VfL Tura Kassel

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Der VfL TuRa Kassel war ein traditonsreicher Fußballverein in Kassel, der 1904 gegründet wurde, damals noch unter dem Namen Vereinigter Bewegungssportverein 1904 Herkules Cassel, kurz BV Herkules.

Der Wehlheider Stadtteilverein stand oft im Schatten der Lokalmatadoren SV Kurhessen, CSC 03, BC „Sport“ und Spielverein 06.

Geschichte

Bereits unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges schloss sich der Verein mit dem SV West zum Rasensportverein Cassel 1904 zusammen; am 15. Juni 1919 kam es erneut zur Fusion: aus dem RSV Cassel, der TG 1868 Wehlheiden und der TG 1899 Wehlheiden wurde der SV TuRa Cassel-Wehlheiden, ab 1926 dann VfL TuRa Kassel genannt. Der erste Weltkrieg hatte unter den Mitgliedern der Wehlheider Sportvereine viele Opfer gefordert. So schlossen sich die Turngemeinde 1868, die Turngemeinde 1899 und der Rasensportverein 1904 zusammen und gründeten am 15. Juni 1919 den Turn- und Rasensportverein 1868 (Tura). In der zweiten Hälfte der 20er Jahre fiel dieser Zusammenschluss wieder auseinander.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Verein im Jahre 1947 im Kasseler Großverein KSV Hessen Kassel auf. Als nach Kriegsende alle Sportvereine aufgelöst wurden und zunächst pro Stadtteil nur ein Verein zugelassen wurde, entstand 1946 zunächst die SG Wehlheiden, die sich bald darauf Kasseler SV nannte und im November 1947 mit dem VfL Hessen Kassel zum KSV Hessen Kassel fusionierte.

Auf der Anlage des VfL TuRa im Schönfelder Park wurde dann 1951 der heutige Kasseler SV gegründet. Ehemalige „TuRaner“ gründeten seinerzeit den SV Wehlheiden, der 1954 in Kasseler SV umbenannt wurde. Dieser heute noch bestehende Verein ist auf der ehemaligen Anlage des VfL TuRa im Schönfelder Park, der Wilhelm-Buchenau-Kampfbahn, heimisch.

Literatur

  • Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine. Hessen. Agon Sportverlag, Kassel 2005, ISBN 3-89784-244-0, S. 51
  • Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. Agon Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 260

Weblinks und Quellen



  1. D. Mentel / W. Hermsdorff, Die Wilhelm-Buchenau-Kampfbahn auf www.ksv51.de