Wichtelkirche

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Die Wichtelkirche ist ein etwa 400 m hoher Basaltfelsen, zwischen dem Kleinen - und dem Hohen Dörnberg im Tal des Heilerbachs, einem Zufluss der Warme.

Nach einer Sage und wegen seiner eigentümlichen Form wird dieser Felsen "Wichtelkirche" genannt.

Burg Blumenstein

Auf dem Basaltfelsen stand die Burg Blumenstein, eine abgegangene Burg aus dem 13. und 14. Jahrhundert im heutigen Naturpark Habichtswald, etwa 3 Kilometer von Zierenberg entfernt.

Die Feste „von Blumenstein“ war eine der kleinsten Burgen im Zierenberger Raum.

Sie gehörte dem Geschlecht „von Blumenstein“, das - ebenso wie die Wüstung Blumenstein - ab dem 13. Jahrhundert nachgewiesen werden kann und mit der Zerstörung der Burg Mitte des 14. Jahrhunderts offenbar zunehmend seinen Einfluss verlor. Funde belegen jedenfalls, dass unmittelbar am Felsen der „Wichtelkirche“ einst ein Gebäude errichtet worden war.

Die Sage von der Wichtelkirche

Blick auf Zierenberg - vorne rechts die Wichtelkirche

Um die „Wichtelkirche“ rankt eine Sage, die auf das Ende der germanischen Religion und den Beginn der christlichen Religion in dieser Region hinweist:

Einst verliebte sich ein listiger Wichtelkönig in ein junges Mädchen aus Zierenberg und begegnete ihr in Menschengestalt. Doch die beiden trennte ihr unterschiedlicher Glaube und nur unter der Bedingung, dass er Christ werde, sollte die Hochzeit stattfinden. Eigens für die Vermählung baute er eine kleine Kirche aus funkelndem Bergkristall an der Quelle des Heilerbachs. Doch für das Mädchen blieb die schöne Kirche kalt und seelenlos, so dass es die Ehe ablehnte. Darauf verwandelte sich die Kirche in graues Basaltgestein.

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