Johann Werner Henschel

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Johann Werner Henschel

Der Ursprung der Firmen-Geschichte der Firma Henschel liegt im Jahr 1777, als Georg Christian Karl Henschel von Gießen nach Kassel kam. Er entstammt einer Glocken- und Stückgießerfamilie.

Sohn Johann Werner Henschel (1782 - 1850) wird Bildhauer, erlernt aber auch das Glocken- und Stückgießerei-Gewerbe seines Vaters. 1810 kehrt er aus Paris zurück und gründet zusammen mit seinem Vater eine kleine Fabrik.

In die Firma steigt sieben Jahre später Bruder Carl Anton als Teilhaber ein. Die Firma verlegte sich mehr und mehr auf den Maschinenbau, zu deren Begründern Carl Anton Henschel in Deutschland gehörte.

Künstlerisches Schaffen

Als Bildhauer schuf Johann Werner Henschel im Jahre 1822 etwa das Grabdenkmal für den Grafen Reichenbach in Kassel; 1832 wurde er Professor an der Kasseler Kunstakademie.

Zu seinen Hauptwerken gehören die Bildsäule des heiligen Bonifatius in Fulda aus dem Jahre 1842 oder Brunnengruppe Hermann und Dorothea für das Römische Bad in Potsdam aus dem Jahr 1844, die im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen entstand und heute auf dem Vorplatz des Kasseler Schlösschens Schönfeld steht.

Im frühen 19. Jahrhundert bildete sich um Kurfürstin Auguste, die ihren Sitz in Schloss Schönfeld nahm, der Schönfelder Kreis. Hier versammelte sich die damalige geistige und durchaus in Opposition zum Kurfürsten stehende Elite Kurhessens, darunter auch Johann Werner Henschel, die Brentanos, die Arnims oder die Brüder Grimm.

siehe auch

Bonifatius-Statue in Fulda