Waltersbrück

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Waltersbrück ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Neuental mit ca. 462 Einwohner.

Lage und Gemarkung

Waltersbrück liegt im Süden der Borkener Tiefebene am östlichen Schwalmufer an den Ausläufern des Kellerwaldes und des Knüllgebirges. Die Gemarkung hat eine Größe von etwa 580 Hektar.

Geschichte

Waltersbrück wird erstmals im Jahr 1230 als "Waltersbrugga" urkundlich erwähnt.

Der Ort ist Sitz eines Gerichts. Das Gericht wird im Jahr 1359 unter den Herren von Gilsa, die die Dörfer Gilsa und Zimmersrode zu alleinigem Besitz erhalten und den Herren von Löwenstein-Schweinsberg, die Ahausen, Bischhausen, Dorheim, Gerzhausen, Glimmerode und Schlierbach erhalten, aufgeteilt.

Ab 1445 werden die Herren von Gilsa vom Stift Fritzlar mit dem Zehnten zu Waltersbrück belehnt.

1558 wird Hermann von Löwenstein-Schweinsberg durch Landgraf Heinrich II. mit dem gesamten Gericht Waltersbrück belehnt. Ab 1569 stellt sich Waltersbrück unter den Schutz des Landgrafen. 1575, 1585 und danach gehört der Ort zum Amt Borken und hat 45 Hausgesesse.

Im Dreißigjährigen Krieg wird Waltersbrück im Jahr 1635 durch bayerische Truppen zerstört.

Mit dem Aussterben der von Löwenstein werden deren Besitzungen in Waltersbrück an die von Hoff verkauft, die 1657 mit dem Gericht in Waltersbrück belehnt werden.

1724 leben in Waltersbrück 82 Personen, 1742 hat der Ort 47 Häuser. 1745 belehnt Landgraf Friedrich I. seinen Bruder Prinz Georg Karl mit dem Gericht Waltersbrück. Georg Karl stirbt 1755 und das Gericht fällt zurück an den Landgraf.

1778 leben in Waltersbrück 252 Menschen. Ab 1791 gehört Waltersbrück zum Amt Jesberg, unter den Franzosen wird Waltersbrück dann 1807 dem Kanton und Friedensgericht Borken zugeordnet. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums gehört der Ort wieder zum Amt Jesberg und nach der kurhessischen Verwaltungsreform im Jahr 1821 kommt das Dorf zum Kreis Fritzlar und Justizamt Jesberg, ab 1867 dann zum Amtsgericht Jesberg. 1885 hat Waltersbrück 402 Einwohner.

Im Jahr 1932 wird der Kreis Homberg mit dem Kreis Fritzlar zusammengelegt. Die Gemeinde Waltersbrück gehörte sodann zum neuen Kreis Fritzlar-Homberg. 1939 leben in Waltersbrück 379 Einwohner, 1950 sind es 606 und 1961 hat der Ort 497 Einwohner.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Waltersbrück ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Neuental, die dann ab dem 1. Januar 1974 zum neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis gehört.

Kirche

Die ursprüngliche Kirche in Waltersbrück wurde im Jahr 1425 erstmals erwähnt und im 30-jährigen Krieg zerstört. Nur das unterste Stockwerk des gotischen Kapellenturms blieb erhalten. Der Wiederaufbau erfolgte erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Sport

siehe auch

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Neuental
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