich, seit 1981)
- Ohrdruf (Thüringen, seit 1990)
- Meldola (Italien seit 2008)
- Heldrungen (Thüringen): seit Beginn der 1960-er Jahre besteht eine Partnerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heldrungen.
Tradition und Veranstaltungen
- Adventsmarkt in Wolfhagen
- Osterfeuer in Istha
- Hugenottenfest in Leckringhausen
- Johannifest
- Kulturzelt Wolfhagen
- Michaelismarkt
- Kartoffelfest in Bründersen
- Schützenfest in Wenigenhasungen
- Weizenkirmes in Istha
- Wolfhager Viehmarkt
- Ritterspiele zu Nothfelden
Vereine
Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen
- Altenhasungen
- Bründersen
- Ippinghausen
- Istha
- Niederelsungen
- Nothfelden
- Philippinenburg
- Viesebeck
- Wenigenhasungen
- Wolfhagen-Mitte
Weitere Vereine
- Angelsportverein Landsberg e.V. Wolfhagen
- AWO - Arbeiterwohlfahrt | Link
- Bürgerinitiative Wolfhager Land "Keine Windräder in unseren Wäldern"
- CVJM Wolfhagen e.V.
- Dart-Club Wolfhagen e. V. “Wolfhager Fighters”
- Förderverein Musikschule Wolfhager Land e. V.
- Freundeskreis Panzergrenadierbataillon 62 e.V.
- Heimat- und Geschichtsverein 1956 Wolfhagen
- HSG Hoof/ Sand/ Wolfhagen
- Kegelverein KC 82
- Kirchenchor Wolfhagen
- Kreisjagdverein Wolfhagen
- Landfrauenverein Wolfhagen
- Ländlicher Reit- und Fahrverein 1949 Wolfhagen e.V.
- Landseniorenvereinigung Wolfhagen e.V.
- Laufteam Wolfhagen e.V.
- MSC Motorsportclub Wolfhagen e.V. | Link
- Schlepperfreunde Wolfhagen
- VfL Wolfhagen e.V. | Link
Wandern und Radwandern
Radwandern
Wandern
- Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen: Der rund acht Kilometer lange Eco-Pfad, Bonifatiusweg genannt, führt vom Bahnhof über den Judenbrunnen nach Elmarshausen, von dort über den Schützeberg und die Papiermühle Scheuermann zum Ofenberg und zurück zum Bahnhof.
- Habichtswaldsteig: der 85 Kilometer lange Wanderweg in Nordhessen vom Edersee nach Habichtswald und Zierenberg führt auch an Wolfhagen vorbei.
- Märchenlandweg: Die "Etappe 17" des Märchenlandwegs verläuft von Naumburg über Ippinghausen und das Hugenottendorf Leckringhausen nach Wolfhagen. Am Symbol für das von Wolfhagen ausgewählte Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“, dem neugestalteten Brunnen auf dem historischen Marktplatz der Fachwerkstadt, beginnt die "Etappe 18", die von Wolfhagen über den Ofenberg (mit Aussichtsturm und "Wolfsschänke") nach Niederelsungen (bis zur Waldbühne Erich Oberlist) führt.
- Wanderweg Wolfsfährte: die Kernstadt Wolfhagen und die Stadtteile werden über diesen Wanderweg miteinander verbunden. Das Symbol der „Wolfstatze“ führt Wanderer zu allen regionalen Besonderheiten der Stadt, zu den schönsten Aussichtsplätze und den interessantesten Orten der Natur. | Link
Wussten Sie schon ...
... dass 1632 landgräfliche Soldaten, die die bei Volkmarsen lagernden Kaiserlichen Truppen verjagen sollten, in Wolfhagen hängen blieben, da plünderten und zündelten?
Herbert Jacob Geschichtsverein, Wolfhagen
Weblinks
- Wolfhagen
- Evangelische Kirchengemeinde Wolfhagen
- Kath. Kirchengemeinde St. Maria, Wolfhagen
- Jüdischer Friedhof in Wolfhagen
- Flugplatz Graner Berg auf www.lsv-wolfhagen.de
- Regionalmuseum Wolfhager Land
- Freundeskreis Panzergrenadierbataillon 62 e.V.
- Laufteam Wolfhagen e.V.
- MSC Motorsportclub Wolfhagen e.V. im ADAC
- www.gruene-in-wolfhagen.homepage.t-online.de
- Bündnis Wolfhager Bürger (BWB)
- Bürgerinitiative Wolfhager Land "Keine Windkraft in unseren Wäldern
- CDU Wolfhagen
- FDP Landkreis Kassel
- SPD Landkreis Kassel
- Handballspielgemeinschaft Hoof/Sand/Wolfhagen
- VfL Wolfhagen
- Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Wolfhagen
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Altenhasungen | Bründersen | Gasterfeld | Ippinghausen | Istha | Leckringhausen | Niederelsungen | Nothfelden | Philippinenburg | Philippinenthal | Viesebeck | Wenigenhasungen | Wolfhagen |
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Ahnatal | Bad Emstal | Bad Karlshafen | Baunatal | Breuna | Calden | Espenau | Fuldabrück | Fuldatal | Grebenstein | Habichtswald | Helsa | Hofgeismar | Immenhausen | Kaufungen | Liebenau | Lohfelden | Naumburg | Nieste | Niestetal | Oberweser | Reinhardshagen | Schauenburg | Söhrewald | Trendelburg | Vellmar | Wahlsburg | Wolfhagen | Zierenberg |