Wingas

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wingas mit Sitz in Kassel ist einer der größten Erdgasversorger Deutschlands und gehört zu den größten Gashändlern in Europa.

Unternehmen

Wingas ist eine Tochter der W & G Beteiligungs-GmbH & Co. KG (W&G), einem Gemeinschaftsunternehmen der BASF-Tochter Wintershall, des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten, und der russischen Gazprom Germania, einem Tochterunternehmen von Gazprom.[1] Die Wintershall-Gruppe beschäftigte im Dezember 2014 in Nordhessen 1200 Mitarbeiter, davon 450 bei Wingas.

Wingas wurde 1993 durch Wintershall und Gazprom zum gemeinsamen Erdgashandel und -vertrieb gegründet. Wingas handelt und vertreibt Erdgas an Stadtwerke, regionale Versorger, Industriebetriebe und Kraftwerke in Deutschland und im europäischen Ausland. Als europäisches Energieunternehmen ist Wingas in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik, Dänemark, Luxemburg und den Niederlanden aktiv. [2]

2013 verkaufte das Kasseler Unternehmen 44,3 Milliarden Kubikmeter Gas – eine Menge, die für mehr als 22 Millionen Einfamilienhäuser ausreicht. Der Umsatz stieg im Jahr 2013 um 11,6 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro. Zahlen für 2014 liegen noch nicht vor.[3]

Umzug

Eine neue, 12.000 Quadratmeter große Wingas-Zentrale am Königstor mit dem Namen „Königstor 20“ wurde gebaut und sollte im Frühjahr 2015 bezogen werden.[4] Das 21 Meter hohe Bürogebäude wurde vom Architektenbüro ANP aus Kassel entworfen und grenzt an die Karthäuser Straße und das Königstor. Wingas gab an, die Immobilie zunächst für 20 Jahre mieten zu wollen. 400 Mitarbeiter sollten dort einziehen.

Gestopptes Tauschgeschäft mit Gazprom

Im Dezember 2013 hatten die Wintershall-Mutter, der Ludwigshafener Chemieriese BASF und die staatlich kontrollierte Gazprom die Verträge für ein milliardenschweres Tauschgeschäft unterschrieben. Der von Gemeinschaftstöchtern betriebene Ferngashandel mit der Kasseler Tochter Wingas, das Speichergeschäft sowie eine Beteiligung an Wintershall-Aktivitäten in der südlichen Nordsee sollten danach von Gazprom übernommen werden.[5] Am 17. Dezember 2014 verkündeten die Konzerne das Aus: „BASF und Gazprom sind übereingekommen, den zum Jahresende geplanten Tausch von Vermögensgegenständen nicht zu vollziehen“, teilte der Chemiekonzern mit. Die Zusammenarbeit mit Gazprom werde aber fortgesetzt.“ Wingas bliebe aber ein Gemeinschaftsunternehmen von Wintershall und Gazprom, das Speichergeschäft bliebe in der Hand der Kasseler. Als Grund nannte ein Wintershall-Sprecher das „aktuell schwierige politische Umfeld“.

Siehe auch

Quellen und Links

  1. Wikipedia-Artikel Wingas
  2. Wikipedia-Artikel Wingas
  3. Aus HNA.de vom 20. Dezember 2014: Wingas: Geschäft läuft normal weiter
  4. Auf HNA.de vom 19. November 2014: Rohbau für die neue Wingas-Zentrale ist fertig
  5. Aus HNA.de vom 18. Dezember 2014: Alles wieder auf Anfang