Wilhelmsgymnasium

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Luftaufnahme des Wilhelmsgymnasium 2008
Das Wilhelmsygmasium ist eine Schule in Kassel im Stadtteil Wilhelmshöhe, die im Jahr 1886 gegründet wurde.

Das Gymnasium bietet das Abitur in Form von G8 und G9 an.

Zu den besonderen Kennzeichen der Schule gehören unter anderem die Begabtenförderung (sogenannte Lerntalentklassen) und der Fokus auf das Unterrichtsfach Musik.

Das Sinfonie-Orchester, das Vororchester, der Unter- und der Oberstufenchor bilden das Herzstück der musikalischen Bildung am Wilhelmsgymnasium. Zudem werden Leistungskurse im Fach Musik angeboten.

Geschichte

Abiturienten des Jahres 1914 vor dem Hauptportal des Wilhelmsgymnasiums. Das befand sich damals noch an der Humboldtstraße.

Wechselvoll war das Schulschicksal in den ersten Jahrzehnten: Allein im Ersten Weltkrieg ließen 300 junge Männer, die direkt von der Schule in die Schlacht gezogen waren, sowie Ehemalige ihr Leben.

Stärker noch wirkte sich der Zweite Weltkrieg aus: Nicht nur, dass beim Luftangriff auf Kassel am 22. Oktober 1943 das Schulgebäude an der Humboldtstraße in Schutt und Asche gelegt wurde.

Einzig die Eule, das Schulwahrzeichen seit 1886, entging der Zerstörung. Heute dient sie am Eingang als Wahrzeichen der Schule. Obwohl der damalige Rektor Wolfgang Paeckelmann seinerzeit offenbar versuchte, sich gegen Nazi-Einflüsse zu wehren, wurde auch am WG die Hakenkreuzfahne gehisst. Dabei sind unter den Absolventen der Schule sowohl Mittäter als auch Opfer gewesen.

Während der heute als Publizist und Journalist bekannte Peter Scholl-Latour als „jüdischer Mischling“ trotz anderslautender Vorschriften noch 1943 die Reifeprüfung am WG ablegen konnte, besiegelte der ehemalige WG-Schüler Roland Freisler während des Dritten Reichs als Präsident des Volksgerichtshofs ungezählte Schicksale.

Auch das von Adam von Trott zu Solz, den er 1944 zum Tode verurteilte. Der Widerstandskämpfer hatte ebenfalls einige Zeit das Kasseler Gymnasium besucht.[1]

Bauarbeiten

Das Wihelmsgymnasium im Jahr 1884

Während der 1970er-Jahre entstanden ein Erweiterungsbau mit neuen Klassenräumen sowie eine neue Sporthalle. 2007 wurden im Neubau außerdem Räumlichkeiten für einen pädagogischen Mittagstisch geschaffen.

Seit Februar 2009 wurde direkt neben der Schule eine Drei-Felder-Turnhalle mit integrierter Mensa gebaut und Anfang 2010 fertiggestellt.

Im Jahr 2010 wurde zudem mit dem Bau eines neuen Bootshauses begonnen, welches im Obergeschoss außerdem über zwei große Klassenräume verfügt. Das sogenannte "WG-Haus" wurde im Mai 2011 eingeweiht. [2]

Jubiläum

In der Woche vom 20. August 2012 bis zum 26. August 2012 feierte das Wilhelmsgymnasium Kassel sein 125-jähriges Bestehen.

Samstag, 20. August 2011

Mit mehr als 700 Gästen – unter ihnen die Klasse von Hans Eichel, die an diesem Wochenende 50 Jahre Abitur feierte - begannen die Feierlichkeiten um 10 Uhr mit dem Festakt in der Aula der Schule. Musikalische Beiträge des Schulorchesters, der Chöre und zweier Ehemaliger des Abiturjahrgangs 1957 umrahmten die Ansprachen. Höhepunkt des Festakts war die Festrede von Prof. Dr. Dieter Grimm (Abiturjahrgang 1957). Nach dem Festakt schloss sich ein großes Ehemaligentreffen auf dem Schulhof an, das bis spät in die Nacht andauerte. Mehr als 1500 Ehemalige waren der Einladung gefolgt.

WG-Bootshaus an der Fulda

Sonntag, 21. August 2011

Der Festgottesdienst in der Christuskirche wurde von Religionslehrern und Schülern einer 9. Klasse mitgestaltet. Der Extrachor setzte im Gottesdienst musikalische Akzente. Dekan i.R. Ernst Wittekindt, selbst Absolvent (Abiturjahrgang 1955) und später Religionslehrer des Wilhelmsgymnasiums´, erinnerte in seinem Teil der Predigt an die Zeit, als das WG während des Zweiten Weltkriegs nach Schwarzenborn ausgelagert war.

Später gab es ein Treffen am Fuldaufer. Ehemalige und Aktive besichtigten das neu gebaute WG-Haus.[3]

siehe auch

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Aus HNA.de vom 16. August 2011: Aufpoliert ins Jubiläum
  2. HNA vom 29.Mai 2010: WG: Grußworte gesucht zum Jubiläum
  3. Informationen auf www.wgkassel.de

Weblinks