Werkel

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Werkel
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Stadt: Fritzlar
Einwohner: ca. 800
Vorwahl: 05622
Kfz-Kennzeichen: HR
Stadtverwaltung: Zwischen den Krämen 7
34560 Fritzlar
Bürgermeister: Hartmut Spogat (CDU)
Ortsvorsteher: Alfred Klinge

Werkel ist ein Stadtteil der nordhessischen Stadt Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 800 Einwohnern. In Werkel gibt es sieben Vereine.

Lage und Gemarkung

Werkel liegt an einem nach Norden zur Ems abfallenden Hang. Im Westen des Dorfes trifft die Kreisstraße von Obermöllrich auf die Kreisstraße von Obervorschütz. Diese führt dann durch den Ort weiter, um im Westen von Werkel auf die Landesstraße 3150 von Gudensberg nach Fritzlar zu treffen. In früheren Zeiten war dies die alte Landstraße von Frankfurt nach Kassel, später dann Bundesstraße 3. An gleicher Stelle trifft von Westen die Kreisstraße von Haddamar bzw. Wehren auf die Landesstraße.

Die Gemarkung Werkel hat eine Fläche von rund 685 Hektar.

Geschichte

Werkel wird erstmals im Jahr 1219 als "Werkele" urkundlich erwähnt. Bereits 1252 wird eine Kirche in Werkel erwähnt, als diese der neu gegründeten Pfarrei Fritzlar-Neustadt einverleibt wird.

1345 hat Konrad von Wichdorf das Gericht in Werkel inne. Im Jahr 1369 wird in Werkel ein Pfarrer erwähnt.

Ab 1403 gehört Werkel zum landgräflichen Amt Gudensberg. Um 1410 wird Werkel als selbständige Pfarrei erwähnt. Im Krieg zwischen dem hessischen Landgraf Ludwig I. und dem Erzbistum Mainz wird Werkel 1427 durch Mainzer Truppen geplündert.

Im Jahr 1530 hat der Landgraf das Patronat über die Kirche inne. Ab 1575 wird die Pfarrei Werkel von Wehren aus versorgt. Werkel gehört 1575 und 1585 zum landgräflichen Amt Gudensberg und hat 47 Hausgesesse. Das niedere und peinliche Gericht übt der Landgraf aus.

Im Jahr 1639 gibt es in Werkel 30 Hausgesesse.

1744 leben in Werkel 344 Einwohner in 43 Häusern. 1780 und später ist Werkel ein Filial der Pfarrei Wehren. Im Jahr 1792 kommt es in Werkel zu einer Feuersbrunst.

Im Königreich Westphalen bilden die Franzosen von 1807 bis 1813 das Kanton und Friedensgericht Fritzlar, das zum Distrikt Cassel zählt. Hierzu gehört auch Werkel. Nach der Wiedererrichtung des Kurfürstentums werden 1814 die bisherigen Ämter neu eingerichtet und Werkel erneut dem Amt Gudensberg zugeordnet. 1821 wird im Rahmen der Kurhessischen Verwaltungsreform in Gudensberg ein Justizamt eingerichtet, zu dem auch Werkel gehört. Außerdem ist das Dorf seitdem Teil des neuen Kreises Fritzlar. 1834 hat das Dorf 524 Einwohner. Ab 1867 gehört Werkel zum Amtsgericht Gudensberg. Im Jahr 1885 leben in Werkel 500 Menschen.

1932 wird aus den Kreisen Fritzlar und Homberg, der Kreis Fritzlar-Homberg, zu dem nun auch Werkel gehört. Im Jahr 1939 gibt es in Werkel 518 Eiwohner.

Im Zweiten Weltkrieg wird Werkel am Ostersamstag 1945 von den angreifenden amerikanischen Truppen zu 70 % zerstört.

1961 hat Werkel 605 Einwohner.

Am 31. Dezember 1971 hat die Gemeinde Werkel ihre Selbständigkeit aufgegeben und das Dorf ist seitdem ein Stadtteil der Stadt Fritzlar. Am 1. Januar 1974 kommt Werkel, zusammen mit der Stadt Fritzlar, zum neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis.

Radwege

Wussten Sie schon, dass ... ?

  • ... es im Fritzlarer Stadtteil Werkel einen alten Volksbrauch gab, indem sich abends die jungen Burschen im Dorf bei einer anstehenden Verlobung versammelten und dieses freudige Ereignis mit Peitschenknallen begrüßten? In den Dorfstraßen war dann ein helles Knallen und Klatschen der Peitschen zu hören und die Dorfbewohner wussten nun, dass wieder ein junges Paar den Schritt in die Ehe wagt.
    Klaus Leise, Geschichtsverein Fritzlar

Weblinks


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