Wahmbeck

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Fährhaus an der Weser
Fähre Wahmbeck-Gewissenruh

Wahmbeck ist ein Ortsteil der Gemeinde Bodenfelde im Landkreis Northeim am Rande des Naturparks Solling-Vogler in Südniedersachsen.

Fähre

Seit 1905 verbindet eine Wagen- und Personenfähre - heute auch Autofähre - das heute niedersächsische Dorf mit dem gegenüber liegenden Weserufer - hin zum nordhessischen Ort Gewissenruh.

Geografie

Wahmbeck liegt südwestlich von Bodenfelde unmittelbar an der Weser.

Der nahe gelegene Kernort Bodenfelde liegt im Süden des Naturparks Solling-Vogler im Tal der oberen Weser zwischen dem Solling im Norden und dem Reinhardswald im Süden.

Nördlich von Wahmbeck erheben sich der Kahlberg (224,7 m) und östlich der Feldberg (217,4 m) sowie der Höhenzug Kiffing.

Geschichte

Die Dorfkirche in Wahmbeck
Innenansicht der Dorfkirche

Die Ortsteile von Bodenfelde blicken auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück.

Bereits im Jahre 833 wird Bodenfelde als Feldsiedlung in einer Urkunde erwähnt und begeht im Jahre 2008 seine 1175-Jahr - Feier. Der Ortsteil Wahmbeck wurde erstmals im Jahre 1031 genannt.

Möglicherweise weist die Flurbezeichnung "Weingärten" in Wahmbeck darauf hin, dass an den nordwestlich gelegenen Hängen Mönche des nur wenige Kilometer entfernten Benediktinerklosters Helmarshausen im Mittelalter Wein angebaut haben.

Ebenfalls seit dem Mittelalter wurden die Solevorkommen bei Bodenfelde zur Salzgewinnung genutzt, die erst im 17. Jahrhundert ihr Ende fand.

Die Weser trennt das Dorf Wahmbeck - früher im Königreich Hannover - von der hessischen Ortschaft Gewissenruh. Noch bis 1854 war Zoll beim Grenzübertritt nach Kurhessen zu entrichten.

Auf der anderen Seite der Weser liegt auch das hessische Forsthaus, das ebenfalls den Namen Wahmbeck trägt, in früheren Jahren oft Wambeck geschrieben. Ein Forstsitz ist hier seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts belegt, nachdem an dieser Stelle zunächst eine Glashütte betrieben wurde.

Der Ort gehörte ab dem Jahre 1885 zum damals neu gegründeten Kreis Uslar, der im Zuge der Gebietsreform der preußischen Provinz Hannover durch Zusammenlegung der Ämter Uslar, Nienover, Lauenförde und Adelebsen hervorging, bevor er 1932 in den Kreis Northeim eingegliedert wurde.

Bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr die Gegend im 19. Jahrhundert durch die Holzverkohlungsindustrie, die Holzflößerei sowie den Bau der Eisenbahnlinien Bodenfelde - Göttingen und Bodenfelde - Northeim.

Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen entstand am 1.3.1974 aus den Ortschaften Bodenfelde, Nienover und Wahmbeck die Gemeinde „Flecken Bodenfelde“, benannt nach einer historischen Bezeichnung für eine Gemeinde mit stadtähnlichen Rechten, die schon früh über Marktrechte verfügte.

Literatur

  • Walter Junge, Chronik des Fleckens Bodenfelde - von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Beiträgen zur Geschichte der Ortsteile Wahmbeck, Nienover, Amelith und Polier, Göttingen 1983
  • Roland Henne, 100 Jahre Wagenfähre Wahmbeck, in: Jahrbuch des Landkreises Kassel 2005, S. 27 ff.

Radwandern und Wandern

Auf beiden Seiten der Weser verlaufen heute gut ausgebaute Radwege.

Aus Richtung Hann. Münden (Start) verläuft der Weser-Radweg entlang der Weser bis nach Oberweser (25,0 km) und von dort weiter nach Lippoldsberg (30,0 km), Bodenfelde-Wahmbeck (35,0 km) und Bad Karlshafen (45,0 km). Von dort schliesst sich eine mehr als 400 km lange Strecke bis nach Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven an.

Der nahe Solling ermöglicht zahlreiche Ausflüge in die Natur und die großen Waldgebiete laden zum Wandern ein.

Sehenswürdigkeiten

siehe auch

Weblinks


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