Wahlshausen

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Wahlshausen ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Oberaula im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 307 Einwohnern.

Gemarkung

Wahlshausen liegt im Aulatal südlich des Knüllgebirges, nur wenige Kilometer vom Eisenberg entfernt. Das Dorf liegt beiderseits der Aula. Die Gemarkung Wahlshausen hat eine Größe von ca. 552 Hektar.

Durch den Ort verläuft die alte Messestraße von Köln nach Leipzig, die heutige Bundesstraße 454. Über die Bundesstraße besteht bei Kirchheim Anschluss an die Autobahnen A 7 und A 4.

Geschichte

Wahlshausen wird erstmals 1309 als "Waleshusen" urkundlich erwähnt.

Im Jahr 1366 gehört das Dorf zum fuldischen Teil des Gerichts Oberaula und damit zum Amt Oberaula.

1419 wird für Wahlshausen ein Marktrecht genannt, das im Besitz der Grafen von Ziegenhain ist. Ab 1465 ist die Kirche nach Oberaula eingepfarrt, 1467 leben 15 Männer in Wahlshausen.

Im Jahr 1585 hat das Dorf 45 Hausgesesse.

Im Dreißigjährigen Krieg wird der Ort 1636 gebrandschatzt. Zu diesem Zeitpunkt hat das Dorf 40 hausgesessene Männer. 1639 leben nur noch 12 Männer und fünf Witwen in Wahlshausen, bereits 1681 sind es aber wieder 32 Hausgesesse.

In Wahlshausen befindet sich die Aumühle, die im Jahr 1710 erstmals als "Papiermühl" genannt ist. 1776 wird sie als Papiermühle mit zwei oberschlächtigen Mühlrädern beschrieben. 1778 leben in Wahlshausen 292 Menschen in 60 Häusern. Darunter sind 24 Ackerleute (Landwirte), zwei Schmiede, zwei Wagner, ein Maurer, drei Schneider, ein Fenstermacher, ein Schuhflicker, vier Schäfer, neun Tagelöhner und Spinnerinnen, ein Müller und ein Pottaschensieder.

Nach der Gründung des Königreichs Westphalen durch den französischen Kaiser Napoleon kommt der Ort 1807 zum Kanton und Friedensgericht Oberaula. Nach der Wiederherstellung des Kurfürstentums wird das Dorf wieder dem Amt Oberaula zugeordnet. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform gehört Wahlshausen zum Kreis Ziegenhain und zum Justizamt Oberaula, welches nach der Annexion durch Preußen 1867 zum Amtsgericht Oberaula wird.

1928 wird ein Teil des aufgelöste Gutsbezirks Oberaula nach Wahlshausen eingemeindet.

1945 wird das Amtsgericht Oberaula aufgelöst und das Dorf kommt zum Amtsgericht Neukirchen.

Im Jahr 1961 hat Wahlshausen 356 Einwohner, davon sind 326 evangelisch und 17 römisch-katholisch.

Am 1. Januar 1974 endet die Selbständigkeit der Gemeinde Wahlshausen und das Dorf wird ein Ortsteil der Gemeinde Oberaula. Gleichzeitig kommt Oberaula zum neu gegründeten Schwalm-Eder-Kreis.

Von 1996 bis 1997 wird in Wahlshausen ein neues Feuerwehrhaus errichtet, das am 6. September 1997 eingeweiht werden kann.

Kirche

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat Wahlshausen besteht aus sieben Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2006 stellt die SPD fünf Ortsbeiratsmitglieder und die CDU zwei. Ortsvorsteher ist Walter Berg (SPD).

Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Oberaula
WappenOberaula.jpg

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