Vorlage:/documenta/Juli/16

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Wiki-Serie: 100 Tage, 100 Artikel. Heute: DOCUMENTA IV

27. Juni bis 6. Oktober 1968

Plakat zur 4. documenta
Im Unruhejahr 1968 offenbarte sich endgültig, dass der Versuch, das einmal gewählte documenta-Konzept nur fortzuschreiben, nicht mehr glückte. Wohl öffnete sich die documenta 4 dem Aktuellen in radikaler Weise (Pop-, Minimal- und Op-Art), doch Werner Haftmann und Werner Schmalenbach mochten das nicht mehr mittragen und waren vorher ausgestiegen. Andererseits hagelte es Proteste, weil die politisch-kritische und die Aktions-Kunst keinen Zugang hatten. Es sollte Arnold Bodes letzte documenta werden. Zusammen mit Jean Leering inszenierte er eine Ausstellung, die von den Amerikanern dominiert wurde und die der documenta zu einem Popularisierungsschub verhalf. Es gab eine erste Besucherschule von Bazon Brock, und wochenlang hielt Christo die Öffentlichkeit mit der Frage in Atem, ob es gelingen würde, seine 85 Meter hohe Skulptur verpackter Luft zum Stehen zu bringen. Und er schaffte es. Es war eine vitale Ausstellung, die zur Momentaufnahme wurde. Sie funktionierte als Unterhaltungsmaschine, in der man den Raum Roxy’s von Edward Kienholz mit einem gewissen Schaudern betrat. 1000 Werke von 152 Künstlern. 207000 Besucher. Etat: 2,104 Millionen Mark. Kosten: 2,146 Millionen Mark. Erlöse und Spenden: 1,087 Millionen Mark, Zuschüsse: 1,1 Millionen Mark. ARTIKEL LESEN