Voraue

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Voraue nach einer Postkarte von 1898; Landgraf Karl wiederum vergrösserte ab 1680 das Ganze nochmals zur Karlsaue mit Orangerie

Landgraf Wilhelm IV. ließ ab 1568 auf der Spitze der Fuldainsel zwischen den Fulda-Armen große und kleine Fulda im Bereich der heutigen Orangerie und Hessenkampfbahn einen ummauerten Renaissance- Schlossgarten, Kassels ältestem Residenzgarten, mit einem Orangen- und Pomeranzenhaus anlegen.

Hier baute er übrigens als einer der ersten deutschen Fürsten italienische Tarouphli, eine Art Speisekartoffeln an.

Er errichtete 1570 dort das kleine Schloss „Mauritianum“.

Sein Sohn Moritz der Gelehrte (1572–1632) vergrösserte die Aue zur Moritz-Au.

Die Hauptachse der barocken Parkanlage ging durch den offenen Tordurchgang des Orangerie-Mittelbaus hindurch, wodurch die Voraue, das heutige Hessenkampfbahngelände, und der übrige Park hinter der Orangerie miteinander verbunden blieben.

Die Voraue wurde später vielfach als Ausstellungs- bzw. als Gelände für Industrie-, Gewerbe-und Fachausstellungen verschiedenster Art genutzt.

siehe auch