Wellerode

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Die Kirche in Wellerode

Wellerode ist ein Ortsteil der Gemeinde Söhrewald im Landkreis Kassel in Nordhessen.

Geschichte

Bereits im Jahre 2001 konnte Wellerode sein 650-jähriges Jubiläum feiern.

Lange Zeit litt die Entwicklung der Söhre­dörfer unter ihrer Welt­abgeschiedenheit. Die schlechten Verkehrs­verhältnisse beließen sie auf der Stufe von Kleinsiedler­dörfern. Die karge Land­wirtschaft und der Wald blieben über Jahrhunderte die Lebensgrundlage ihrer Bewohner.

Der große Umbruch wurde erst mit dem Bau der Söhrebahn in den Jahren 1911/12 eingeleitet. Mit ihrer Inbe­triebnahme konnten die Ar­beitsplätze in Kassel schneller und bequemer er­reicht werden.

Die Anfänge der Söhrebahn reichen bis kurz nach der Jahrhundertwende. Damals hatte sich der Kasseler Kreistag für eine Kleinbahnverbindung von Bettenhausen nach Wellerode stark gemacht, um die südöstlich des Zentrums liegenden Ortschaften an die Kreisstadt anzubinden und - nicht zuletzt -, um den Abbau der dort liegenden Braunkohle zu fördern.

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Letzte Fahrt der Söhrebahn: Große Verabschiedung am 30. September 1966 am Bahnhof Bettenhausen mit viel Prominenz und dem Musikzug Wellerode

So wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, die Finanzierung (Grundkapital 450000 Mark) erfolgte durch weitgehende Beteiligung der interessierten Gemeinden und einiger Einzelpersonen. Wenig später begann dann der Bau der 10,5 Kilometer langen eingleisigen Strecke. Am 22. August schließlich erfolgte die offizielle Inbetriebnahme.

Unter dem Jubel der zahlreichen Schaulustigen setzte sich die Henschel-Lokomotive von Bettenhausen aus über die Stationen Eisenhammer, Ochshausen-Crumbach, Vollmarshausen und Wellerode in Bewegung. Endstation war Wellerode-Wald, wo an diesem Tag auch der feierliche Festakt stattfand.

Die "Kleinbahn Kassel" von Bettenhausen nach Wellerode beförderte in den folgenden insgesamt 54 Jahren immerhin rund 50 Millionen Fahrgäste, bevor die Söhrebahn GmbH 1966 den Personenverkehr auf der Schiene einstellte und auf die Straße wechselte.

Kirche

Die evangelische Kirchengemeinde Wellerode gehörte urspünglich als Filialgemeinde zu Vollmarshausen, davor zu Crumbach, bevor im Jahre 1957 eine eigene Pfarrstelle eingerichtet wurde.

Die heutige Kirche wurde im Jahre 1902 auf den Grundmauern einer kleinen Kapelle errichtet. Neben dem Pfarrhaus verfügt die Kirchengemeinde seit 1957 über ein Gemeindehaus (zuvor der ehemalige Schulsaal).

siehe auch

Historisches Sportfoto: Fußballer aus Wellerode

Vereine

Sport

  • Blau-Weiß Wellerode
  • TC Söhrewald/Wellerode
  • TSG 1896 Wellerode

Weitere Vereine

  • AWO Söhrewald
  • Blasorchester Wellerode
  • Freiwillige Feuerwehr Wellerode

Wandern

Über die Höhen der Söhre

Wandertipp

Ein Wandervorschlag vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein

Wir starten am Bahnhof Guntershausen. Zuerst wenden wir uns in Richtung Ort und unterqueren die Bahnlinie. Sofort hinter der Unterführung halten wir uns rechts und kommen bald an den Ortsrand zur Binsdorfer Straße - Wegzeichen senkrechtes Rechteck - (diesem Wegzeichen folgen wir bis zum Höhenpunkt 374 südlich des Warpel in der Söhre).

Die Binsdorfer Straße wandern wir bergab und wenden uns am Streckweg nach rechts in Richtung Sportplatz (Rettungspunkt KS-591) zur Fuldabrücke. Direkt hinter der Brücke biegen wir scharf links ab und steigen langsam am Hang hinauf, bis wir an einem Sendemast freies Feld erreichen.

Vor uns sehen wir Dörnhagen, wohin wir auf festem Weg über die Brücke der A7 gelangen. Der L 3124 folgen wir in Richtung Kirche (bleibt rechts) und überschreiten an der Signalanlage die Straße.

Unser Wegzeichen sehen wir in der Warpelstraße, und bald erreichen wir den Spielplatz am Ortsrand. Hier biegen wir in Richtung Wald links ab und kommen, vorbei an einem Naturdenkmal mit Teich, zum Waldrand. In Richtung Christteich geht es weiter bergauf, bis wir an einer Abzweigung (Höhenpunkt 374) links vor uns eine Hütte sehen. Hier Rettungspunkt KS-445 und für uns Ende des Wegzeichens „senkrechtes Rechteck“, das zum Christteich weiterführt.

Dieses Hinweisschild auf den Grimmsteig steht bei Wattenbach.

Jetzt biegen wir links ab (Wegzeichen Rundweg 9), schwenken bald auf die Warpelstraße nach rechts (Wegzeichen Rundweg 7) und folgen diesem Wegzeichen bis zur Warpelhütte. Ab der Hütte richten wir uns nach dem Wegzeichen M, das uns zuerst durch Wald und später über freies Gelände zur Kirche von Wellerode führt (Ziel 1). Bis hierher: 11 km Weglänge.

Wer noch weiterwandern möchte, wandert ab der Kirche entlang des Fahrenbachs in Richtung Sportplatz und biegt links ab zum Parkplatz Fahrenbachstraße. Ab hier dem Rundweg 18 folgen, der oberhalb von Wellerode am Waldrand zum Parkplatz Heupel (Rettungspunkt KS-422) bei Vollmarshausen führt (Ziel 2). Ab Vollmarshausen ist ebenfalls die Rückfahrt nach Kassel möglich. Die Wanderstrecke verlängert sich um ca. 4.5 km.

Hessisch-Waldeckischer Gebirgsverein Kassel: Wilhelmsstr. 19, Telefon 05 61-5 29 70 60. Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Mittwoch 10 bis 13 Uhr, Freitag 13-17 Uhr.

Weitere Wanderwege

Weblinks