VOLKSWAGEN - Werk Kassel / Baunatal 1983

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Ereignisse 1983

Arbeit für 16.111 Menschen

Am 31. Dezember 1983 haben im VW-Werk 16.111 Menschen gearbeitet.

Einweihung Rechenzentrum

Am 9. Mai 1983 wurde das Gebäude des Rechenzentrum eingeweiht, das gegenüber Sektor 14 Halle 3 Nordrandbau steht. Die Hauptaufgabe liegt bei der Betreuung der Nutzer von EDV-Geräten im VW-Werk.

Silberhochzeit bei VW in Kassel

  • Quelle: IGM -aktuel 15.02.1983 Nr. 10 Zeitung für das VW-Werk Kassel
  • Für die Beschäftigten vollzog sie sich im Stillen:

Das Werk Kassel hat Sil­berhochzeit. In Wahrheit ist es nur ein silbernes Jubi­läum. Silberhochzeit ist aber deshalb zutreffend, weil man doch nach 25 Jahren auch mit seiner Arbeit ein „ehe­ähnliches Verhältnis" be­kommt.

Wenn man nachrechnet, dann stellt man fest, daß man mit der Arbeit mehr zusam­men war, als mit der Familie zu Hause.

Zu den Werksangehörigen, die mit dem Werk Kassel seit 25 Jahren „verheiratet" sind und nicht aus einem anderen VW-Werk übernommen wur­den, gehören auch die Werksangehörigen Walter Weber und Friedrich Mantschuk.

Friedrich Mantschuk war, bevor er am 16. Dezember'57 zu VW kam, im Omnibusbau des Henschelwerkes in Altenbauna tätig. Der gelernte Ma­schinenschlosser blieb also im Werk, nur der Name des Unternehmens hatte sich geändert. Sein Stundenlohn fiel allerdings von DM 2,60 auf DM 2,30 , „aber dafür brauchte ich nicht nach Kassel zu wech­seln," sagte der Großenritter. Der spätere Vorarbeiter in der Maschinenrepäratur hat in der Versorgung angefan­gen, zu der auch die Fernhei­zung vom alten Kesselhaus aus zählte. Hier hat er auch Heiz-Schichten gefahren.

Das mit dem eheähnlichen Verhältnis findet er treffend. Damals haben wir in der Wo­che in 14-Stunden-Schichten die Maschinen in Wolfsburg abgebaut und übers Wo­chenende hier wieder aufge­stellt, damit die Produktion am Montag wieder laufen konnte, erzählt Friedrich. „Nur sowas zählt heute nicht mehr" fügt er etwas wehmü­tig hinzu und freut sich, daß er im Rahmen der 59er Rege­lung ausscheiden kann.

Walter Weber ist ein altein­gesessener Altenbaunaer, was er betont haben will. Sei­ne Elektrikerlehre hat er im Werk Altenbauna der Fa. Henschel-Flugmotoren an­gefangen und in Kassel be­endet. Als am 1. November 1957 das Henschelgebäude von VW gekauft wurde, wech­selte Walter am 11. Dezember zu VW und gehört — sozusa­gen — bereits zum VW-Inventar. Fast jedes Telefon im Werk ging seitdem durch sei­ne Hände. Sein Stundenlohn erhöhte sich mit dem Wech­sel von 1,70 auf 2,30 DM und er konnte wieder zu Fuß an die Arbeit gehen. „Das Arbeitsklima war damals viel menschlicher," sagt Walter heute, „jeder kannte jeden und auch die Vorgesetzten mit Rudolf Leiding als Werk­leiter waren für einen immer da". Nur daß plötzlich das Werk „Kassel" und nicht „Al­tenbauna bzw. Baunatal" hieß, hat Walter dem Vor­stand auch nach 25 Jahren noch nicht verziehen. (rs)

siehe auch

Geschichte VOLKSWAGEN - Werk Kassel / Baunatal

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