Willingen
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| Willingen
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|---|---|
| Wappen | Karte |
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| Basisdaten
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| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Waldeck-Frankenberg |
| Höhe: | 584 m |
| Fläche: | 80,19 qkm |
| Einwohner: | ca. 6.500 |
| Postleitzahl: | 34508 |
| Vorwahl: | 05623 |
| Kfz-Kennzeichen: | KB |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Waldecker Straße 12 |
| Website: | www.willingen.de |
| Bürgermeister: | Thomas Trachte (parteilos) |
Willingen ist eine Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen mit etwa 6.500 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Gemeindegliederung
Ortsteile von Willingen sind:
- Bömighausen
- Eimelrod
- Hemmighausen
- Neerdar
- Rattlar
- Schwalefeld
- Usseln
- Welleringhausen
- Willingen (mit Ortsteil Stryck)
Geografie
Willingen liegt im Nordwesten von Hessen in der Bergregion Upland des Rothaargebirges unweit zum Sauerland.
Die Kernstadt liegt zwischen der Hoppecke im Westen und der Itter im Osten. Rund um den Ort befinden sich der Hohe Eimberg (804 m), der Iberg (720 m), der Ettelsberg (838 m) und der Hoppernkopf (801 m) in der Nähe des Ortsteils Usseln an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.
In der Nähe des Ortsteils Usseln entspringt die Diemel.
Geschichte
Der Fund eines Faustkeiles im Ortsteil Usseln belegt, dass Jäger und Sammler bereits um 7000 v. Chr. durch das Upland (das Hochland) zogen. Doch erst im 1. bis 5. Jh. n. Chr. begann eine Besiedelung, besonders gegen Ende der Völkerwanderung um 375 n. Chr. durch Sachsen und Cherusker.
Nach Ansicht von Fachleuten ist die erste Usselner Kirche bereits um 870 als Pfarrkirche des Bistums Paderborn gegründet worden. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort jedoch erst in einem gräflich-waldeckischen Lehnsregister aus den Jahren 1332 bis 1348, in dem die Herren von Rhena als Zehnten ausgewiesen werden. Usseln war zunächst nur ein Einzelanwesen, typisch für das Upland, das als lebensfeindliche Landschaft erst spät besiedelt wurde.
Im frühen 16. Jahrhundert entwickelten sich in dem landwirtschaftlich geprägten Gebiet einige Hütten, in denen Eisen verhüttet und Roheisen oder Eisenwaren wie Nägel, Öfen, Säbel und Pflugscharen hergestellt wurden, die älteste an der Hoppecke. Auch Fuhrleute und Köhler wurden benötigt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die im Laufe der Zeit unrentablen Hütten und Hämmer stillgelegt.
Etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Schiefer in den beiden Stollenbetriebe „Maria I“ und „Waldeck“ abgebaut und 1857 die erste Schieferbau-AG gegründet, die dann einige Jahre später die Willinger Grubenfelder erwarb und auch die Schiefergrube „Christine“ am Iberg eröffnete, die am 30. April 1971 stillgelegt wurde und heute als Besucherbergwerk dient. Das Schwalefelder Schieferbergwerk wurde bis Ende 1994 betrieben.
Vom 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts spielte auch der Leinenhandel eine grosse Rolle. Auf dem Höhepunkt des Leinenhandels Mitte der 1920-er Jahre 1926 gab es 132 Linnenkerle, deren Anzahl sich bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs dann stark reduzierte.
Inzwischen spielt der Fremdenverkehr in Willingen eine entscheidene Rolle, verbunden damit ist die Entwicklung Willingens vom Bergdorf zum Kurort und Tourismuszentrum. Als erster Tourist im Upland gilt der Wuppertaler Professor Beck, der 1895 mit Studenten im Upland wanderte.
Bis zum Jahre 1929 gehörte Willingen zum Freistaat Waldeck und nach dessen Auflösung zu Preußen.
Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurde die heutige Gemeinde im Jahre 1974 durch die Zusammenlegung der Dörfer Bömighausen, Eimelrod, Hemmighausen, Neerdar, Rattlar, Schwalefeld, Welleringhausen und der heilklimatischen Kurorte Usseln und Willingen gegründet.
Zum Skigebiet Willingen gehören ein Verbund von Lift- und Seilbahnanlagen sowie die Ettelsberg-Seilbahn.
siehe dazu auch:
Kirchen
Literatur
Politik
Bürgermeister
Bürgermeister von Willingen ist seit dem Jahr 2004 der parteilose Thomas Trachte.
Gemeindevertretung
Die Sitzverteilung in der Willinger Gemeindevertretung (ab 2011): SPD und CDU: jeweils zehn Sitze. FDP: sechs und FWG fünf Sitze. Vorsitzender des Willinger Parlaments ist seit Mai 2011 Detlef Ückert.[1]
Wahlkreise
Bundestag
Ullrich Meßmer ist Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD) für den Wahlkreis 168
Im Wahlkreis 168 leben rund 243.000 Menschen in 29 Städte und Gemeinden des Landkreises Kassel und im Landkreis Waldeck-Frankenberg
- Weitere Informationen auf der Internetseite des Abgeordneten: Ullrich Meßmer (MdB)
Sehenswürdigkeiten
Mühlenkopfschanze
Die Mühlenkopfschanze in Willingen ist die größte Großschanze der Welt. Es können Weiten von über 150 Metern erreicht werden. Die Anlauflänge liegt bei 107 Metern. Im Stadion haben 35000 Menschen Platz.
Unterhaltung und Freizeit
- Eissporthalle Willingen
- Lagunen-Erlebnisbad
- Sommerrodelbahn im Skigebiet Ritzhagen-Hoppern
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Ettelsberg mit Sesselbahn sowie Wild- und Märchenpark
- Aussichtsturm Hochheideturm auf dem Ettelsberg (838 m)
- Aussichtsturm Dommelturm auf der Dommel (738 m) zwischen Rattlar und Ottlar
Wandern und Radwandern
Auf und ab auf dem Uplandsteig
64 Kilometer durch das Waldecker Upland - 1487 Höhenmeter zu absolvieren
Der Uplandsteig ist ein anspruchsvoller, 64 Kilometer langer Wanderweg. Er führt einmal um die Gemeinde Willingen (Upland) und berührt dabei alle neun Ortsteile.
Wanderer müssen auf der Strecke mit teilweise größeren Steigungen und steilen Abstiegen rechnen. So werden allein auf den ersten 15 Kilometern 450 von insgesamt 1487 Höhenmetern überwunden. Während der Wanderung verändert sich das Gesicht der Landschaft immer wieder. Es geht durch Mischwald, Buchenwald, Feldflure, blühende Wiesen, Sumpflandschaften und Hochheiden.
Der Uplandsteig ist ein anspruchsvoller Wanderweg, der in vielen Teilen naturbelassen ist, also über unbefestigte Wege verläuft. Dies bedeutet, dass bei feuchter Witterung der Weg stellenweise matschig oder gar sumpfig ist. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sollten selbstverständlich sein. Wichtig ist auch, dass man sich vor Antritt der Wanderung anhand der Karte über die geplante Wanderroute informiert.
Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nicht in allen Ortsteilen. Dies gilt insbesondere für die Etappe von der Diemel-Quelle bis nach Willingen. Hier geht es 20 Kilometer durch freie Natur. In den kleinen Orten gibt es teilweise nur ein Gasthaus. Deshalb sollte man ausreichend Proviant auf den Wanderungen mitnehmen.
An Wegkreuzungen oder abzweigenden Wegen achten Sie bitte auf die Richtungsangabe der Wegezeichen, so kommen Sie bestimmt dort an, wo Sie es geplant haben
Information: Gemeinde Willingen (Upland), Abtl. Tourist Information, Waldecker Straße 12, 34508 Willingen, 05632/401180.
Radwege
Diemel-Radweg
Dem Flußlauf der Diemel folgt der Diemel-Radweg mit Start in Willingen über Usseln, Diemelsee, Marsberg, Diemelstadt, Warburg, Liebenau, Trendelburg bis nach Karlshafen.
Die dazugehörende Homepage zählt viele Sehenswürdigkeiten an der Diemel auf.
Drei-Seen-Radrundfahrt
(Quelle: RV 1896 Korbach e.V.)
Fahrtroute: Korbach Lelbach, Rhena, Bömighausen, Neerdar, Usseln, Willingen, Schwalefeld, Bontkirchen, Diemelsee, Heringhausen, Rhenege, Adorf, Vasbeck, Canstein, Udorf, Kohlgrund, Rhoden, Dehausen, Ammenhausen, Herbsen, Külte, Wetterburg, Twistesee, Braunsen, Elleringhausen, Niederwaroldern, Höringhausen, Strothe, Korbach.
weitere Radrouten
- Radrouten durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg.
siehe auch
Weblinks
- Offizielle Webseite der Gemeinde
- www.freizeitwelt-willingen.de
- Besucherbergwerk Grube Schiefergrube "Christine" auf www.museen-in-hessen.de
- www.curioseum-willingen.de
- Homepage Diemelradweg
- Eissporthalle Willingen
- Glasgalerie Willingen
- Lagunenbad Willingen
- Ski-Club Willingen
- Sommerrodelbahn Willingen
- Upländer Milchmuseum Willingen-Usseln
- Willinger Brauhaus
Webcams
Aktuelle Ansichten aus Willingen gibt es über Webcams:
Quellen
- ↑ HNA.de vom 3. Mai 2011: http://www.hna.de/nachrichten/kreis-waldeck-frankenberg/korbach/detlef-ueckert-neuer-vorsitzender-willinger-gemeindevertretung-1227717.html
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