Wassermühlen

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Forstmühle in Niedervorschütz

Landkreis Kassel

  • Vier Mühlen prägten einst das Osterbachtal im Bereich der heutigen Gemeinde Fuldatal, wobei die Mittel- und Obermühle schon im Jahre 1483 erwähnt wurden. In der Unter- und in der Spiegelmühle wurden im 16. und 17. Jahrhundert Eisen bzw. Glas hergestellt, bevor sie als Mahlmühlen genutzt wurden.
  • Zwei Wassermühlen befanden sich in Wülmersen, im Holzapetal und im Diemelbogen, wo an der Zufahrt zum Hofgut zwischen 1921 und 1924 ein Wasserkraftwerk erbaut wurde und seit 1987 das hier entstandene Technikmuseum Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Elektrizitätsversorgung gibt.

siehe dazu:

Stadt Kassel

  • Zwischen dem ehemalig selbstständigen Dorf Bettenhausen und der Stadt Kassel lag an dem Mühlkanal der Losse, der "Neuen Losse", ein Industriewerk, das den Namen Agathof trug. Nach der Zerstörung des Agathofes durch die Franzosen im siebenjährigen Krieg wurde er in den Jahren 1763 - 1765 durch den Landesfürsten wieder instand gesetzt. Es fogte eine Nutzung als Mahlmühle (1765-1768) und Branntweinbrennerei (1768-1774). Im September 1774 wurde der Betrieb der Mühle eingestellt und der Schweizer Kaufmann Benedikt Nieggeler erhielt das Privileg zur Anlage einer Kattun-, Leinen- und Zitzfabrik.

Schwalm-Eder-Kreis

Von den zu Beginn des 1. Weltkrieges bestehenden 257 Wassermühlen im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises waren Ende des Jahres 2006 nur noch vier gewerbliche Mahlmühlen übrigen geblieben.

Roland Siebert, Dorheim

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... viele Müller der Mühlenhöfe an den Bächen unserer Heimat den Beruf Mühlenarzt erlernt hatten? Diese alte Bezeichnung ging bei uns seit dem 19. Jahrhundert allmählich in die des Mühlenbau(meist)ers über. Im Odenwald gibt es den Mühlenarzt noch heute.
  • ... es im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises noch bis vor etwa 100 Jahren mindesten acht Papiermühlen an den Bächen und Flüssen gab, die eine Art Büttenpapier aus Lumpen herstellten?
  • ... es bis ins 20. Jahrhundert hinein im Bereich des heutigen Schwalm-Eder-Kreises sieben industriell betriebene Wasserkraftanlagen gab für die Herstellung von Farben, Segeltuch, Eisen, Käse, Korken und Wollgarn?

Roland Siebert, Dorheim

Waldeck-Frankenberg

  • Mit dem Wasser der Orpe, einem etwa 19 km langen Zufluss der Diemel im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis und im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg, wurden schon im Mittelalter zahlreiche Eisenhämmer und Wassermühlen betrieben.

siehe dazu:

Werra-Meißner

In Reichensachsen, heute ein Ortsteil von Wehretal, gab es ursprünglich drei Mühlen (die Ober-, die Mittel- und die Riedmühle), von denen die Mittelmühle noch betrieben wird.

Weiterführende Literatur