Walkemühle in Frankenberg

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Produziert seit 2010 Strom: Das Mühlenrad der Walkemühle in Frankenberg.
Die Walkemühle in Frankenberg ist eine restaurierte Walkmühle. Sie liegt an der Ederstraße unweit des Walkegrabens.

Bauwerk

Das historische Mühlenrad produziert seit 2010 über einen Generator Strom, der ins Netz eingespeist wird. Bis zu zehn Kilowatt pro Stunde kann der Generator leisten, meistens sind es aber fünf Kilowatt. Das Rauschen des Wasserrades ist im Gebäude zu hören. Es überdeckt den Verkehrslärm der angrenzenden Ederstraße. Das Anwesen ist in Form eines "U" angelegt.[1]

Geschichte

Der Frankenberger Chronist Wigand Gerstenberg erzählte, dass die Frankenberger Walkemühle im Jahr 1421 entstand: Die „walckemole wart du gebuwet in die Asschrouffe“. Gut fünfhundert Jahre lang diente ihr Wasserrad dem Walken, also der Verarbeitung, Verdichtung und Veredelung von Geweben bei der Herstellung von Walkstoffen. Die „Walke“ ist eine seit dem Hochmittelalter eingesetzte Technologie. Hierbei wird das Wollgewebe in Bottichen durch Holzhämmer gewalkt, die über eine Welle und eine Schwinge vom Wasserrad angetrieben werden. Der Stoff wird gestaucht, verdichtet und geklopft, bis er verfilzt und so wärmende sowie regen- und windabweisende Eigenschaften erhält.[2]

Der mittlerweile verstorbene Frankenberger Unternehmer Gerhard Freitag ließ die historische Walkemühle von 2007 bis 2010 aufwendig renovieren und zu einem Restaurant umbauen. Im September 2014 übernahm das Frankenberger Hotel Die Sonne das frisch renovierte Anwesen.[3] Heute enthält es eine Erlebnisgastronomie mit Restaurant, Biergarten, Café und Spielplatz.[4]

siehe auch

Quellen und Links

  1. Aus HNA.de vom 7. Juni 2014: Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag: Auch Mühlen in der Region geöffnet
  2. Aus HNA.de vom 7. Juni 2014: Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag: Auch Mühlen in der Region geöffnet
  3. Aus HNA.de vom 7. Juni 2014: Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag: Auch Mühlen in der Region geöffnet
  4. Homepage der Walkemühle