Wildpark Meißner-Germerode

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Im Bergwildpark Meißner

Der Bergwildpark Meißner befindet sich bei dem Ort Germerode (Ortsteil von Meißner) im Werra-Meißner-Kreis. Der Wild- und Erholungspark entstand 1970, ist etwa 40 Hektar groß und beherbergt zahlreiche Tierarten.

Tiere

  • Der Wildpark verfügt über einen umfangreichen - größtenteils heimischen - Tierbestand. Das besondere am Park ist, dass Besucher Rothirsche, Damhirsche, Muffelwild und Rehe aus nächster Nähe beobachten können. Denn das Wild bewegt sich frei auf dem Gelände und lässt sich streicheln und füttern.
  • In Gehegen sind Wildschweine, Waschbären und Eichhörnchen. Fasane, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen und exotische Ziervögel gibt es ebenfalls.
  • Auf den beiden Fischteichen tummeln sich Enten, Gänse und Schwäne.
  • In einem größeren Gehege teilen sich verschiedene Ziegen- und Schafarten den Lebensraum. Kinder können diese Tiere durch einen Holzzaun gefahrlos füttern. An das Territorium der Ziegen und Schafe schließt sich das der Hängebauchschweine sowie Göttinger Minischweine an.
  • Zu den Exoten gehören die Nandus, südamerikanische Laufvögel.

Falknerei

Bartkauz Foto: Lenarduzzi

Im Frühjahr 2008 wurde die Falknerei des Wildparks mit neun verschiedenen Greifvögeln und vier Eulenarten eröffnet. Sie wurde bis ins Jahr 2013 betrieben.

Falknerin Brigitte Bökenkamp und Falkner Bernd Bongartz betreuten unter anderem Rotschwanzbussard, Wüstenbussard, Mäusebussard, Turmfalke, Gerfalke, Sakerfalke, Luggerfalke und Buntfalke. Aber auch der Fleckenuhu gehört zu den Schützlingen der Falkner.

Schließung der Falknerei

Die Besucherzahlen sanken, und die Gemeinde musste die Kosten für die Falknerei in Höhe von 45.000 Euro einsparen. Der Gemeindevorstand hatte deshalb beschlossen, den Ende 2013 auslaufenden Vertrag mit den Falknern Bökenkamp und Bongartz nicht zu verlängern. Die Vereinbaung mit den Greifvogel-Experten wurde 2008 geschlossen und war von vornherein zunächst auf nur fünf Jahre ausgelegt. Ursprünglich war die Gemeinde davon ausgegangen, dass durch die Greifvögel mehr Besucher in den Wildpark kommen würden. Der Wunsch von 50.000 Besuchern pro Jahr trat nicht ein. Statt eines Anstiegs fielen die Zahlen. 2008 kamen durchschnittlich 44.000 zahlende Gäste nach Germerode. 2013 lag der Schnitt bei 38.000 Besuchern.

Dass der Vertrag mit der Falknerei nicht verlängert wurde, war hauptsächlich eine Folge des Schutzschirm-Vertrags, den die Gemeinde Meißner 2012 unterzeichnet hatte. Der Besucherrückgang in 2013 bedeutete für die Gemeinde einen Verlust von 30.000 bis 40.000 Euro.[1]

Anstelle der Falknerei: Ansiedlung von Hochlandrindern

Auf dem Gelände der ehemaligen Falknerei im Bergwildpark Meißner haben seit 2014 neue Tiere ein Zuhause gefunden. Sie sind groß, rot-braun und haben ausladende Hörner. Eine zottelige Mähne verdeckt meistens ihr Gesicht. Die Rede ist von den schottischen Hochland-Rindern. [2]

Waldwichtelhaus

Waldwichtelhaus
  • Antike Gegenstände und Raritäten wurden im Waldwichtelhaus zusammengetragen und zu einem Erlebnismuseum gemacht. Das Waldmuseum zum Anfassen ist dadurch entstanden. Am 1. April 1999 wurde das Museum wurde offiziell eröffnet.
  • Für die Darstellung des Museums wurde ein Fabelwesen erfunden: der sogenannte Waldwichtel.
  • Im Museum gibt es allerlei Stücke zu den Themen Wald und Bergbau. Für Kinder gibt es Mitmachstationen.

Förderverein

Eingang zum Bergwildpark
  • Zur Gründung des Wildparks im Jahr 1970 entstand auch ein entsprechender Förderverein für den Park.
  • Die Mitglieder des Fördervereins Bergwildpark Meißner kümmern sich um den Ausbau, die Erhaltung und die Renovierung des Parks. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.
  • Pro Jahr leisten die dezeit rund 50 Mitglieder über 4000 unentgeltliche Arbeitsstunden. Während der Saison treffen sich die Vereinsmitglieder 14-tägig zum Arbeitseinsatz. Der Vorstand trifft sich darüberhinaus regelmäßig.

Weblinks und Einzelnachweise

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aus: werra.rundschau.de vom 25. September 2013: Bergwildpark Meißner - Greifvögel werden zu teuer
  2. HNA-online vom 17.5.2014: Bergwildpark Meißner - Hochland-Rinder sind jetzt da