Wenigenhasungen

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Ortseingangsschild von Wenigenhasungen

Wenigenhasungen ist ein Stadtteil von Wolfhagen mit etwa 550 Einwohnern.

Geografie

Der Ort im Erpetal liegt unterhalb des Hasunger Berges mit dem ehemaligen Kloster.

Geschichte

Der landwirtschaftlich geprägte Ort wurde im 1252 erstmals in einer Urkunde des Klosters Hasungen erwähnt. Jedoch tauchte der Name latinisiert als Villa Hasungun minoris auf. Wenig später gibt es einen „Pleban“, der die Gemeinde geistlich betreut. Es muss also schon eine Kirche exisitiert haben, was die Stilmerkmale des heutigen Turmes, nämlich Gotik, bestätigen.

Als "Klosterdorf" war der Ort für die Versorgung des nach der Reformation aufgelösten Klosters zuständig. Dort, wo bis zu seinem Tod im Jahr 1019 der Heilige Heimerad wirkte und auch begraben wurde, stiftete 1074 der Mainzer Erzbischof Siegfried I. ein Kanoniker- und Chorherrenstift, das vermutlich sechs Jahre später in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. So ist anzunehmen, dass sich zu dieser Zeit bereits in Wenigenhasungen ein Meierhof befunden hat, der den Mönchen nicht nur Molkereiprodukte lieferte, sondern auch Fische aus den Teichen in den Erpeauen, Mehl aus der Teichmühle, Fleisch aus betriebener Hute-Viehmast sowie Rebensaft aus eigenem Weinanbau.

Bis 1896 diente ein altes Fachwerkhaus als Schule, dann baute man eine neue, die heute das Dorfgemeinschaftshaus ist. Denn der Gemeinderat hatte erreicht, dass 1965 die Mittelpunktschule mit Turnhalle und Sportplatz auf der anderen Seite der Erpe für Schüler aus sieben umliegenden Gemeinden gebaut wurde. Gleichzeitig erschloss man dort das Neubaugebiet „Auf dem Kalke“, wo heute rund 200 Menschen wohnen. Das Durchschnittsalter im Ort beträgt 38,5 Jahre.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde der Ort 1971 Teil der Stadt Wolfhagen.

Kirche

Der Kirchturm ist wohl das älteste Baudenkmal des Dorfes, wobei das Kirchenschiff um 1782 neu in Sandstein errichtet wurde. Nach der Reformation soll das gesamte Klostergut in vier Höfe geteilt worden sein, die dem Landgrafen Steuern zahlen mussten.

Die Kirche im Ort mit mittelalterlichen Turm wurde 1748 im barocken Stil erneuert.

An einen frühgotischen Turm wurde das Kirchenschiff angebaut. Das Innere der Kirche wurde 1971 neu gestaltet.

Wirtschaft

Versorgt werden die Einwohner von einer Bäckerei, einer Metzgerei und einer Imkerei. Vorhanden sind zudem die Gaststätte Keglerstube, zwei Frisörsalons, zwei Baugeschäfte, ein Dentallabor, ein Futtermittelhandel und mehrere Handwerksbetriebe.

Wenigenhasungen ist noch bis 2016 im Hessischen Dorferneuerungsprogramm.

Parteien

Schule

Im Ort liegt die Erpetal-Grundschule.

siehe auch

Tradition

Das alljährlich stattfindende Schützenfest und die Schützenbruderschaft, die auf eine mittelalterliche Schutzgemeinschaft zurückgeht.

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Wenigenhasungen
  • Sportverein TSV Wenigenhasungen
  • Schützenbruderschaft Wenigenhasungen 1724 e.V.
  • Verein zur Förderung der Dorfentwicklung und Erneuerung im Stadtteil Wenigenhasungen e.V.
  • Frauenchor „Das Chörchen“
  • Freiwillige Feuerwehr

Weblinks und Quellen


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