Willingshausen - Älteste Malerkolonie

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Treffpunkt der schönen Künste: Das Gerhardt-von-Reutern-Haus in Willingshausen ist benannt nach dem Gründer der Malerkolonie.
Foto: Rose

Der Schwälmer Malerort Willingshausen hat es schwarz auf weiß: Das Dorf ist nicht nur die älteste deutsche, sondern auch die älteste europäische Künstlerkolonie. Das ergaben Forschungen des Generalsekretärs der Europäischen Vereinigung der Künstlerkolonien EuroART, Dr. Benno Risch.

Die Bestätigung übermittelte der Experte bei einem Besuch im Malerdorf. Der Kontakt zum Generalsekretär entstand vor dem Hintergrund, dass Willingshausen, vertreten durch zwei Gemälde des ehemaligen Künstlerstipendiaten Ulrich Harder, erstmals an der diesjährigen EuroARTAusstellung im französischen Barbizon nahe Paris teilnahm.

„Wir haben ein Aquarell, das einen eindeutigen Beweis liefert. Es ist datiert und stammt aus dem Jahr 1820”, erläutert dazu Helmut Geißel, Vorsitzender des Vereins Malerstübchen. Auch Zeichnungen, so eine Karikatur Thielmanns, die die Maler fröhlich scherzend in großer Runde zeigt, geben Aufschluss über die kreative Geschichte.

Den bildhaften Beweis haben die Willingshäuser eigentlich gar nicht angestrebt: „Das alles passierte ohne unser Zutun”, sagt Geißel. Deshalb nehmen es die Malerstübchen-Mitglieder „zwar mit Freude, aber doch eher gelassen” hin.

„Wir wollen damit nicht vor anderen Künstlerkolonien kokettieren”, bestätigt auch Willingshausens Ortsvorsteherin Helga Weese. Die Malerkolonie, begründet von Gerhardt von Reutern und Ludwig Emil Grimm um 1830, wird künftig aber durchaus ihr Pfund nutzen ­ und damit werben, auch die älteste in Europa zu sein.

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Weblinks und Quellen