Wave

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Die Installation "Wave" (Welle) von Massimo Bartolini auf der Karlswiese ist ein Kunstwerk, das 2012 in der documenta 13 gezeigt wurde. Wave soll zum Verweilen und Meditieren einladen.

Interpretation

Im Prinzip sind die Wellen-Kunstwerke von Massimo Bartolini - zum ersten Mal im Jahr 2000 im Garten der Villa Medici in Rom gezeigt - von nur minimaler Ästhetik aber einer ungeheuren meditativen Wirkung. Alles fließt und kehrt doch wieder zurück - der Kreislauf des Lebens wird hier auf sehr sensible Art und Weise interpretiert.

Aufbau und Funktionsweise

Das Kunstwerk besteht zunächst aus einem rechteckigen, in den Boden der Karlswiese eingelassenen Becken für den sogenannten Teich. Auf dem Grund des Beckens verlaufen zwei Schienen parallel über die gesamte Länge des Kunstwerks. Auf diesen Schienen wiederum ist eine Metallplatte befestigt, so breit wie das Becken und zirka einen Meter lang.

Diese Metallplatte kann in präzise einstellbaren Höhen motorgetrieben hoch und runter bewegt werden und diese Bewegung ist es, die die Welle erzeugt. Man könnte also, wenn man wollte, auch einen richtigen "Sturm" im Teich erzeugen. Doch dies würde dem meditativen Charakter des Werks entgegenlaufen.

Damit die Welle immer wieder bis knapp zum Rand und wieder zurück gleitet, sind ein automatischer Zu- und Abfluss installiert, der nach schweren Regenfällen regelt, dass das Zuviel an Wasser aus dem Teich gepumpt wird. Bei anhaltend schönem Wetter mit maximaler Sonnenbestrahlung wird dem Teich Wasser zugeführt, um die Verdunstung auszugleichen.

Technische Probleme

In den ersten drei Wochen der documenta funktionierte das Kunstwerk perfekt. Dann mussten Bartolini und ein Techniker wieder anreisen, weil es technische Probleme gab und diese beheben. Nach einem erneuten Ausfall der Welle wurden zwei neue Ventile eingebaut. Dadurch schaukelte die Welle zirka 30 Minuten hin und her. Dann folgte eine Pause von knapp zehn Minuten, in der aber die Welle weiterhin sichtbar war. Danach setzte der Motor die Metallplatte und damit auch die Welle wieder in die ursprüngliche Bewegungsform.

siehe auch

Weblinks und Quellen