Volkhardinghäuser Synode

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Ehemalige Klosterkirche in Flechtdorf

Am 26. Juni 1526 ließ Graf Philipp IV. in der Stadtkirche Waldeck einen lutherischen Gottesdienst halten und führte offiziell die Reformation in der Grafschaft ein, noch vier Monate vor der Homberger Synode in der benachbarten Landgrafschaft Hessen. Im gleichen Jahr organisierten Philipp IV. und Graf Wolrad II. (von Waldeck-Eisenberg) auf einer Synode im später aufgelösten Kloster Volkhardinghausen die Waldeckische Lutherische Landeskirche und orientierten sich dabei weitgehend an dem „Evangelischen Ratschlag an Graf Philipp IV. zu Waldeck“ des hessischen Reformators Adam Krafft. Zuvor hatte schon Graf Philipp III., in den Jahren 1524 bis 1539 Graf von Waldeck-Eisenberg, mit der "Landordnung" von 1525 die Reformation in seiner Grafschaft eingeleitet.

Im Jahre 1521 wurde Graf Philipp IV. (von Waldeck-Wildungen) auf dem Reichstag zu Worms ein Anhänger der reformatorischen Lehre. Er setzte den mit einer ehemaligen Nonne verheirateten und aus seiner Vaterstadt vertriebenen Priester Johann Hefentreger als Pfarrer ein. Zwei Gedenktafeln an den Eingängen der Stadtkirche Waldeck erinnern an den 17. Juni 1526, an dem Hefentreger die erste evangelische Predigt hielt und damit die Reformation für das Waldecker Land einführte.

In Folge der Reformation wurden die Klöster in der Grafschaft nach hessischem Vorbild aufgelöst, so z. B. Kloster Berich, Kloster Flechtdorf, Kloster Marienthal, Kloster Schaaken oder Kloster Werbe, wobei die Erträge für mildtätige Stiftungen oder auch als Grundstock für die Gründung der Alten Landesschule Korbach Verwendung fanden.

siehe auch