Wartburg

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Wartburg

Die Wartburg in Thüringen - nahe der Landesgrenze zu Hessen - gehört zum Weltkulturerbe. Die Burg aus dem 11. Jahrhundert liegt oberhalb der Stadt Eisenach am nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes auf 411 m Höhe.

Die Burg ist nicht allein wegen der Wartburgfeste im 19. Jahrhundert bekannt. Auf der Burg hatten auch die heilige Elisabeth (in den Jahren 1211 bis 1227) und Martin Luther zeitweise ihren Wohnsitz.

Geschichte

Elisabeth-Kemenate
Lutherstube

Die Wartburg liegt oberhalb der Stadt Eisenach und gehört heute zum Unesco-Weltkulturerbe. Nach der Überlieferung soll die Burg von Graf Ludwig dem Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger im Jahre 1067 begründet worden sein. Im Jahre 1080 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, die während der Herrschaft von Landgraf Hermann I. ihre Blütezeit erlebte.

Als zukünftige Braut des Thüringer Landgrafen Ludwig IV. kam im Jahre 1211 Elisabeth, die vierjährige ungarische Königstochter, auf die Wartburg, die später im Jahre 1226 ein Hospital unterhalb der Wartburg begründete. Nach dem Tod von Heinrich Raspe, dem Bruder Ludwigs IV., im Jahre 1247 erlosch das Geschlecht der Ludowinger in männlicher Linie.

Ein Ergebnis der Thüringer Erbfolgekriege war die Abspaltung Hessens von Thüringen. Die Wartburg und die Stadt Eisenach gingen an das Haus Wettin.

Zahlreiche Spuren in Eisenach erinnern an den Reformator Martin Luther, der im Jahre 1521 auf der Hin- und Rückreise vom Wormser Reichstag in der Georgenkirche predigte. Er verbrachte später zehn Monate als "Junker Jörg" auf der Wartburg und übersetzte hier das Neue Testament aus einer griechischen Fassung in die deutsche Sprache.

Berühmt ist die Wartburg auch durch die Wartburgfeste von Studenten und Professoren ab dem frühen 19. Jahrhundert, wobei die ersten beiden Wartburgfeste von 1817 und 1848 von besonderer historischer Bedeutung sind.

Die Teilnehmer des Wartburgfests im Jahre 1817 demonstrierten gegen die reaktionären Kräfte in den wieder entstandenen deutschen Kleinstaaten und sprachen sich für einen Nationalstaat und eine freiheitliche Verfassung aus. Doch die Hoffnung auf eine deutsche Reichseinheit nach den Befreiungskriegen gegen Napoléon erwies sich als Illusion. Nach dem Wiener Kongress wurden nach und nach die alten Herrschafts- und Machtstrukturen wieder hergestellt.

Ein zentrales Thema des zweiten Wartburgfests an Pfingsten 1848 war die studentische Forderung an die Frankfurter Nationalversammlung, die Universitäten in Nationaleigentum, unter gesamtstaatlicher Finanzierungsverantwortung und in akademischer Selbstverwaltung, zu überführen.

Radwandern und Wandern

Radwandern

Wandern

Wandern an der Wartburg:

Unser Wandervorschlag kommt von der Ortsgruppe Kassel der Naturfreunde:

Wir beginnen unsere Wanderung beim Hauptbahnhof von Eisenach und verlassen ihn über den Hauptausgang. Wir überqueren die Bahnhofstraße und den gegenüberliegenden Parkplatz, wenden uns nach links in die Waldhausstraße.

Hier finden wir die Markierung EH und einen grünen Punkt. Der leicht ansteigende Weg führt durch den Stadtpark zum Burschenschaftsdenkmal.

Wandertipp

Links am Denkmal vorbei geht es auf dem Kamm der Göpelskuppe nach Süden. Bei der Mosbachlinde schwenkt der Weg nach Südwesten, er steigt nun stetig an und folgt dabei der alten „Weinstraße“.

Wir passieren den Großen Drachenstein (462 Meter), von dessen Südosthang ein wunderbarer Blick auf den südöstlichen Thüringer Wald möglich ist.

Hier ist auch der höchste Punkt der Wandertour im Süden von Eisenach erreicht.

Weiter geht es über den Kleinen Drachenstein zur Hohen Sonne.

Wir queren die Bundesstraße 19, orientieren uns nun am bekannten Rennsteig R, dem wir bis zur „Wilden Sau“ auf den nächsten 3,5 Kilometern nach Westen folgen.

Beim Erreichen der Wilden Sau wechseln wir auf die Markierung X 5 beziehungsweise E 2 (nur mangelhaft vorhanden). Wir folgen dem Weg ohne größeren Höhenunterschied in nördlicher Richtung bis zur Sängerwiese. Hier treffen wir auf eine weitere Markierung X 9 - Wartburgpfad. Gemeinsam führen diese Wegezeichen direkt zur Wartburg. Kurz vor dem Erreichen der Burg öffnet sich der Wald, und es ergibt sich eine wunderbare Aussicht nach Osten.

Wir müssen nochmals etwas aufsteigen, gehen dabei unter der ehemaligen Zugbrücke hindurch und kommen abwärts wandernd zur Eselstation.

Nun ohne Markierung setzen wir den Weg weiter geradeaus fort, dabei geht er in den Schlossberg über. Auf diesem kommen wir in die Stadtmitte von Eisenach. Über die Alexanderstraße, vorbei an der Nicolaikirche, geht es zum Bahnhof, an dem wir die Tour beenden.

Naturfreunde, Ortsgruppe Kassel: Peter Habermann, Telefon 05 61-82 19 18, Fax: 05 61-51 33 70.

siehe auch

Ansicht der Wartburg

Weblinks