Wilhelmitenkloster in Witzenhausen

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Ehem. Klostergebäude

Von dem ehemals gotischen Wilhelmiten-Kloster in der Steinstrasse in Witzenhausen ist heute noch der Kapitelsaal, das Kirchenportal und das Refektorium erhalten.

Geschichte

Etwa auf dem Höhepunkt des Ordenswesens siedelten sich im Jahre 1291 die nach der Benediktinerregel lebenden Mönche der Wilhelmiten in Witzenhausen an - anstelle von Zisterzienserinnen, die sich erst im Jahr 1271 im Nordosten der Stadt niedergelassen hatten.

Die Mönche erbauten hier ein Kloster im gotischen Baustil am Werraufer, das - wie etwa die Klöster in Eschwege oder Germerode - für die Entwicklung des kulturellen und sozialen Lebens in diesem Bereich von großer Bedeutung war.

Lange Jahre später (1898 unter Kaiser Wilhelm II.) wurde die Deutsche Kolonialschule für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe (Deutsche Kolonialschule oder Tropenschule) in Witzenhausen gegründet, um Menschen für eine Übersiedlung in die deutschen Kolonien landwirtschaftlich auszubilden. Im Jahr 1900 bezogen Lehrer und Schüler hier das ehemalige Wilhelmitenkloster.

Die Nachfolgeeinrichtungen in Witzenhausen bilden heute einen Nebenstandort der Universität Kassel, deren Fachbereich Internationale Agrarwirtschaft heute die Klostergebäude in der Steinstraße als Ausbildungsstätte nutzt.

siehe auch

Weblinks