Wiesenfeld

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Wiesenfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Burgwald im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Mit etwa 300 Einwohnern ist Wiesenfeld der kleinste Ortsteil der Gemeinde.

Geschichte

Im Jahr 1988 feierte der Ort sein 750-jähriges Bestehen. Die ehemalige Johanniterkommende wurde bereits um 1200 gegründet. Nach der Heimkehr der Battenberger Grafen von den Kreuzzügen entstanden im Mittelalter am Ort die ehemalige Kloster-Kommende und die Johanniterkirche.

Nach der Reformation in Hessen wurde das Klostergut zunächst von den hessischen Landgrafen verpachtet, im Jahre 1755 dann an zehn Hugenottenfamilien (aus der benachbarten Kolonie in Todenhausen - heute ein ein Ortsteil von Wetter im Landkreis Marburg-Biedenkopf) sowie weitere dreizehn Familien in Erbleihe übergeben.

Der planmäßig angelegte Ortskern mit den Resten des Klosterguts entstand als Hugenotten- und Waldenserkolonie.

Heute ist Wiesenfeld ein Ortsteil der Gemeinde Burgwald. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen entstand zum 1. Juli 1971 die neue Großgemeinde, der sich am 1. Januar 1974 auch Bottendorf anschloss.

Hugenottenstube

Die Hugenottenstube (Johanniterstr. 5, 35099 Burgwald-Wiesenfeld) beherbergt eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Hugenotten.

Kirche

Die Kirche in Wiesenfeld ist eine ehemalige Johanniterkirche. Die frühgotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit stattlichem Wehrturm bestimmt das Bild des Dorfes am Rand des Burgwalds.

Im 13. Jahrhundert entstand am Ort die ehemalige Kloster-Kommende - erstmals 1238 urkundlich erwähnt - und die Johanniterkirche.

Neben der Kirche wachsen im Kräutergarten heimische Blumen sowie verschiedene Heil- und Küchenpflanzen. Im Jahre 1990 wurde der Kräutergarten als Garten des Lebens angelegt und verweist auf einen Klostergarten (Wärzegoarde) aus dem Mittelalter.

Literatur

  • Karl-Hermann Völker (Hrsg.), Wiesenfeld - Johanniterkommende, Hugenotten- und Waldenserkolonie, Industriehof. Eine Dorfgeschichte zur 750-Jahr-Feier in 1988, Frankenberg 1988

siehe auch

Wandern

Hugenotten- und Waldenserpfad

Die Route des ca. 1800 Kilometer langen Kulturwanderwegs führt von Südfrankreich über Italien und die Schweiz nach Südwestdeutschland und weiter bis nach Bad Karlshafen in Nordhessen. Verbindendes Element ist die Geschichte der Hugenotten und Waldenser, die als französische Protestanten Ende des 17. Jahrhunderts ihr Heimatland Frankreich aus Glaubensgründen verlassen mussten.

In Nordhessen verläuft der Pfad durch den Burgwald, den Kellerwald und das nordhessische Bergland.

Er verläuft im Bereich der Eder über Wiesenfeld und Louisendorf, verläuft dann weiter über Leckringhausen nach Hofgeismar (mit den Dörfern Carlsdorf, Friedrichsdorf, Kelze und Schöneberg) und über Gottstreu und Gewissenruh nach Bad Karlshafen.

Wussten Sie schon ...

  • ... dass man heute noch die Hohlwegspuren der alten Frankfurt-Bremer Wään (Wagenstraße) bei Wiesenfeld im Wald findet? (Karl-Hermann Völker, Vorsitzender des Frankenberger Geschichtsvereins)

Weblinks


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