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Wiki-Serie: 100 Tage, 100 Artikel. Heute: DOCUMENTA IX

13. Juni bis 20. September 1992

Plakat zur DOCUMENTA IX
Die documenta IX des Belgiers Jan Hoet bedeutete den Höhe- und Endpunkt einer Ausstellungsentwicklung. Seit sich 1968 die documenta in den Stadtraum erweitert hatte, war sie zu einer Art Unterhaltungsmaschine geworden. Jan Hoet führte diesen Trend derart konsequent fort, dass viele Kritiker die Ausstellung und ihr Umfeld als Zirkus empfanden. Doch die Vielzahl starker Werke und der Besucherrekord gaben dem Belgier Recht. Mit der documenta IX erhielt die Ausstellung neben dem Museum Fridericianum ein zweites eigenes Gebäude die documenta-Halle. Deren Bau war beschlossen worden, nachdem die Orangerie dem Museum für Astronomie und Technikgeschichte übergeben worden war. Dazu erhielt Hoet für die Ausstellung in der Karlsaue provisorische Bauten. Zu einem Ereignis einmaliger Art wurde die Einbeziehung der Neuen Galerie. Während bei früheren documenten Teile der Museumssammlung ausgeräumt wurden, blieb jetzt die Struktur des Hauses unangetastet. Die Künstler, die einzogen, kommentierten mit ihren Werken das Museum und die Sammlung. Die documenta IX war eine Ausstellung der Emotionen. Zum Schlüsselwerk wurde die das Innere erschütternde Video-Installation von Bruce Nauman gleich in der Eingangshalle des Fridericianums. Um Bruce Nauman herum hatte Hoet die Ausstellung entwickelt. Es gab viel Widerständiges. In der Erinnerung der Öffentlichkeit setzten sich aber die eher liebenswerten Arbeiten fest wie Mo Edogas Signalturm der Hoffnung oder Borofskys Himmelsstürmer. ARTIKEL LESEN