Wasserkunst Landau

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Landauer Wasserkunst
Arbeitsprinzip der Wasserkunst
Gebäude der Wasserkunst

Die Festungsstadt Landau wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Sie lag stretegisch günstig auf einer Bergkuppe, das Wasser musste aber zunächst von den Bewohnern in das Städtchen hinauf getragen werden, da die Wasserzisternen oft nicht ausreichten.

Bauwerk und Geschichte

Lange Zeit waren die Bewohner der Bergstadt Landau gezwungen, das Wasser aus der "Guotte" am Fuße des Berges mit Joch- und Wassereimer hinaufzutragen, sowohl in heißen Sommern oder im Winter auf vereisten Wegen bei zugefrorenen Bachläufen und Teichen.

Bei zunehmender Bevölkerung schloss die Gemeindevertretung am "Montag nach Weihnachten im Jahre des Herrn 1534" einen Vertrag mit dem Schmied Bartholomäus Pfeiffer, in dem sich dieser verpflichtete, eine Anlage zu schaffen, "die beständig und dauerhaft Wasser in Rohren bis an den Kump auf dem Markt bringen sollte".

Im Spätherbst des Jahres 1535 stand dann eine Anlage zur Verfügung, "die beständig und dauerhaft Wasser in Rohren bis an den Kump auf dem Markt" brachte. Der Mühlengraben entlang der Strasse nach Volkhardinghausen ist etwa 300 m lang und verfügt nur über eine geringes Gefälle. Über den Graben wurde das Wasser der Watter der Wasserkunst als Antriebswasser zugeleitet.

Über ein Mühlrad wurden dann die Pumpen, die Quellwasser vom Kresspfuhl durch Holzrohre (sog. Pfeiffen) in den Kump auf dem Marktplatz und andere Kümpe in Landau beförderten, angetrieben.

Den "Kump" (Brunnen) auf dem Marktplatz speist bis heute die inzwischen restaurierte Trinkwasserförderanlage, die "Landauer Wasserkunst", die von 1535 bis 1981 die Bergstadt auf den 65 Meter hohen Landauer Berg mit Quellwasser versorgte.

Der heutige Kump auf dem Marktplatz in Landau ist allerdings eine Nachbildung des Vorgängers aus 1555. Der neue Brunnen entstand im Zuge der Dorferneuerung 1984. Weitere Landauer Kümpe sind heute nicht mehr erhalten.

Literatur

  • Werner Reiter, Die Wasserkunst von 1535 in Landau/ Waldeck, 2. erweiterte Auflage 1995
  • Informationen auf www.wasserkunst-landau.de

siehe auch

Weblinks