Wippeteich in Hofgeismar

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Der Wippeteich in Hofgeismar befand sind in der Nähe der Katholischen Kirche St. Peter. Den Wippeteich speiste eine Quelle (Zweifelsquelle, auch: Zwiefelsquelle von der alten Bezeichnung "de Twiwele"), die am Kelzer Berg entsprang. An den Teich erinnert nach einer Baumaßnahme in den 1960-er Jahren nur noch ein Brunnen.

Geschichte und Geschichten

Aus den frühen Jahren der Stadt Hofgeismar ist überliefert, dass im Wippeteich Bürger zur Rechenschaft gezogen wurden, die in betrügerischer Absicht tätig geworden waren, etwa die Bäcker der Stadt, die zu kleine Brötchen gebacken hatten. In einem Käfig, der an einer Wippe befestigt war, wurden sie dreimal in den Teich gewippt.

Andere nehmen an, dass ehemals "Feld- und Gartenfrevler" dieser Prozedur ausgesetzt waren und berufen sich auf alte Bußverzeichnisse.

Hofgeismarer Kindern wurde noch bis zum letzten Jahrhundert erzählt, dass im Wippeteich die kleinen Babys liegen. Von dort brachte sie der Klapperstorch zu den Familien.

Ende der 1960-er Jahre wurde der ehemalige Teich aufgefüllt. An ihn erinnert in Hofgeismar noch die Straßenbezeichnung Am Wippeteich.

Literatur

  • Heinrich Rohde, Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 18 f.
  • Klaus-Peter Lange, Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009