Volkmarsen

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Volkmarsen
Wiki86.jpg
Die Kugelsburg
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 259 m
Fläche: 67,47 km²
Einwohner: 6.756 (31. Dezember 2011)
Postleitzahl: 34471
Vorwahl: 05693
Kfz-Kennzeichen: KB
Adresse der
Stadtverwaltung:
Steinweg 29, 34471 Volkmarsen
Website: www.volkmarsen.de
Bürgermeister: Hartmut Linnekugel (parteilos)

Volkmarsen ist eine Stadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit etwa 7.000 Einwohnern. Die hier geborenen sind keine Volkmarser sondern „Volkemisser“.

Das Stadtwappen der Stadt zeigt eine Darstellung der Stadtpatrone Peter und Paul.

Ein Portrait der Stadt

Seit der kommunalen Neugliederung in den 1970-er Jahren besteht die Stadt Volkmarsen aus sechs Stadtteilen. Neben der Kernstadt Volkmarsen sind dies Ehringen, Herbsen, Külte, Lütersheim und Hörle. Auf einer Fläche von 67,46 Quadratkilometern wohnen heute knapp 7000 Einwohner.

Durch die Nähe zur Autobahn A 44 und seinen Eisenbahnanschluss ist Volkmarsen verkehrstechnisch sehr gut angebunden.

Große Arbeitgeber sind die Firmen Phönix (Armaturen), Henkelmann (Wurstwaren) und das auf Gefäßchirurgie und Geburtshilfe spezialisierte St. Elisabeth-Krankenhaus mit angeschlossenem Ärztehaus. Weithin bekannt ist Volkmarsen für sein Sauerbrunnen-Mineralwasser, das aus derzeit vier erschlossenen Quellen sprudelt.

Mit der Stadthalle, dem Burgschwimmbad und dem Ehringer Freibad, zahlreichen Dorfgemeinschaftshäusern sowie der liebevoll restaurierten Altstadt verfügt Volkmarsen über eine gesunde Infrastruktur. Neben der Kugelsburgschule als Haupt- und Realschule gibt es in Volkmarsen mit der „Villa R“ eine attraktive Grundschule.

Volkmarsen und seine Stadtteile verfügen über eine breite Vereinslandschaft, die sportlich und kulturell für fast jeden Geschmack etwas bietet. Überregional bekannt sind die Karnevalisten, die am Rosenmontag tausende von Zuschauern in die Kugelsburgstadt locken.

Seit dem Jahr 1990 unterhält die Stadt Volkmarsen partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt Buttelstedt in Thüringen.

Geografie

Geopark Grenzwelten

Der Geopark GrenzWelten im Landkreis Waldeck-Frankenberg umfasst die geologisch und landschaftlich sehenswerte Mittelgebirgslandschaft im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Nordrhein-Westfalen und reicht von den Gipfelregionen des Sauerlands und Kellerwalds bis hinunter in die Täler und Becken der Hessischen Senke. Im Vordergrund stehen Einblicke in die Erdgeschichte und die Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft.

Auf dem Volkmarser Stadtgebiet gibt es drei Stationen des Geoparks Grenzwelten:

Lage

Die Kleinstadt Volkmarsen im "Waldecker Land" liegt in Nordhessen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

In Volkmarsen mündet die Erpe nordwestlich der Kugelsburg in die Twiste, zwischen Külte und Volkmarsen auch die Watter.

Geschichte

800 Jahre steinerne Geschichte

Über allem thront die Burg

Die Kugelsburg aus dem Jahre 1200 ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Vokmarsen. Sie wurde im Siebenjährigen Krieg zerstört. Heute laden nicht nur ein Ausfluslokal, sondern auch die GeoStation zur Muschelkalk-Felsklippe des "Scharfen Steins" am Fuß der Burg zum Verweilen ein.

Die Gegend im Bereich von Erpe und Twiste, in der Volkmarsen liegt, blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte bis zur Vorzeit zurück, was auch zahlreiche steinzeitliche Bodenfunde, darunter Geräten und Waffen aus Feuerstein sowie Keramikscherben belegen.

Über allem thront heute die Ruine der Kugelsburg: im Jahr 1200 wurde die Burg von den Grafen von Everstein erbaut - übrigens nicht zum Schutz der Stadt. Graf Albrecht III. von Everstein gilt als Erbauer der Kugelsburg bei Volkmarsen. Nach dem Sturz Heinrichs des Löwen im Jahre 1180 wurde er Lehnsmann des Kölner Erzbischofs , der die Burgen seiner Vasallen aufkaufte und sie dann als Lehen vergab. Die Eversteiner hielten bereits seit Ende des 11. Jahrhunderts den Ort Volkmarsen, allerdings als Mainzer Lehen, und bereits um 1200 hatte Albrecht ausgedehnten weiteren Besitz in der Umgebung hinzugewonnen.

In der Mitte des 12. Jahrhunderts kam Volkmarsen in den Besitz von Corvey, wie Papst Hadrian IV. am 25. Februar 1155 bestätigte. Der Bau der Burg war jedoch nicht etwa zum Schutz der Stadt gedacht, sondern war ein Versuch des Corveyer Abtes, den Mainzer Expansionsbestrebungen einen Riegel vorzuschieben. Schon 1198 hatte Abt Widukind einen Schutzvertrag mit dem Kölner Erzbischof Adolf I. von Altena geschlossen.

Papst Gregor IX. bestätigte 1233 dem Kloster Corvey den Besitz der Kugelsburg sowie der Stadt Volkmarsen. Von 1239 bis 1293 bewohnten die Grafen von Everstein die Burg, und da die Stadt Volkmarsen ihnen nicht unterstand, gab es häufig Streit zwischen beiden. Schon 1239 hatte Graf Otto IV. von Everstein seine Rechte an den Kirchen in Volkmarsen, Wittmar und Benfelde dem Kloster Arolsen übereignet, welches kirchlich zur Diözese Mainz gehörte, und somit den Konflikt verschärft. 1255 verpfändete Konrad III. von Everstein die "Cugelenburg" teilweise an das Kloster Gehrden (Brakel). Räubereien der Burgmannen führten 1260 zur strafweisen Zerstörung der Burg, die allerdings schon bald wieder aufgebaut wurde.

1297 / 1303 verzichtete Graf Otto von Everstein gegenüber dem Kölner Erzbischof Wigbold von Holte auf seinen Teil der Kugelsburg, und 1298 begab sich das Kloster Corvey selbst unter die Schutzherrschaft des Kölner Erzbischofs und überließ ihm seinen Teil der Burg für zwei Jahre als Pfand. 1304 verpfändete Corvey erneut seine Hälfte der Burg und der Stadt an das Erzbistum Köln, das die Anlage verstärken und den Bergfried bauen ließ. Damit hatte Kurköln endgültig eine Enklave in Nordhessen.

Aus der Stadtgeschichte

Stadtblick Volkmarsen - vorne rechts das historische Rathaus

Nach einer Überlieferung errichtete ein Abt namens Volkmar aus dem Kloster Corvey bereits vor dem Jahr 1000 einen Hof, den er "Volkmarshus" nannte. Möglicherweise kam Volkmarsen so zu seinem Namen.

Sicher ist jedenfalls, dass Volkmarsen im Jahre 1155 in einer Bulle des Papstes Hadrian IV. erstmals erwähnt wurde und 1233 in einem Schutzbrief von Papst Gregor IX. als Stadt (oppidum) erscheint.

Bereits 1277 hatte Volkmarsen eine Münzstätte, Gerichtsbarkeit und Marktrechte. Mit dem Bau der katholische Pfarrkirche "St. Marien" wurde um 1260 begonnen. 1304 verpfändete das Kloster Corvey eine Hälfte der Stadt und der Kugelsburg an den Erzbischof von Köln, die zweite Hälfte erwarb sein Nachfolger im Jahr 1440.

An das mittelalterliche Dorf und die spätere Wüstung Wittmar bei Volkmarsen erinnert die Wittmarkapelle - zwischen Volkmarsen und Welda - gelegen, die um das Jahr 930 am Ort einer älteren Kirche erbaut wurde. In Richtung Herbsen lag ehemals das Dorf und die spätere Wüstung Mederich mit der Mederichkapelle. Auch zwei Warttürme erinnern an mittelalterliche Zeiten, die Scheidwarte, zwischen Volkmarsen, Ehringen und Lütersheim und die Reste der Judenwarte, zwischen Volkmarsen und Herbsen gelegen. Von über 17 untergegangene Siedlungen ist die Rede, die einst im Bereich von Volkmarsen lagen. Die ehemaligen Bewohner verließen besonders in Kriegszeiten ihre Häuser und Höfe und suchten Schutz hinter den Mauern der Stadt Volkmarsen.

Das Rathaus von Volkmarsen, ein zweigeschossiger Steinbau mit einem Turmbau über der Freitreppe, wurde erstmals im Jahre 1327 erwähnt. Im Erdgeschoss befand sich früher eine Kaufhalle und der riesige Dachboden diente als Zehntscheune und Vorratslager für Brotgetreide, bevor das Gebäude wieder zum Rathaus ausgebaut wurde.

Ebenfalls aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt das Steinwerk, errichtet als Speicherbau und Zufluchtsstätte für Adelige und Patrizier, das heute u. a. für Handwerksseminare genutzt wird.

Das älteste Haus der Stadt ist allerdings das (modernisierte) mittelalterliche Steinhaus in der Pfortenstraße.

Das Rathaus in Volkmarsen

In der wechselvollen Stadtgeschichte gehörte Volkmarsen ab dem frühen 16. Jahrhundert zum Herzogtum Westfalen, nachdem das Kloster Corvey auf seine Rechte auf Rückerwerb verzichtet hatte, ab 1802 vorübergehend zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und einige Jahre auch zum Königreich Westphalen (Canton Volckmarsen) das nach dem Frieden von Tilsit im Jahre (1807) entstand und mit König Jérôme, dem jüngsten Bruder von Napoléon Bonaparte, an der Spitze errichtet wurde.

Nach der Völkerschlacht bei Leipzig löste sich das Königreich Westfalen bereits wieder auf. Durch den Wiener Kongress 1814/1815 wurden die alten Regierungsstrukturen weitestgehend wieder hergestellt und Veränderungen aus der Zeit des Königreichs Westphalen abgeschafft, die unter anderem in der Einführung der Gewerbefreiheit und des Code Civil zum Ausdruck gekommen waren.

Nach dem Wiener Kongress erhielt Preußen die Stadt, trat Volkmarsen aber im Jahre 1817 an Kurhessen ab, bevor die Stadt im Jahre 1866 erneut preußisch wurde, als Kurhessen von Preußen annektiert wurde.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt an die Eisenbahn angeschlossen. Zunächst wurde 1890 die Strecke Warburg - Volkmarsen - Arolsen in Betrieb genommen (die Strecke Warburg - Volkmarsen wurde Anfang der 1980-er Jahre stillgelegt und später demontiert) ab dem Jahr 1897 führte dann eine Eisenbahnstrecke von Volkmarsen nach Wolfhagen und weiter in Richtung Kassel. Im Jahre 2011 wurde der Volkmarser Bahnhof zuletzt renoviert.

Durch Erlass des preußischen Ministers für Volkswohlfahrt vom 9.5.1930, erhielt die in Volkmarsen gelegene Quelle "Sauerbrunnen" ihre staatliche Anerkennung.

Seit 1945 gehört Volkmarsen zum Bundesland Hessen.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam Volkmarsen im Jahre 1972 aus dem damaligen Landkreis Wolfhagen zum Landkreis Waldeck und gehört seit 1974 zum Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Bekannt ist Volkmarsen auch als Narrenhochburg. Etwas spezielle ist der Volkmarser Karnevalsruf „Schurri", mit dem früher hessische Söldner in den Krieg verabschiedet wurden.


Eine umfangreiche Übersicht (Zeitleiste) zur Geschichte von Volkmarsen findet sich auf wiki-de.genealogy.net/Volkmarsen

Hundert Dinge, ...

Heimatmuseum und Geschichtswerkstatt

Das Haus Dr. Bock (Kasseler Str. 6) beherbergt das Volkmarser Heimatmuseum und die Geschichtswerkstatt. Im Obergeschoss des Gebäudes befinden sich das Heimatmuseum und das Landwirtschaftliche Museum, im Erdgeschoss die Dauerausstellung „Deutsch-jüdisches Leben in unserer unserer Region im Laufe der Jahrhunderte“.

Kirchen

Kath. St. Marien - Kirche

Die katholische Wittmarkapelle - zwischen Volkmarsen und Welda - gelegen, wurde bereits um das Jahr 930 am Ort einer älteren Kirche in der Wüstung Wittmar erbaut. Sie wurde der Mutter Gottes (St. Marien) und dem heiligen St. Martin geweiht.

Nach einer umfassenden Renovierung in den Jahren 2000 - 2003 finden in den Sommermonaten wieder regelmäßig Messen statt.

Deutlich jüngeren Datums ist die katholische Kirche St. Marien in Volkmarsen, die inzwischen aber auch mehr als 700 Jahre alt ist.

Die Kirche enstand ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts (um 1260) als gotische Hallenkirche mit mächtigem Westturm und reichem Südportal.

Zuvor bestand eine Kirche, die dem Hl. Laurentius gewidmet war und deren Reste heute noch an der "Vikarie" zu sehen sind. Die Vorgängerkirche wurde im Laufe der Zeit wohl zu klein oder genügte nicht mehr den Ansprüchen der Volkmarser Bürger, so dass die neue Kirche entstand.

Nachdem der Kirchbau ins Stocken geraten war, wurde die Kirche zu Beginn des 14. Jahrhunderts von Steinmetzen wahrscheinlich unter dem Baumeister Johann Pardan aus Scherfede vollendet, der auch für den Bau der Warburger Altstadtkirche verantwortlich war.

Die Kirche entstand als dreischiffiger Hallenbau mit Rechteckchor und Westturm. Besonders reich wurde das Südportal ausgestaltet. An der Nordseite des Turms entstand im 16. Jahrhundert die Marien-Kapelle.

1632 wurde die Kirche St. Marien während des 30-jährigen Kriegs von hessischen Truppen ausgeraubt und brannte völlig aus. Unter erheblichem Aufwand der Bürgerschaft erfolgte 1669 eine großzügige Erneuerung und Renovierung.

Die evangelische Pfarrkirche wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts aus heimischem Sandstein im neo-romanischen Baustil errichtet.

Literatur

  • Karl Lyncker, Das Schutz- und Trutzbündniß der Städte Warburg, Hofgeismar, Wolfhagen, Volkmarsen und Stadtbergen vom Jahr 1358, in: ZVHessG 6 - 1851, S. 176 ff.
  • Paul Lebrecht Kailuweit, Chronik der Stadt Volkmarsen - Geschichts- und Heimatverein Volkmarsen e. V., Band 1, 1993 - Bd. 2, 1996
  • Wolf Vervoort, 750 Jahre Stadt Volkmarsen – Chronik einer Kleinstadt, Volkmarsen 1983
  • Wolf Vervoort, Führer durch die Altstadt Volkmarsen und ihre Gemarkung, Heimat- und Geschichtsverein Volkmarsen 2004
  • Reiseführer: Gastliches Waldecker- und Frankenberger Land, Bautz-Verlag 2008
  • Arbeitskreis „Rückblende - Gegen das Vergessen“ (Hrsg.), Stadtführer „Altes mit jungen Augen sehen - Volkmarsen: Meine Stadt in Geschichte und Gegenwart“, 2014 [2]

Persönlichkeiten

Rathaus in Volkmarsen

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister von Volkmarsen ist Hartmut Linnekugel.

Parteien

Wahlkreise

Bundestag

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten am Ort

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

siehe auch

Evangelische Kirche in Volkmarsen

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt hat Volkmarsen fünf Stadtteile: Ehringen, Herbsen, Hörle, Külte und Lütersheim.

Vereine

Die Kugelsburg-Musikanten beim Neujahrskonzert im Januar 2011.[3] Foto: Trautmann

Verkehrsanbindung

Volkmarsen liegt in der Nähe der Bundesautobahn A 44 (Dortmund −Kassel) und an der Eisenbahnstrecke KorbachKassel.

Volkmarser Sauerbrunnen

Die Freizeitanlage am Volkmarser Sauerbrunnen - an der gleichnamigen Quelle zwischen Volkmarsen und Ehringen gelegen - wird vom Kur- und Verkehrsverein betrieben.

Wandern und Radwandern

Radwandern

  • Der Radweg "R 51" verläuft aus Richtung Warburg nach Volkmarsen. Er verläuft zunächst parallel zur Diemel an der Wormelner Straße entlang, vorbei an der Twistemühle entlang der Twiste und an Wormeln vorbei, unter der Autobahnbrücke der A 44 hindurch, bis zur Abbiegung nach Welda. Entlang der Landstraße wird Volkmarsen erreicht und auf der Wittmarstraße die Stadtkirche und das Rathaus. Über den Steinweg, entlang der Bahnstrecke und an der Arolser Straße führt der Weg zum Bahnhof von Volkmarsen. (Quelle: NVV-Freizeittipps)

Wandern

Wüstungen

Um Volkmarsen herum gibt es über 17 untergegangene Siedlungen. Die bekanntesten Wüstungen sind Wittmar, Mederich und Wetter, von denen Kapellen übriggeblieben sind.

Wussten Sie schon ...

Brunnen vor dem Rathaus
  • ... dass das Erdgeschoss des Volkmarser Rathauses früher eine Kaufhalle war und der riesige Dachboden als Zehntscheune und Vorratslager für Brotgetreide diente? Im Jahr 1327 wurde das Rathaus erstmals in einer Urkunde erwähnt, es muss also zu dieser Zeit schon erbaut gewesen sein.
    Ernst Klein,Volkmarsen
  • ... dass im Dreißigjährigen Krieg die bei Volkmarsen lagernden Kaiserlichen Truppen plündernd durch das Land zogen? In Bründersen und Ippinghausen wurden über 100 Pferde, 200 Rindviecher und über 1200 Schafe mitgenommen.
    Herbert Jacob, Heimat- und Geschichtsverein, Wolfhagen
  • ... dass 1632 landgräfliche Soldaten, die die bei Volkmarsen lagernden Kaiserlichen Truppen verjagen sollten, in Wolfhagen hängen blieben, da plünderten und zündelten?
    Herbert Jacob, Heimat- und Geschichtsverein, Wolfhagen
  • ... dass die Volkmarser wegen des ständigen Brennholzmangels mindestens seit 1827 eine umfangreiche Torfstecherei in städtischer Regie auf dem Stadtbruch betrieben? Torf war lange Zeit der meistgenutzte Brennstoff für Wohnhäuser und öffentliche Gebäude.
    Ernst Klein, Volkmarsen
  • ... dass 63 Volkmarser im Jahr 1849 in Bremen Opfer eines Betrügers wurden? Er kassierte das Schiffsgeld und verschwand nach Amerika, ohne die Passagen für die Auswanderer zu bezahlen. Zwischen 1840 und 1860 waren wegen der großen Armut zahlreiche Volkmarser ausgewandert - die meisten nach Nordamerika, aber auch Australien, Südamerika und Russland waren Ziele.
    Ernst Klein, Volkmarsen

Weblinks und Quellen

Quellen

  1. Informationen zum Geopark-Grenzwelten
  2. HNA-online vom 21.1.2014 - Geschichte frisch verpackt: Stadtführer für junge Menschen
  3. Aus der HNA vom 9. Januar 2011: Gelungenes Neujahrskonzert als Auftakt zum 90-jährigen Bestehen des Musikvereins

Weblinks



Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg
WappenWaldeckFrankenberg.jpg

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