Wattberg

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Blick über den Sauberg nach Friedrichsdorf und auf den Wattberg

Das Talbecken der Esse wird im Bereich der Stadt Hofgeismar vom Kelzer Berg im Westen begrenzt, ebenso von einem Höhenzug, der das Essetal vom Warmetal abgrenzt mit der Hochfläche des Meßhagens und - weiter nördlich davon - den Erhebungen des Rosenbergs und des Wattbergs (351 m hoch) in der Nähe von Friedrichsdorf.

In früheren Jahren war der Wattberg ein beliebtes Ausflugsziel und es gab hier auch das ehemalige Ausflugslokal "Haus Wattberg".

Geschichte

Einst lag hier der Ort Wat(t)berg, später eine Wüstung in der Gemarkung von Hofgeismar.

Bei Lange [1] findet sich dazu der Hinweis: "--- Etwa um 1200 befand sich hier eine Gutshof des Klosters Hardehausen. Die 30 Hufen des Hofes Wat(t)berg und der 4 Hufen große Widdehagen wurden 1574 nach langer Pfandschaft an die Stadt Hofgeismar verkauft. ..." Nach seiner Ansicht könnte der Name aus dem ausgehenden Mittelalter herrühren; hier könnte ein Wartturm mit gutem Ausblick auf das Land den Zweck der Landwehr unterstützt haben.

Etwa zwei Jahrhunderte später entstand in diesem Bereich das landwirtschaftlich geprägte Friedrichsdorf für Nachfahren hugenottischer Glaubensflüchtlinge aus Frankreich im Jahre 1775 unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel. Erste Siedler waren Nachkommen aus den Hugenotten-Siedlungen Kelze, Schöneberg und Gewissenruh, die dort keinen ausreichenden Platz mehr fanden.

Die kleine Siedlung am Wattberg entstand auf etwa 100 ha in der "Feldmark" der Stadt Hofgeismar. Im Gründungsjahr 1775 siedelten zunächst zehn Kolonisten. Besonders Weide- und Wassermangel waren in den Anfangsjahren für eine nur zögerliche Entwicklung der Kolonie verantwortlich, die erst 1843 ein selbständiges Dorf wurde.

Wieder etliche Jahrzehnte später entstand am Wattberg das beliebte Ausflugsziel "Haus Wattberg", das heute als gastronomischer Betrieb nicht mehr existiert.

Literatur

  • Klaus-Peter Lange, Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009

Sagen

Die Sage zur Entstehung des Wattbergs sowie die Sage zum Mönchsteich und Nonnenbrunnen am Wattberg findet sich bei Heinrich Rohde, Weserwellen und Diemelgrand - Geschichten und Sagen aus dem Gebiete der oberen Weser, der Diemel und der Esse, 5. Auflage aus Anlaß seines 50. Todestages, herausgegeben und mit Anmerkungen versehen von Micha Röhring, Hofgeismar 1995, S. 24 f.

siehe auch

Freizeitanlage Friedrichsdorf

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Klaus-Peter Lange, Die Straßennamen der Stadt Hofgeismar, Hofgeismar 2009, S. 58

Weblinks