VOLKSWAGEN - Werk Kassel / Baunatal 1960

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Ereignisse 1960

Dr.Rudolf Leiding 1960 vor dem Nordrandbau der der Halle 1 im VW-Werk Kassel / Baunatal auf dem Werkgelände des damaligen Altenbauna.
Links die so genannte Villa Hügel, Verwaltungsgebäude der Henschel Flugmotorenbau GmbH, diese wurde 1961 abgerissen und das Gelände später eingeebnet.
  • Die Volkswagenwerk GmbH wird am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und teilprivatisiert und heißt mit neuem Namen "Volkswagenwerk Aktiengesellschaft". 60 Prozent des VW-Stammkapitals werden in sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM ausgegeben.
  • Am 18. Januar 1960 wurde in Halle 1, die sich damals noch im Bau befand, mit der Fertigung von Getriebeteilen wie Kupplungskörper und Ausgleichsgetriebegehäuse begonnen.
  • Am 15. Februar 1960 nahm der Bau eines Heizkraftwerks im Südosten des Werksgeländes seinen Anfang.
  • Die Montage von Getrieben für den Volkswagen Typ 1 wurde am 12. Mai 1960 aufgenommen. Der Getriebebau nahm in der Halle 1 den größten Raum in Anspruch. Einzelteile wie Getriebegehäuse, Zahnräder, Antriebswellen, Kupplungs- und Synchronkörper wurden hergestellt, zu kompletten Getrieben montiert sowie zum Einbau nach Wolfsburg und Hannover verschickt.

Chronik in der HNA Jubiläums-Ausgabe

Cronik von Susanne Seidenfaden (phe) "50 Jahre VW in Kassel" Das Werk. Die Region. Unsere Zukunft " Juni 2008

  • Januar 1960
  • Halle 1 ist noch nicht fer­tig, da werden bereits der Werkzeugbau und die Scharfschleiferei von Wolfsburg dorthin ver­legt. Im Nordteil beginnt die Fertigung von Getrie­beteilen. Das Werk Kassel wird Zulieferer für die Se­rienproduktion.
  • Februar 1960
  • Erdarbeiten im Südosten des Werksgeländes berei­ten den Bau des Heizkraft­werkes vor, das im De­zember den ersten Kessel in Betrieb nimmt. Ein hundert Meter hoher Schornstein ist Kennzei­chen des Kraftwerkes.
  • Mai 1960
  • Die Montage von Getrie­ben für den Volkswagen Typ l wird in Halle l auf­genommen.
  • Juli 1960
  • Der Bau der Halle 4 star­tet. Sie verfügt über eine Nutzfläche von 137 000 Quadratmetern. Bereits zehn Monate nach Beginn richtet der Kundendienst hier im Mai 1961 die Er­satzteilefertigung und das Ersatzteilelager ein. Die Fertigung von 750 ver­schiedenen Teilen wird bis Ende 1966 vom Kun­dendienst aufgenommen.
  • August 1960
  • Die Härterei zur Bearbei­tung von Getriebeteilen geht im Südteil der Halle l in Betrieb. Die Volkswa­genwerk GmbH wird zur Volkswagenwerk AG um­firmiert.
  • September 1960
  • Die Leichtmetallgießerei beginnt im Südteil der Halle l mit der Erzeugung von Aluminium- und Mag-nesium-Gussteilen für den Getriebe- und Moto­renbau.
  • Dezember 1960
  • Das VW-Werk Kassel hat 6106 Mitarbeite, 4982 Menschen mehr als ein Jahr zuvor. Ver,antwort-lich ist der Produktions­anlauf im Getriebebau.
  • (phe)

Leichtmetallgießerei in Halle 1

Verdienstbescheinigung 1960
Quelle: Hermann Lange, Baunatal
  • 11. Juli 1960: Baubeginn der Halle 4 mit einer Nutzfläche von rund 137 000 Quadratmetern. Nach einer Bauzeit von zehn Monaten richtete der Kundendienst im Mai 1961 die Ersatzteilefertigung und ein Lager für Ersatzteile ein.
  • Einen Monat später, am 3. August 1960, ging die Härterei zur Bearbeitung von Getriebeteilen wie Zahnrädern und Wellen in Halle 1 in Betrieb.
  • Am 22. September 1960 begann die Leichtmetallgießerei in Halle 1 mit der Erzeugung von Aluminium- und Magnesium-Gussteilen für den Getriebe- und Motorenbau im Druckguss- und Kokillengussverfahren.
  • Vier Wochen später, am 27. Oktober 1960, wurden die ersten Getriebe für den VW-Transporter montiert.
  • Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch nahm der erste Kessel des Heizkraftwerks 1 (HKW) am 4. Dezember 1960 den Betrieb auf. Bereits am 20. Dezember 1960 kam ein zweiter Kessel hinzu. Kennzeichen des Kraftwerks war ein Schornstein von 100 Metern Höhe. Damit begann die Eigenerzeugung von elektrischer Energie im Kraft-Wärmekopplungsverfahren.

Führungsleute aus dem Werk Wolfsburg kommen nach Kassel

Durch die Produktionsaufnahme der Getriebefertigung und Leichtmetallfertigung in der Halle 1 wurde es möglich das mehrere tausend Menschen einen Arbeitsplatz in diesem VW-Werk finden.

Zu den Neueinstellungen gehörten auch ca. 100 Fach- und Führungsleute die aus dem Werk Wolfsburg gekommen sind um die Einarbeitung und Führung der Neueinstellungen an den mitgebrachten Maschinen zu übernehmen bei vielen wurde Nordhessen zu Ihrer neunen Heimat.

Bis Ende des Jahres 1960 war die Belegschaft um weitere 4982 Werksangehörige gestiegen so das die Belegschaftsstärke im VW-Werk Kassel insgesamt 6106 Mitarbeiter beträgt.

Nach dem Bau der Halle 1 wird jetzt die Halle 4 mit einer Nutzfläche von 137.000 Quadratmeter ab 11.Juli 1960 in 10 Monaten Bauzeit errichtet.

Wärmendes Herz von Volkswagen in Baunatal

Baustelle Kraftwerk u. Halle 4 im Sommer 1960

Das Kraftwerk von VW ( seit 1960 ) erzeugt unter hohem Druck Wasserdampf, der sowohl die Produktionshallen wärmt als auch Turbinen antreibt, die Strom erzeugen. Das ist mit Kraft-Wärme-Kopplung gemeint. Seit 1980 profitiert auch die Stadt Baunatal vom warmen Atem des Volkswagenwerks. Den Anfang machte die VW-Siedlung am Baunsberg, später kamen weitere Quartiere dazu, auch Rathaus, Stadthalle, Sporthallen und Aqua-Park. Baunatals Stadtwerke haben dieses Fernwärmenetz inzwischen übernommen.

Geschichte VOLKSWAGEN - Werk Kassel / Baunatal

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