Wolf Vostell

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Das documenta-Lexikon
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Wolf Vostell war ein deutscher Maler, Bildhauer und Hapening-Künstler (1932-1998), der an der documenta 6 teilgenommen hat.

Werk

In den 1960er- und 1970er-Jahren zählte Wolf Vostell zu den prominentesten politischen Künstlern. Er ist aus der Fluxus-Bewegung hervorgegangen, veranstaltete in den frühen 1960er-Jahren zahlreiche Happenings, nutzte als einer der ersten die Video-Technik als kritisches Medium, er erfand als Stilmittel die De-coll/age (die Umkehrung der Collage) und machte von sich reden, als er in Köln 1969 dem ruhenden Verkehr ein Denkmal setzte, indem er am Fahrbandrand ein Auto einbetonierte.

1968 gehörten Vostell und Jörg Immendorff zu den Künstlern, die die documenta-Pressekonferenz sprengten und in ein Happening verwandelten. Sie wollten dagegen protestieren, dass die 4. documenta die politisch-kritische Kunst und die Aktionskunst nicht berücksichtigt hatte.

1977 war Vostell endlich documenta-Künstler, doch er konnte nur einen Teil seiner Arbeit realisieren. Unter dem Titel "Das Ei" wollte er auf dem Zwehrenturm einen Starfighter platzieren, der durch eine Absturzserie zu trauriger Berühmtheit gelangt war. In das Flugzeug sollten Ameisen gesteckt werden, die durch einen Schlauch in einen Raum im Fridericianum wandern sollten. In dem Raum sollte schwarzes, öliges Wasser mit Wrackteilen stehen. Außerdem sollten in dem Raum Monitore stehen, auf denen Flugzeugdesaster gezeigt werden sollten. Die Besucher konnten auf einem Steg durch den Raum gehen. Totz intensiver Bemühungen wurde die Aufstellung des Starfighters auf dem Dach nicht genehmigt.

siehe auch


Weblinks und Quellen