Willi Croll

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Willi Croll (* 2. Dezember 1924 in Calden † 29.10.2018 in Solingen) war Politiker und in den Jahren 1976 bis 1990 Bürgermeister der Stadt Hofgeismar im Landkreis Kassel.

Beruflicher Werdegang

Von 1968 bis 1976 war er ehrenamtlicher Erster Stadtrat in Hofgeismar.

Vom 1. Dezember 1970 bis zum 6. September 1976 war er Abgeordneter des Hessischen Landtags und 1974 Mitglied der Bundesversammlung. Außerdem war er Vorsitzender des SPD Ortsverbandes Hofgeismar und des SPD Unterkreises und wurde schließlich 1976 vom Parlament zum Bürgermeister und Nachfolger von Gerhard Kuske (BHE) gewählt.

Zwei Jahre vor dem Hessentag wurde Willi Croll Bürgermeister von Hofgeismar. Unter ihm gelang es, die Stadt umzubauen und die Auswüchse der ursprünglichen, ab 1969 begonnenen Kahlschlag-Altstadtsanierung mit Abbruch und Neuaufbau abzumildern. Geplant waren breite Schneisen für einen flüssigeren Verkehr, statt des jetzigen historischen Rathauses sollte ein Glas- und Betonkomplex auf der grünen Wiese entstehen, auch das Steinerne Haus war zum Abriss vorgesehen. Mit knapper Mehrheit und gegen den Widerstand der Geschäftsleute setzten Croll und seine Mitstreiter den Bau der Fußgängerzone und die Sanierung des Rathauses durch.

Am 21. Dezember 1990 wurde Croll in den Ruhestand verabschiedet.

Privates

Nach Besuch von Volksschule und Aufbauschule war er von 1940 bis 1945 Soldat, wurde durch polnische Granaten verwundet und in Berlin vom berühmten Chirirurgen Professor Sauerbruch behandelt.

1954 zog Croll mit seiner Gattin Helga nach Hofgeismar, wo seine Schwiegereltern ein Haus bauten.

HNA-Artikel:

siehe auch

Weblinks und Quellen

Literatur

  • Helmut Burmeister, Klaus-Peter Lange und Herbert Klode, Rückblick ohne C(G)roll - Eine Erinnerung in Bildern, (erschienen als Band 9 der Reihe „Die Geschichte unserer Heimat“), Verein für hessische Geschichte und Landeskunde e.V. - Zweigverein Hofgeismar 1991

Weblinks