Wilhelm Hentze

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Denkmal für Hentze, "Schöpfer dieser Anlagen"

Wilhelm Hentze (1793 - 1874) war ein Sohn des Hofgärtners Carl Friedrich Hentze.

Leben und Werk

Wilhelm Henze erlernte sein Handwerk als Gartengestalter in der Wilhelmshöhe in Kassel.

Beteiligt war er auch bei der letzten Parkerweiterung im Bergpark Wilhelmshöhe. Nach Norden entstanden um 1830 der „Neue Wasserfall“ sowie ein von ihm konzipierter Bereich, den er zu einem reizvollen Landschaftsbild von großer Harmonie formte.

Danach wurde er zum Gartenanlagen-Kontrolleur und 1834 zum Hofgartendirektor ernannt. 42 Jahre dauerte seine Amtszeit mit Verantwortung für die kurhessischen Gartenanlagen, deren zentraler Gestalter er im 19. Jahrhundert war.

Als Hofgartendirektor in Kassel in den Jahren 1822 bis 1864 war er auch maßgebend an der Gestaltung der Blumeninsel Siebenbergen beteiligt.

Er ließ viele Pflanzensammlungen auf der Insel Siebenbergen anlegen. Seine Aufgabe war, die vorhandenen Anlagen nach den Regeln und Prinzipien englischer Landschaftsgärten umzugestalten.

Hentze ließ die Insel unter andrem mit festen Wegen versehen. Sein besonderes Augenmerk galt den sogenannten "Bodenblühern" (Geophyten) im Frühjahr. Neben exotischen Pflanzen ließ er auch zahlreiche einheimische Stauden neu pflanzen. Bei Exkursionen durch Nordhessen sammelte er seltene, heimische Wildstauden und pflanzte sie an geeigneten Plätzen auf Siebenbergen. Sein Ziel war es, ihnen Bedingungen zu schaffen, wie sie auch an ihren natürlichen Standorten bestanden.

siehe auch

Blick von der Blumeninsel zum Aueteich

Weblinks