Weserumschlagstelle

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Ungültige Thumbnail-Parameter
Luftbild Weserumschlagstelle

Die Weserumschlagstelle in Hann. Münden ist ein seit 2008 erneut genutzter Binnenhafen. Sie befindet sich nahe des Wesersteines, an dem sich Werra und Fulda zur Weser vereinen. Die Anlage wurde ursprünglich 1905 gebaut. Bereits 1936 wurden über 220 000 Tonnen Fracht im Jahr verschifft.

Geschichte

Sinn und Zweck der Weserumschlagstelle war der Warenumschlag von Schiffen auf Bahnwaggons und umgekehrt. Gebaut wurde die Anlage 1905, und sie gab zugleich der Gesellschaft den Namen, die von hier aus den Frachtbetrieb organisierte. Betreiber waren das Unternehmen Kali+Salz und die Rhenus-Waren-Transport Aktien-Gesellschaft (WTAG). Die Stadt Hann. Münden hielt einen Gesellschafteranteil von 20 Prozent. Kali war lange Zeit das Schüttgut Nummer eins.

Die Mündener Hafenbahn verlief von der Werrabrücke bis zur über 240 Meter langen Kaimauer. 1906 erhielt die Hannöversche Südbahn die Strecke, auf der bis ins Jahr 1978 Schüttgüter wie Kali, Getreide, Zement, Basaltsplit und Kies von Güterwaggons auf die Lastkähne verladen wurde. Bis ins Jahr 2005 wurden bis auf einige Ausnahmen die Gleise der Hafenbahn.

Die Stadt kaufte Mitte der 90er-Jahre die Firmenanteile und ließ die Anlage als „Weserumschlagstelle Hann. Münden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH“ aufleben. Zwei Brände 1990 und 1998 sorgten für das vorläufige Aus.


Nutzung heute

Verladung auf Binnenschiffe an der Weserumschlagstelle

2008 erwachte die Umschlagstelle zu neuem Leben. Die Firma Richter Maschinenfabrik AG aus Hessisch Lichtenau investierte rund 250 000 Euro, um ihre teils 250 Tonnen schweren Maschinenteile auf dem Wasserweg transportieren zu können. Ein Transport auf der Straße ist für einige Bauteile teils nicht möglich, weshalb in der Vergangenheit immer regelmäßiger die Weser gewählt wird. Das lockt immer wieder viele Schaulustige an die Bundesstraße 80.

Da sich auf der Kaimauer kein festinstallierter Portalkran befindet, sind Löcher in den Boden gestemmt worden, die mit Beton verfüllt worden sind. Sie halten den 800 Tonnen-Kränen stand, die zum Verladen verwendet werden.

Damit die Weser beschiffbar ist, benötigt sie eine Mindesttiefe von 1,20 Metern. Ist diese Höhe unterschritten, kann Wasser aus der Edertalsperre eingespeist werden.

Weblinks