Waldeck und Pyrmont

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Burg Waldeck
Fürstentum Waldeck – Historische Karte

Im Jahre 1625 erbten die Grafen von Waldeck die Grafschaft Pyrmont.

Das Fürstentum bestand seither aus zwei räumlich getrennten Teilen, der ehemaligen Grafschaft Waldeck (heute in Nordhessen) und der wesentlich kleineren Grafschaft Pyrmont (heute in Südniedersachsen).

Geschichte

Erstmals bezeugt ist die Burg Waldeck über der Eder im Jahre 1120. Nach dieser Burg nannte sich ein Zweig der Grafen von Schwalenberg ab 1180, der im Laufe der Geschichte ein kleines Herrschaftsgebiet aufbauen und 1625 durch Erbvertrag auch die Grafschaft Pyrmont erwerben konnte.

Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont wurde an 6. Januar 1712 von Kaiser Karl VI. in den erblichen Fürstenstand erhoben und nannte sich seitdem Fürst von Waldeck und Pyrmont.

Das spätere Fürstentum Waldeck war als Fürstentum Waldeck-Pyrmont Mitgliedsland des Deutschen Bundes und danach ein Gliedstaat des Deutsches Reiches und der Weimarer Republik. Residenz und Hauptstadt war zuerst das Schloss Waldeck und ab 1655 Arolsen (heute Bad Arolsen).

Die Wirren an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert überstand das Fürstentum, wie auch eine kurzfristige Erbteilung 1806-1812, und trat 1815 dem Deutschen Bund bei. Ab 1868 wurde das Fürstentum von Preußen verwaltet, blieb aber nominell selbständig. 1871 wurde Waldeck ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Nach Abdankung des Fürsten nach dem Ersten Weltkrieg wurde Waldeck-Pyrmont ein Freistaat innerhalb der Weimarer Republik.

1879 heiratete die 20-jährige Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont (Tochter von Fürst Georg Viktor) König Wilhelm III. der Niederlande und wurde damit zur Ahnin aller folgenden niederländischen Könige und Königinnen.

Gliederung der Verwaltung

Bis 1816 war das Fürstentum Waldeck in neun Ämter gegliedert: Arolsen, Eilhausen, Eisenberg, Landau, Lichtenfels, Rhoden, Waldeck, Wetterburg und Wildungen.

Im Jahre 1816 wurden diese zu fünf Oberämtern zusammengelegt.

1849/50 wurde das Fürstentum dann in Kreise eingeteilt:

  1. Kreis der Eder (Bad Wildungen)
  2. Kreis des Eisenbergs (Korbach)
  3. Kreis der Diemel-Twiste (Bad Arolsen)
  4. Kreis Pyrmont; ab 1921 mit dem preußischen Kreis Hameln (Provinz Hannover) vereinigt
  5. Stadt Züschen

Nach dem Anschluss an die preußische Provinz Hessen-Nassau 1929 wurden die drei verbliebenen Kreise zunächst noch weiter geführt, aber dann 1942 zum Landkreis Waldeck mit Sitz in Korbach vereinigt.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform von 1974 wurde der Kreis mit dem benachbarten Kreis Frankenberg (Eder) zusammengeschlossen im neuen Landkreis Waldeck-Frankenberg; dabei wurde die Stadt Züschen aus ihrer jahrhundertealten Zugehörigkeit zu Waldeck herausgelöst und als Stadtteil der im Nachbarkreis liegenden Stadt Fritzlar eingegliedert.

siehe auch