Waldeck-Wildungen

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Wappen am "Wildunger Flügel" auf Burg Waldeck

Nach dem Tod von Graf Wolrad I. von Waldeck im Jahre 1475 teilten dessen Söhne die Grafschaft Waldeck auf.

Philipp I. bekam die südliche Hälfte Waldeck-Wildungen, sein Bruder Philipp II. den nördlichen Teil Waldeck-Eisenberg.

Erst im Jahre 1692 wurden die Teilgrafschaften wieder vereint.

Geschichte

Waldeck-Wildungen (ältere Linie)

Auf Philipp I. folgten sein Sohn Heinrich sowie dessen Sohn Philipp, der spätere Graf Philipp IV.; nach seinem Tod auf Burg Waldeck wurde Philipp IV. am 4. Dezember 1574 in der Nikolauskapelle der Kirche des Klosters Marienthal in Netze beigesetzt.

Burg Waldeck - Turm am Wildunger Flügel

Sein Nachfolger wurde zunächst Sohn Daniel als regierender Graf von Waldeck-Wildungen, darauf Philipps weiterer Sohn Heinrich. Philipps Sohn Samuel erhielt nach seiner Vermählung im Jahre 1554 das Amt Wildungen und nahm seinen Sitz zu Altenwildungen.

Nachdem die beiden Brüder seines Vaters (Graf Samuel) - die Grafen Daniel und Heinrich - beide im Jahre 1577 verstorben waren, wurde Graf Günther im Jahre 1577 regierender Graf von Waldeck in Wildungen.

Auf ihn folgte sein Sohn Wilhelm Ernst - Graf zu Waldeck in Wildungen. Bereits während des Studiums an der Universität Tübingen verstarb Wilhelm Ernst schon am 16. September 1598 und mit ihm der einzige Nachkomme der alten Wildunger Linie.

Waldeck-Wildungen (neuere Linie)

Nachfolger als Graf von Waldeck in Wildungen war Graf Christan (1585 – 1637), ein Sohn von Josias I.. Er war verheiratet mit Elisabeth Gräfin von Nassau-Siegen (1584 - 1661). Zu ihren Kindern gehörten Philipp VI. von Waldeck-Wildungen (1613 - 1645) und Johann II. von Waldeck-Landau (1623 - 1668), der ohne männliche Nachkommen verstarb.

Unter dem Sohn von Graf Philipp IV., dem Grafen Christian Ludwig wurden dann im Jahre 1692 die Teilgrafschaften wieder vereint. Nach dem Tod seines Vetters, Graf Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg im Jahre 1692 erbte Graf Christan Ludwig aufgrund eines Erbvertrags auch dessen Teilgrafschaft und konnte dadurch die Grafschaft Waldeck wieder in einer Hand vereinen.

Christian Ludwig, der älteste Sohn des Grafen Philipp VII. von Waldeck-Wildungen (1613-1645) und dessen Frau Anna Katharina von Sayn-Wittgenstein (1610-1690), ist der Stammvater der heutigen Fürsten und Grafen von Waldeck.

Unter seiner Regie entstand von 1660 bis 1662 - nach den Plänen des Mengeringhäuser Baumeisters Emanuel Brand - Schloss Christiansburg.

Nach Fertigstellung der Anlage verlegte Christian Ludwig auch seine Residenz im Jahre 1662 nach Kleinern, später dann im Jahre 1695 nach Bad Arolsen.

Sein Sohn Friedrich Anton Ulrich ließ anstelle des ehemaligen Arolser Renaissanceschlosses ab dem Jahre 1710 das heutige barocke Schloss errichten. Unter seiner Herrschaft wurde um das Jahr 1710 auch die Christiansburg abgerissen, so dass von der über vier Jahrzehnte entstandenen Pracht nichts erhalten geblieben ist.

Schloss Waldeck - Wildunger Flügel

Nach der Linie Waldeck-Wildungen ist der Nordbau von Burg Waldeck, der „Wildunger Flügel“ benannt, dessen Sockelgeschoss fest mit dem Felsen verwachsen zu sein scheint. Am Turm dieses Flügels wurden drei verschiedene Waldeck-Wappen angebracht.

siehe auch

Christiansburg

Weblinks