Wildpark Knüll

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Der Wildpark Knüll liegt am Streulingskopf (413 m) im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Die Anlage befindet sich in der Ferienregion Rotkäppchenland im Knüllgebirge.

Park

Der Park ist etwa 50 Hektar groß. Er beherbergt 350 Tiere aus 40 Arten in Gehegen, Gattern und Volieren.

Tiere

Eine Besonderheit des Wildparks sind Rot-, Dam- und Sikawild sowie Muffelwild. Diese Tiere bewegen sich frei im Park und lassen sich aus nächster Nähe beobachten. In einem abgetrennten Gehege befindet sich eine Art Streichelzoo. Kinder und Erwachsene können dort Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Esel streicheln und füttern.

Tierarten im Wildpark

  • Bären
  • Luchse
  • Wild
  • Ziegen
  • Schafe
  • Dachse
  • Füchse
  • Wildpferde
  • Eulen
  • Enten
  • Schafe
  • Marder
  • Wascgbären
  • Wölfe
  • Eulen
  • Uhus


Luchse

2008 wurde ein neues Luchsgehege fertiggestellt. Es liegt wenige hundert Meter vom Eingang des Parks an einem Hang. Vor dem Gehege steht eine Holztreppe, die an einem langen Podest aus Holz entdet. Vom Podest aus kann der Besucher die Tiere ungehindert beobachten. Meistens leben zwei Luchse auf dem Gelände.

Bären

In der Bären-Wolfsanlage leben auf 7000 Quadratmetern Fläche Braunbären und ein Wolfsrudel in einer Art Wohngemeinschaft. Im Jahr 2008 wurde das Gehege neu angelegt. Es befindet sich am Ende des Parks.

Im Jahr 2010 bekam Bärin Onni erstmals Drillinge. Am 17. Januar 2012 brachte die Bärendame erneut Drillinge zur Welt. Erst am 6. März 2012 holte Onni je eines ihrer Kinder aus dem Bärenhaus und säugte sie im Vorgehege.[1]

Die Drillinge wurden am 9. März 2012 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Drei Tage später verstarb jedoch das kleinste der Jungtiere. Wiederum eine Woche später wurden die beiden Geschwister dann eingeschläfert.[2]

Nach Auskunft der Verantwortlichen waren die Bärendrillinge von ihrer Mutter Onni nicht ausreichend versorgt worden. Innerhalb von zwei Wochen seien sie von acht auf ungefähr zwei Kilo abgemagert. Den Jungtieren wurden noch spezielle Nährstoffe und Flüssigkeiten zugefüttert, doch das nahmen sie nicht an. Der Wildpark Knüll wehrt sich vehement gegen Vorwürfe, zwei Jungbären seien eingeschläfert worden, um Platz im Gehege zu schaffen.[3] Die Geburt der Bären war bei Tierschützern auf scharfe Kritik gestoßen. Es gebe in deutschen Zoos keinen Bedarf an Braunbärennachwuchs, hatte etwa Madeleine Martin, Tierschutzbeauftragte des Landes Hessens, damals gesagt. Man dürfe die Tiere nicht nachzüchten, wenn man nicht wisse, wohin damit.[4]

Video: Kritik an Wildparkleitung wegen Bärenachwuchses

Urwald

In einem eingezäunten Bereich, dem Urwald, wird die natürliche Entwicklung des Waldes ohne Großsäuger gezeigt. Der Besucher sieht einen Ausschnitt der Pflanzen- und Kleintierwelt im Lauf der Zeit.

Infozentrum

Im Infozentrum befindet sich unter anderem die Verwaltung des Naturzentrums Wildpark Knüll. Zwei Räume des Zentrums werden regelmäßig für Tagungen und Seminare genutzt. Der große Tagungsraum bietet bis zu 100 Personen, der kleine Tagungsraum bis zu 30 Personen Platz.

Im Zentrum werden auch wechselnde Ausstellungen zu naturkundlichen Themen gezeigt. Diese behandeln vorrangig zoologische, botanische und ökologische Fragestellungen.

Fest zum 40. Geburtstag

Mit einem Familienfest wurde am 24. August 2008 der 40. Geburtstag des Wildparks mit 1300 Besuchern gefeiert.

Wandern

Auf fast vier Kilometern gut befestigten Wanderwegen bietet das Naturzentrum den Besuchern Spaziermöglichkeiten.

Auf dem Lochbachpfad zum Wildpark

Wanderweg

Ein Wandervorschlag der Naturfreunde Kassel: Auf in den Knüll zur Ferdinand-Kesting-Hütte

Start ist beim Hotel „Tann-Eck“ im Burgweg in Knüllwald - Schellbach. Wir orientieren uns in der Straße Im Rot an der Markierung R. Es geht aufwärts zum Waldrand und wir passieren dabei den Aussichtspunkt „Pommerblick“. Nach Unterschreitung einer Hochspannungstraße geht es in den Wald. Beim Hohen Malstein (442 m) wird die Kreisstraße 37 gequert. Hier beginnt der 8,5 km lange Lochbachpfad mit dem rotem L auf weißem Grund als Markierung.

Zunächst auf breitem Forstweg, später auf einem schmalen Pfad, wandern wir zum Ebigköpfchen (426 m) hinauf. Unser Weg führt nun abwärts nach Südosten, und wir tangieren den Ortsrand von Wallenstein. Das Gasthaus „Zum Tanneneck“ bleibt links liegen und der Eingang zur Lochbachklamm wird erreicht. Der Weg folgt dem Lochbach aufwärts, wechselt dabei über zahlreiche Brücken ständig die Bachseite. Nach Verlassen des Bachlaufs folgen wir dem Radweg nach Hülsa. Im freien Feld angekommen schwenkt der Weg nach Norden. Wir wandern über die Wiesen weiter und passieren die Ferdinand-Kersting-Hütte. Erneut treten wir in den Wald ein und kommen wieder zum Hohen Malstein. Wir folgen dem Weg mit der Markierung +. Dieser Weg geht in nordwestlicher Richtung weiter. Unter einer Hochspannungsleitung verlassen wir für wenige Meter den Wald. Die Markierung + schwenkt nach rechts, wir setzen geradeaus die Wanderung auf dem Weg HR7 fort. Sie bringt uns zur Kreisstraße 39, auf der nach links folgend der „Wildpark Knüll“ erreicht wird.

Wir wechseln auf den Weg X 2. Er führt in nördlicher Richtung weiter. Nachdem wir zwischenzeitlich den Wald für etwa 500 m verlassen haben, treffen wir nach einem Kilometer wieder auf die Markierung +. Scharf nach rechts abbiegend, führt uns dieser Weg zum Ausgangspunkt.


Naturfreunde, Ortsgruppe Kassel: Peter Habermann, Tel. 05 61/ 82 19 18, Fax: 05 61/51 33 70. Aktuelle Wanderangebote erscheinen dienstags in der Rubrik „Vereine“. www.naturfreunde-hessen.de

siehe auch

Weblinks und Quellen

  1. Aus themenparks.net vom 9. März 2012: News & Nachrichten zum Thema Wildpark
  2. Aus tierschutzbund.de vom 21. März 2012: Wildpark Knüll: Tod dreier Braunbärjungen – Tierschutzbund kritisiert Zuchtpraktiken
  3. Aus HNA.de vom 20. März 2012: Tod von Bärenbabys: Wildpark Knüll wehrt sich gegen Kritik
  4. Aus hr-online.de vom 19. März 2012: Alle Bären-Babys tot