Wolfershausen

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Wolfershausen
Kirche-Wolfershausen.jpg
Kirche zu Wolfershausen
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Felsberg
Einwohner: 825 (31. Dezember 2008) [1]
Postleitzahl: 34587
Vorwahl: 05665
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Vernouillet-Allee 1
34587 Felsberg
Website: www.wolfershausen.de
Bürgermeister: Volker Steinmetz (parteilos)
Ortsvorsteher: Jochen Hammerschick

Wolfershausen ist ein Stadtteil der nordhessischen Kleinstadt Felsberg im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 825 Einwohnern. In Wolfershausen gibt es elf Vereine.

Gemarkung

Die Gemarkung Wolfershausen hat eine Fläche von ca. 369 Hektar. Durch die Gemarkung führt die Eisenbahnlinie von Kassel nach Frankfurt (Main-Weser-Bahn). In Wolfershausen gibt es einen Haltepunkt.

In der Gemarkung Wolfershausen befindet sich der so genannte "Riesenstein". Es handelt sich dabei um einen Findling aus der letzten Eiszeit. Er ist 4,80 Meter hoch, 5,50 Meter lang und etwa 1 Meter dick. Der Riesenstein wurde vermutlich durch die im Neolithikum (etwa zwei- bis dreitausend Jahre vor Christus) hier lebende jungsteinzeitliche Bevölkerung aufgestellt. Die "Riesensteine", auch Hünsteine oder keltisch Menhire genannt, weitere sind in Großenritte, Guntershausen, Maden und Langenstein (Landkreis Marburg-Biedenkopf) zu finden, bildeten Kultstätten der neolithischen Kultur. Zusammen mit den Steinkistengräbern (Galeriegräbern) Züschen/Lohne, Metze (Lautariusgrab), in Calden (zwei Gräber) und in Bonenburg bei Warburg bilden die Riesensteine neben den Großanlagen in Carnac (Bretagne) und Stonehenge (England) die eindrucksvollen Zeugnisse der spätneolithischen Kultur in Mitteleuropa. In Verehrung der Heiligtümer der Vorfahren huldigten die Chatten, die Vorgänger der heutigen Hessen, an den Riesensteinen noch vor ca. 2.000 Jahren ihrem höchsten Gott Wotan. Der Wolfershäuser "Riesenstein" ist seit 1986 als Naturdenkmal geschützt.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Wolfershausen wird erstmals im Jahr 1061 als "Wolfeshuson" in einer Urkunde des Fuldaer Abtes erwähnt.

Die Herren von Wolfershausen errichten etwa an der Stelle, an der heute die Kirche steht eine Burg. Die Burg brennt im Jahr 1273 vollständig aus und wird nicht wieder aufgebaut. Danach entsteht an dieser Stelle eine Wehrkirche. Im Jahr 1425 wird das Kirchenschiff im gotischen Stil erneuert. 1484 wird die Kirche nochmals umgebaut.

Am 1. Februar 1971 bildet die Gemeinde Altenbrunslar gemeinsam mit der Gemeinde Neuenbrunslar die Gemeinde Brunslar. Am 31. Dezember 1971 schließt sich die Gemeinde Wolfershausen der Gemeinde Brunslar an. Die Gemeinde Brunslar wird am 1. Januar 1974 an die Stadt Felsberg angeschlossen. Wolfershausen ist seitdem ein Stadtteil der Stadt Felsberg.

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... in einer Oktobernacht 1801, obwohl im Pfarrhaus in Wolfershausen Licht brannte, Einbrecher ein Gefach vorsichtig freilegten und die Küche und Speisekammer leerraubten? Pfarrer Stieglitz klagte um sein wertvolles Geschirr, meist aus Zinn, um 20 Pfund Hammelfleisch, von Kirchmeßhammel, 14 Pfund Rindfleisch, elf Pfund Schweinefleisch, zehn Pfund Schinken, Würste, Wein, Tabak und vieles mehr.
    August Bollerhey, Wehren

Kirche

Radwege

siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle: Stadt Felsberg, Ordnungsamt - Veröffentlichung vom 5. Februar 2009 in den Felsberger Nachrichten


Stadtteile der Stadt Felsberg
Wappenfelsberg.jpg

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