Waldeck

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Waldeck
Wappen Karte
Wappen von Waldeck
Deutschlandkarte, Position hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 245 - 475 m
Fläche: 115,73 km²
Einwohner: 7.034 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34513
Vorwahl: 05634
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 1
Website: www.waldeck.de
Politik
Bürgermeister: Jörg Feldmann (parteilos)

Waldeck ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen mit etwa 8.000 Einwohnern.

Aktuelle Ansichten gibt es über eine Webcam: Blick von Schloss Waldeck auf den Edersee.

Geografie

Lage

Waldeck liegt im Westen von Nordhessen und im Norden des Edersees im Naturpark Kellerwald-Edersee, einem Teilgebiet des Kellerwalds.

Durch das Gemeindegebiet fließen die Eder, die Netze und Werbe sowie die Zuflüsse der Twiste, die Watter und die Wilde.

Oberhalb der Kernstadt von Waldeck liegt Schloss Waldeck, das Wahrzeichen der Stadt. Die Burg erhebt sich 200 m über dem 27 km langen Edersee und war einst Stammsitz der Grafen von Waldeck.

Stadtteile

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich ab dem Jahr 1971 die ehemals selbständigen Orte zur Großgemeinde Stadt Waldeck zusammen, 1971 zunächst Alraft, Höringhausen, Netze, Nieder-Werbe, Selbach, Sachsenhausen und Waldeck, 1974 auch Dehringhausen, Freienhagen und Ober-Werbe.

Die Stadtteile von Waldeck sind heute:

Sitz der Stadtverwaltung ist Sachsenhausen.

siehe auch:

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Erste urkundliche Erwähnungen von Waldeck erfolgen in den Jahren 1120 (mit dem Wahrzeichen der Stadt, der Burg Waldeck) und 1223 (als Burgmannsitz mit dem Namen "Rode"). Nach der nahegelegenen Burg Waldeck nannte sich ab dem Jahre 1180 ein Zweig der Grafen von Schwalenberg, Ahnherren der späteren Grafen von Waldeck und Fürsten von Waldeck und Pyrmont.

Die Bürger von Waldeck werden im Jahre 1232 urkundlich erwähnt. Ein Stadtsiegel wird erstmals im Jahre 1266 genannt.

Aus alter Zeit stammen auch die Wachtürme, von den noch die Rollborner Warte an der Strasse nach Ober-Werbe erhalten geblieben ist.

Waldeck - Ortsansicht von Burg Waldeck aus gesehen

In den Jahren 1908 bis 1914 entstand die Edertalsperre in unmittelbarer Nähe von Waldeck. Sie war seinerzeit die größte Talsperre Europas und ist heute immerhin noch die drittgrößte Talsperre (Inhalt) Deutschlands.

Die Edertalsperre wurde besonders mit dem Ziel errichtet, der Weserschifffahrt und dem Mittellandkanal in den Sommermonaten ausreichend Wasser zuzuführen. Beim Bau der Sperrmauer wurden 300000 Kubikmeter Bruchstein verbaut. Aber auch 700 Menschen verloren durch die Flutung des Edertals ihre Heimat. Die Gehöfte Stollmühle, Gut Vornhagen, Bericher Hütte sowie der Nieder-Werber Hammer mussten ebenfalls dem Projekt weichen.

Zu den Wasserkraftwerken am Edersee gehören heute die Kraftwerke Waldeck I und Waldeck II sowie das Speicherkraftwerk Hemfurth.

Im Zuge der hessischen Gemeindereform schlossen sich im Jahre 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Alraft, Höringhausen, Netze, Nieder-Werbe, Selbach, Sachsenhausen und Waldeck zur Großgemeinde Waldeck zusammen. Die Orte Dehringhausen, Freienhagen und Ober-Werbe kamen im Jahre 1974 hinzu.

Der Tourismus spielt unverändert eine grosse Rolle für den Luftkurort in unmittelbarer Nähe zum Ederstausee.

Die Waldecker Bucht, links das Strandbad Waldeck mit dem Strandhaus No. 12, rechts das Wahrzeichen der Region die Burg Waldeck. Foto:Günther Pöpperl


Fürstentum Waldeck

Das Fürstentum Waldeck war als Fürstentum Waldeck-Pyrmont Mitgliedsland des Deutschen Bundes und danach ein Gliedstaat des Deutsches Reiches und der Weimarer Republik. Residenz und Hauptstadt war zuerst das Schloss Waldeck und ab 1655 Arolsen (heute Bad Arolsen).

Das Fürstentum bestand aus zwei räumlich getrennten Teilen, der ehemaligen Grafschaft Waldeck (heute in Nordhessen) und der wesentlich kleineren Grafschaft Pyrmont (heute in Südniedersachsen).

Kirchen

Evangelische Stadtkirche

Die ev. Stadtkirche in Waldeck
Die katholische Kirche in Waldeck

In den Quellen über die Gründung der Burg Waldeck wird 1236 eine Kapelle in der Stadt Waldeck erwähnt. Unsicher ist, ob diese Kapelle an der Stelle der jetzigen evangelsichen Kirche stand.

1521 wurde Graf Philipp auf dem Reichstag zu Worms ein Anhänger der reformatorischen Lehre. Er setzte den mit einer ehemaligen Nonne verheirateten und aus seiner Vaterstadt vertriebenen Priester Johann Hefentreger als Pfarrer ein. Zwei Gedenktafeln an den Eingängen der Stadtkirche erinnern an den 17. Juni 1526, an dem Hefentreger die erste evangelische Predigt hielt und damit die Reformation für das Waldecker Land einführte.

Die St. Nikolaus-Kirche Waldeck (Korbacher Straße 4) wurde im 13. Jahrhundert zur Zeit der Stadtgründung mit spätromanischen und frühgotischen Stilelementen errichtet.

Der Chorraum ist der älteste Teil der Kirche. Er wurde um 1300 begonnen. Vom ursprünglich einschiffigen Kirchenbau sind nur Chor und Westmauer erhalten. Das Schiff in seiner jetzigen Gestalt wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut. Der Turm wurde - wie zum Beispiel bei den Wehrkirchen in Bergheim und Affoldern - seitlich an der Nordostseite des Chores errichtet. Wahrscheinlich hatte er früher auch vier kleine Ecktürme.

Der Marienaltar stammt aus dem Jahr 1483. Der mittelalterliche Altar der Waldecker Stadtkirche ist das älteste Schnitzaltarbild im Waldecker Land. Der Schnitzaltar mit gemalten Flügeln stellt die Krönung der Maria durch die Dreieinigkeit dar. Im Spätmittelalter wurde die Mutter Jesu sehr verehrt. Das Altarbild wurde von der Äbtissin des Bericher Klosters, Margarete Huhn, (etwa 1460-1499) gestiftet. Sie ist mit ihrem Wappen auf der linken Seite des Flügelbildes zu sehen. Das Bild der Predella, der geschmückte Sockel des Altaraufbaus, zeigt Christus mit den zwölf Aposteln.

Quelle: Artikel aus der HNA - Waldeckische Allgemeine aus der Serie "Kirchen im Waldecker Land"

Katholische Kirche

Die Kirchengemeinde der katholischen Kirche St. Maria Himmelfahrt in Waldeck umfasst alle Ortsteile der Stadt Waldeck und Ortsteile der Gemeinde Edertal (Bergheim, Böhne, Bringhausen, Buhlen, Giflitz, Hemfurth-Edersee, Königshagen und Mehlen). Sie gehört zum Pastoralverbund Bad Wildungen - Waldeck im Dekanat Waldeck.

Literatur

Medien

Museen

Burg Waldeck - Ansicht

Naturschutzgebiete

Einen schönen Blick auf den Kleinen Mehlberg, insbesondere den Wacholderhang, hat man vom Nordrand des benachbarten Naturschutzgebiet Katzenstein.

Partnerstadt

Partnerstadt von Waldeck ist seit dem 1.9.1990 Bad Blankenhain im Landkreis Weimarer Land (Bundesland Thüringen).

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Waldeck ist Jörg Feldmann.

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Station der Edersee-Bergbahn am Fuß von Burg Waldeck

Sport

Waldeck-West am Edersee
  • Freibad im Stadtteil Freienhagen
  • Strandbad Waldeck-West am Edersee
  • Golfplatz im Stadtteil Waldeck
  • Edersee-Triathlon: jährlich im Juli
  • Pfingstreitturnier: in geraden Jahren in Waldeck, in ungeraden in Sachsenhausen

siehe auch

Tourismus

Waldeck bietet zahlreiche Urlaubsmöglichkeiten am Edersee, etwa mit dem Strandbad Edersee, der Uferpromenade (mit der "Welt der Sinne"), der Bergseilbahn, dem Segelflugplatz, der Golfanlage in Waldeck oder der Fahrgastschifffahrt in der Waldecker Bucht. Der Kellerwaldsteig und der Urwaldstieg Edersee laden zu Erkundungen ein.

Unterkünfte

Jugendherberge Waldeck

  • Leitung: Petra u. Andreas Bathe
Klippenberg 3
34513 Waldeck
Tel.:05623 / 5313
waldeck@djh-hessen.de

Wandern und Radwandern

Radwandern

Edersee - Radweg

Eder-Radweg

Der Eder-Radweg ist touristisch durch einen eigenen Radwanderführer und eine gute Wegweisung erschlossen. Aus dem Rothaargebirge kommend berührt der Weg Frankenberg und den Edersee bevor die Domstadt Fritzlar erreicht wird.

Edersee-Radweg

Der Edersee Radweg führt einmal rund um den Edersee - das blaue Auge des Waldecker Landes. Eine gute Ausgangsposition ist die Ostseite der Edertalsperre (Parkplatz der Gemeinde Edertal). Von dort verläuft der Radweg in westlicher Richtung immer am Südufer des Edersees entlang über Bringhausen, Asel-Süd und Harbshausen bis nach Herzhausen zum Ende des Edersees.

Wandern

Habichtswaldsteig

Zum Vergrößern anklicken: Streckenverlauf des Habichtswaldsteiges

Der Habichtswaldsteig ist ein 85 Kilometer langer Wanderweg in Nordhessen. Der Premium-Wanderweg führt vom Edersee vorbei an Naumburg, Wolfhagen, Bad Emstal, Niedenstein und Schauenburg, vorbei am Kasseler Herkules nach Habichtswald und Zierenberg. Er kann aber auch andersherum gelaufen werden.

Auf ihrer Tour werden Wanderer vom scharfen Blick des Habichts begleitet. Der Greifvogel, der in der Region zu Hause ist, ist das Symbol für den neuen Habichtswaldsteig. Passend dazu lautet das Motto: "Auf den Schwingen des Habichts".

Der zweite Charakter des Habichtswaldsteiges ist der Bezug zur Grimmheimat und damit zu Märchen. Um den Berg der Fee läuft der Wanderer bei Breuna, im Land der Riesen befindet er sich bei Wolfhagen und im Tal der Quellen bei Naumburg. Auf der Burgruine der Schauenburg kann der Wanderer von vier überdimensionalen Thronen aus Eichenholz den Blick herrschaftlich über die weite Landschaft schweifen lassen.

Auf vier Etappen lässt sich der Habichtswaldsteig erwandern.

Wussten Sie schon, ...

>> Artikel:

Weblinks



Stadtteile der Stadt Waldeck
Waldeck.jpg

Alraft | Dehringhausen | Freienhagen | Höringhausen | Netze | Nieder-Werbe | Ober-Werbe | Sachsenhausen | Selbach | Waldeck


Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

Allendorf | Bad Arolsen | Bad Wildungen | Battenberg | Bromskirchen | Burgwald | Diemelsee | Diemelstadt | Edertal | Frankenau | Frankenberg (Eder) | Gemünden | Haina | Hatzfeld | Korbach | Lichtenfels | Rosenthal | Twistetal | Vöhl | Volkmarsen | Waldeck | Willingen