Werner Lengemann

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Werner Lengemann (* 1924, + 2001) war ein Fotograf in Kassel.

Für ein spektakuläres Foto kletterte er auf die höchsten Schornsteine, lieferte als begeisterter Privatpilot die ersten Luftbilder von der Stadt im Wiederaufbau, war bei großen und kleinen Ereignissen stets zur Stelle.

Der mehrfach ausgezeichnete Fotoreporter, der seit 1949 zunächst für die Hessischen Nachrichten und danach bis zum Jahre 1977 für die HNA tätig war, hat als Chronist mit der Kamera über ein Vierteljahrhundert den Wiederaufbau und die Kasseler Stadtgeschichte in den Wirtschaftswunderjahren dokumentiert.

Lengemann wurde 1924 in Kassel geboren und begann nach Notabitur und Kriegsdienst eine Fotografen-Lehre. Nach der Ausbildung in Ihringshausen sowie Immenhausen und der Gesellenprüfung war er für die Kasseler Firma Photo-Binder als Fotograf tätig. In dieser Zeit entstanden seine ersten Fotoreportagen und wuchs sein Interesse am Fotojournalismus.

Im Jahre 1949 begann er als Pressefotograf bei den Hessischen Nachrichten. Als brillanter und ideenreicher Fotograf machte er sich schnell einen Namen und veröffentlichte seine Bilder auch in vielfältigen anderen Publikationen von Lehrbüchern bis zu Reiseführern. Trotz des beruflichen Einsatzes rund um die Uhr bildete er sich weiter und legte 1952 seine Meisterprüfung ab.

Lengemann arbeitete auch für den Pressedienst der Stadt Kassel. 1976 eröffnete er zusammen mit seiner Tochter Susanne Lengemann-Kampe das bis heute bestehende Fotostudio an der Wolfsschlucht 27. Auch Tochter Sabine Lengemann-Cimiotti trat in die Fußstapfen des Vaters und führt seit 1997 ein eigenes Fotostudio in Vellmar.

Werner Lengemann, fast 30 Jahre lang Fotoreporter in Kassel, erlag 2001 im 77. Lebensjahr einem plötzlichen Herztod.