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Wiki-Serie: 100 Tage, 100 Artikel. Heute: DOCUMENTA-RETROPERSPEKTIVE

Julia Moritz, Leiterin Vermittlungsprogramm der documenta 13

Catherine David hatte für ihre documenta X (1997) den Begriff der Retroperspektive entwickelt, der meint, dass man nur dann gut nach vorne gehen/fahren könne, wenn man sich des Blicks nach hinten vergewissert habe. Für die Vorbereitung ihrer documenta 13 (2012) greift Carolyn Christov-Bakargiev diesen Gedanken auf: “Die documenta 13 wird aus einer archäologischen Perspektive, einer ökologischen Beziehung zur Vergangenheit heraus entwickelt, in der jedes für die Zukunft geplante Kulturprojekt sich aus einem Blick zurück entwickeln muss - wie stellte man sich etwa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Gegenwart vor und was galt bei den verschiedenen documenta-Ausgaben jeweils als dringendes Anliegen?” Mit diesem Satz begründet sie, warum sie ihre in die Zukunft führende documenta-Reise am 18./19. September im von ihr geleiteten Castello di Rivoli in Turin mit einer Konferenz beginnen will, in der alle lebenden früheren documenta-Leiter sprechen werden. Sie sollen versuchen, ihre jeweiligen Ausstellungskonzeptionen aus dem Bezug und Verständnis der damaligen Gegenwart zu beschreiben. Wie waren sie von dem Zeitgeist geprägt - und was würden sie anders machen? ARTIKEL LESEN