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Wiki-Serie: 100 Tage, 100 Artikel. Heute: DOCUMENTA X

21. Juni bis 28. September 1997

Plakat zur documenta X
Die erste Frau an der Spitze der documenta, dazu eine, die nicht als Favoritin gegolten hatte und die sich als selbstbewusst bis zur Arroganz erwies. Die Entscheidung für die Französin Catherine David forderte Kritik und Streit heraus. Die Kritik verschärfte sich, als das Konzept sichtbar wurde, das eine Abkehr vom normalen Ausstellungsrummel verhieß. Catherine David kehrte zu den Wurzeln der aktuellen Kunst zurück, bot den politisch-kritischen Künstlern eine Plattform und lenkte den Blick erstmals auf die weltweite Kulturdiskussion. Allerdings war sie der Meinung, dass nicht überall ausstellungswürdige Kunst produziert würde. Deshalb schuf sie neben der Ausstellung eine zweite Ebene: Die Vortrags- und Diskussionsreihe „100 Tage - 100 Gäste“ sollte zu einem lebendigen Forum werden. Dort trat auch Okwui Enwezor als Referent auf, der die Documenta 11 leitete. Die documenta X wurde außerdem durch ein beachtliches Filmprogramm ergänzt. Die globale Ausrichtung und die starke Gewichtung der kritischen Kunst machte die documenta X zu einer Vorläuferin der Ausstellung von 2002. Die Malerei spielte eine untergeordnete Rolle, dafür trat die dokumentarische Fotografie stark in den Vordergrund. ARTIKEL LESEN