Vollmarshausen

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Vollmarshausen - ev. Kirche

Am 1. Dezember 1970 schlossen sich Lohfelden (mit den Ortsteilen Crumbach und Ochshausen) und Vollmarshausen zur neuen Großgemeinde Lohfelden zusammen.

Geografie

Durch Vollmarshausen und fließt die Wahle (der Wahlebach), ein Zufluss der Fulda.

Geschichte

Aus der Ortsgeschichte

Vollmarshausen wird bereits im Jahre 1019 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Kaufungen erwähnt.

Der Ort lag am Spangenberger-(Schuster-)Pfad, einem alten Handelsweg.

Am 1. Dezember 1970 schlossen sich Lohfelden und Vollmarshausen zur neuen Großgemeinde Lohfelden zusammen; Lohfelden war durch die Zusammenlegung der Ortsteile Crumbach und Ochshausen im Jahre 1941 entstanden und nach einer alten Flurbezeichnung benannt worden.

Eco-Pfad Kulturgeschichte

Der Eco-Pfad Kulturgeschichte Lohfelden bietet auf etwa 10 km Länge Informationen auf dem Gebiet der Gemeinde von der späten Bronzezeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Er führt entlang am Rande des Kasseler Beckens und an den Ausläufern der Söhre.

Der Eco-Pfad „Kulturgeschichte“ wurde am 13. September 2010 eingeweiht und verbindet Plätze in Lohfelden, wo Menschen früher gebetet, gewohnt, gearbeitet und getrauert haben. Dieser Pfad ermöglicht eine Zeitreise von der späten Bronzezeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Auf eine Gesamtlänge von ca. 13 km führt der Weg ab dem Naherholungsgebiet „Lohfeldens Grüne Mitte“ vorbei am Hessischen Kutschen- und Wagenmuseum, dem einzigen in Hessen, zur Kirche von Crumbach mit einer interessanten Baugeschichte, über eine Arbeitersiedlung aus den 1940er Jahren bis zum „Lager Fernsicht“, in dem Zwangsarbeiter der Rüstungsindustrie leben mussten. Von dort geht es weiter über die Kirche Ochshausen, das bronzezeitliche Gräberfeld – einem der bedeutendsten in Mitteleuropa-, die Kirche Vollmarshausen bis zum mittelalterlichen Gerichtsplatz Schöppenstuhl an der Linde in Vollmarshausen und zur Obermühle.

In der Mitte zwischen Vollmarshausen, Crumbach und Ochshausen liegt das Naherholungsgebiet „Lohfeldens Grüne Mitte“ mit Aufenthalts-, Spiel- und Sportbereichen. Hierzu gehören Spielflächen für Kleinkinder, ein Sinnespfad und ein Fitness-Parcours. Mittelpunkt ist die weithin sichtbare Aussichtsplattform mit der „Tanz-Eiche“, die einen herrlichen Blick über die drei Ortsteile, das Kasseler Becken, die Söhre und den Kaufunger Wald bietet. Lohfelden, das darf mit Fug und Recht behauptet werden, bildet heute geographisch und optisch eine gelungene Einheit.

Gräberfeld Vollmarshausen

Das Gräberfeld Vollmarshausen gehört zu den bedeutendsten der späten Bronzezeit und älteren Eisenzeit (ca. 1200 bis ca. 650 vor Christus) in Mitteleuropa.

An einer alten Handelsstraße, dem "Breiten Weg", wurden 1951 die ersten Graburnen entdeckt, in den Jahren 1961 bis 1964 folgte dann die Ausgrabung des kompletten Gräberfelds mit 252 Bestattungen.

Kirche

Die evangelische Kirche in Vollmarshausen entstand in den Jahren 1838/ 1839 im klassizistischen Baustil an der Stelle einer älteren Kirche.

Sie wurde vergleichsweise groß gebaut, fasst etwa 450 Personen und ist nach der Stiftskirche in Oberkaufungen die größte Kirche im Kirchenkreis Kaufungen.

Obermühle

Die Obermühle in Vollmarshausen (Welleröder Straße 42) ist eine Wassermühle aus dem Jahre 1308 und ehemalige Fronmühle des Klosters Kaufungen. Im 17. und 18. Jahrhundert beherbergte sie eine Waffenschmiede zur Herstellung von Jagdgewehren ("Müllerbüchsen").

siehe auch

Die erste Mannschaft der Fußballer der FSK Vollmarshausen im Jahr 1964 mit (von links) Gerhard Most, Wolfgang Steinmetz, Rudi König, Rudi Kousch, Karl Armbröster, Heinz Menne, Manfred Przewosnik, Bernd Reckert, Willi Bauer und Horst Meibert.

Vereine

Wandern

Über die Höhen der Söhre

Ein Wandervorschlag vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein

Wir starten am Bahnhof Guntershausen. Zuerst wenden wir uns in Richtung Ort und unterqueren die Bahnlinie. Sofort hinter der Unterführung halten wir uns rechts und kommen bald an den Ortsrand zur Binsdorfer Straße - Wegzeichen senkrechtes Rechteck - (diesem Wegzeichen folgen wir bis zum Höhenpunkt 374 südlich des Warpel in der Söhre).

Die Binsdorfer Straße wandern wir bergab und wenden uns am Streckweg nach rechts in Richtung Sportplatz (Rettungspunkt KS-591) zur Fuldabrücke. Direkt hinter der Brücke biegen wir scharf links ab und steigen langsam am Hang hinauf, bis wir an einem Sendemast freies Feld erreichen.

Vor uns sehen wir Dörnhagen, wohin wir auf festem Weg über die Brücke der A7 gelangen. Der L 3124 folgen wir in Richtung Kirche (bleibt rechts) und überschreiten an der Signalanlage die Straße.

Wandertipp

Unser Wegzeichen sehen wir in der Warpelstraße, und bald erreichen wir den Spielplatz am Ortsrand. Hier biegen wir in Richtung Wald links ab und kommen, vorbei an einem Naturdenkmal mit Teich, zum Waldrand. In Richtung Christteich geht es weiter bergauf, bis wir an einer Abzweigung (Höhenpunkt 374) links vor uns eine Hütte sehen. Hier Rettungspunkt KS-445 und für uns Ende des Wegzeichens „senkrechtes Rechteck“, das zum Christteich weiterführt.

Jetzt biegen wir links ab (Wegzeichen Rundweg 9), schwenken bald auf die Warpelstraße nach rechts (Wegzeichen Rundweg 7) und folgen diesem Wegzeichen bis zur Warpelhütte. Ab der Hütte richten wir uns nach dem Wegzeichen M, das uns zuerst durch Wald und später über freies Gelände zur Kirche von Wellerode führt (Ziel 1). Bis hierher: 11 km Weglänge.

Wer noch weiterwandern möchte, wandert ab der Kirche entlang des Fahrenbachs in Richtung Sportplatz und biegt links ab zum Parkplatz Fahrenbachstraße. Ab hier dem Rundweg 18 folgen, der oberhalb von Wellerode am Waldrand zum Parkplatz Heupel (Rettungspunkt KS-422) bei Vollmarshausen führt (Ziel 2). Ab Vollmarshausen ist ebenfalls die Rückfahrt nach Kassel möglich. Die Wanderstrecke verlängert sich um ca. 4.5 km.

Hessisch-Waldeckischer Gebirgsverein Kassel: Wilhelmsstr. 19, Telefon 05 61-5 29 70 60. Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 14 bis 16 Uhr, Mittwoch 10 bis 13 Uhr, Freitag 13-17 Uhr.

Weblinks


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