Wetterburg

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Die Wetterburg

Wetterburg ist ein Stadtteil der Stadt Bad Arolsen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geografie

Der Ort liegt am Twistesee, einem Stausee, der in den 1970-er Jahren entstand. In herrlicher Natur zählt der Twistesee zu den saubersten deutschen Stauseen. Rund um den Hauptsee führt ein sieben Kilometer langer Rad-Wanderweg, der teils asphaltiert und teils geschottert ist; zahlreiche Wege laden in den Wäldern zum Wandern und Joggen ein. Mit Schlauch-, Paddel- und Tretbooten kann der See befahren werden.

Geschichte

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Die Wetterburg der Grafen von Waldeck entstand im Konflikt mit dem Erzbistum Köln unter Graf Heinrich IV. von Waldeck ab dem Jahre 1306 am Zusammenfluß von Aar und Twiste auf einer Bergzunge.

Im Schutz der Burg lag auf einem Bergsporn die Vorburg oder "Burgfreiheit"; hier entstand ab dem Ende des 16. Jahrhunderts der Ort Wetterburg anstelle des ehemaligen Dorfs Wetter.

Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts entstanden der Ort, Mitte des 17. Jahrhunderts dann eine Kirche und zwischen 1640 – 1750 verschiedene Mühlen und Eisenhämmer.

Die Wetterburg verfiel im Laufe der Jahrhunderte zunehmend und soll schon im Dreißigjährigen Krieg nur noch eine Ruine gewesen sein.

Auf der Vorburg wurden neue Bauten errichtet, darunter das heute noch erhaltene repräsentative steinerne Haus mit Fachwerk aus dem Jahre 1576, das unter anderem als Amtshaus, später auch als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs diente und heute einen gastronomischen Betrieb beherbergt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Wetterburg am 1. Januar 1972 ein Stadtteil der Stadt Arolsen.

Im Jahre 1984 wurde die Twisteseehalle fertiggestellt und es entstand das Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde.

Zum Ort gehören ein Golfplatz das Strandbad am Twistesee.

Weitere Informationen unter:

Kirche

Die Kirche in Wetterburg

Die evangelische Kirche in Wetterburg entstand als unverputzer Fachwerkbau im Jahre 1654. Kanzel, Empore und Gestühl stammen noch aus der Erbauungszeit. Die Kirche wurde 1824 erneuert und bekam 1893 einen Turm im Rundbogenstil.

Der ursprüngliche Bau der Kirche und die Errichtung der Pfarrstelle in Wetterburg wurden 1654 von Graf Johann zu Waldeck und Pyrmont aus Landau veranlasst, der nach seiner Rettung aus Seenot ein Gelübde zur Kirchenstiftung abgelegt hatte.

In der Chronik 700 Jahre Wetterburg heißt es: „Am 21. Dezember 1655 zeigt Rentmeister Engelberth Vieroth der Gräfin an, der Kirchenbau sei soweit vollzogen, dass nunmehr der Gottesdienst darinnen verrichtet wird.“

Der damalige gräfliche Kammerdiener und Forstmeister stiftete auch die Kanzel. Heute liegt er neben dem Taufstein begraben. Gut zu erkennen ist noch sein Hauswappen mit Sonne, Mond, drei Sternen und einer Kompassnadel. Die Orgel stammt aus der Zeit um 1710. Das besagt die fünfzackige Grafenkrone des Hauses Waldeck- Pyrmont auf dem mittleren Pfeifenfeld.

Der barocke Prospekt gilt als bemerkenswert. Dass die Orgel einen Halbton höher gestimmt ist als üblich, gilt als einzigartig. 1917 wurden Orgelpfeifen und eine Glocke für Kriegszwecke ausgebaut werfür Waffen eingeschmolzen.

Die 1921 angeschafften Stahlklangglocken verloren im Laufe der Jahre ihren Klang und wurden 1982 durch drei neue Bronzeglocken ersetzt.

Seit ihrer Erbauung wurde die Kirche mehrmals renoviert. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Neubau erwogen, dessen weitere Planung 1978 vom Landeskonservator gestoppt wurde. Stattdessen wurde wieder renoviert. 1978 erhielt die Kirche neue Fenster des Marburger Künstlers Erhardt Klonk und ein Altarbild des Bildhauers Hermann Pohl.

Um dem Bedarf nach Räumlichkeiten für kirchliche Veranstaltungen gerecht zu werden, wurde das Martin-Luther-Haus gebaut und 1984 eingeweiht. Außer für kirchliche Veranstaltungen wird das Haus auch zu Tagungszwecken und von Vereinen oder Privatpersonen genutzt.

Literatur

  • Chronik 700 Jahre Wetterburg

Sehenswürdigkeiten

Der Twistesee bei Wetterburg mit Seerestaurant
(Foto: Andreas Hermann/ HNA)

siehe auch

Vereine

  • Schützenverein Wetterburg
  • TSV Wetterburg

Wandern und Radwandern

Blick auf den Twistesee in Wetterburg
Am Twistesee

Radwandern

Drei-Seen-Radrundfahrt

(Quelle: RV 1896 Korbach e.V.) Fahrtroute: Korbach Lelbach, Rhena, Bömighausen, Neerdar, Usseln, Willingen, Schwalefeld, Bontkirchen, Diemelsee, Heringhausen, Rhenege, Adorf, Vasbeck, Canstein, Udorf, Kohlgrund, Rhoden, Dehausen, Ammenhausen, Herbsen, Külte, Wetterburg, Twistesee, Braunsen, Elleringhausen, Niederwaroldern, Höringhausen, Strothe, Korbach.

Wandern

Wetterburg liegt am Twistesee. Rund um den Hauptseeteil führt ein sieben Kilometer langer Rad-Wanderweg; auch in den Wäldern laden zahlreiche Wege zum Wandern und Joggen ein.

Weblinks



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WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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