Völkershain

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Völkershain
Kirche-Völkershain.jpg
Kirche in Völkershain
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Gemeinde: Knüllwald
Einwohner: 150
Postleitzahl: 34593
Vorwahl: 05681
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 7
34593 Knüllwald
Stellv. Ortsvorsteher: Henning Seegers

Völkershain ist ein Ortsteil der nordhessischen Gemeinde Knüllwald im Schwalm-Eder-Kreis mit ca. 150 Einwohnern.

Gemarkung und Lage

Völkershain hat eine Gemarkungsfläche von rund 582 Hektar.

Durch Völkershain führt, von Remsfeld kommend, die Landesstraße 3153, eine alte Landstraße von Paderborn nach Hersfeld, weiter nach Ellingshausen. Im Süden von Völkershain zweigt die Landesstraße 3154 nach Wallenstein ab.

Im Osten führt direkt am Ort die Bundesautobahn 7 vorüber.

Geschichte

Völkershain wird erstmals 1462 als "Volkershain" urkundlich erwähnt.

Wappen der von Meisenbug in der Dorfkirche von Völkershain

Im Jahr 1569 wird die Kirche nach Remsfeld eingepfarrt. Ab 1572 ist Völkershain von den Landgrafen der Familie von Meisenbug zum Lehen gegeben. Die von Meisenbug üben auch die niedere Gerichtsbarkeit über den Ort aus, während die peinliche Gerichtsbarkeit dem Landgrafen zusteht. Im Jahr 1573 wird in Völkershain ein Schultheiß genannt. 1575 wird die Dorfkirche errichtet. Der Ort hat 1575 und 1585 18 Hausgesesse und gehört zum Amt Homberg. Die Kirche ist ein Filial der Kirche von Remsfeld. Ab 1587 gehört Völkershain zum Gericht am Walde.

Im Jahr 1647 haben die von Meisenbug nicht mehr die Strafgerichtsbarkeit inne, sondern nur noch die Zivilgerichtsbarkeit. Die Strafgerichtsbarkeit wird durch die Landgrafen ausgeübt.

1769 leben in Völkershain 121 Menschen. Im Jahr 1783 verkauft Wilhelm Karl von Meisenbug das Dorf Völkershain an Christian von Trümbach.

Während des Königreichs Westphalen gehört Völkershain zum Kanton und Friedensgericht von Frielendorf. Nach Wiederherstellung des Kurfürstentums Hessen im Jahr 1814 erneut Zugehörigkeit zum Amt Homberg. Nach der Kurhessischen Verwaltungsreform von 1821 gehört Völkershain dann zum Kreis und Justizamt Homberg. Im Jahr 1834 hat der Ort 185 Einwohner. Nach der Angliederung an Preußen ab 1867 gehört Völkershain zum Kreis sowie Amtsgericht Homberg.

Im Jahr 1932 werden die Kreise Fritzlar und Homberg zum Kreis Fritzlar-Homberg vereinigt. Die Gemeinde Völkershain wird Teil des neuen Kreises.

Anfang des 19. Jahrhunderts wird eine Pflichtfeuerwehr eingeführt. Die Einsatzfähigkeit im Ernstfall steht jedoch in Zweifel, da die Übung und Zuverlässigkeit zu wünschen übrig lässt. Auf Grund dessen beschließen am 13. Februar 1934 19 Männer des Dorfes eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

1961 leben in Völkershain 189 Menschen.

Am 31. Dezember 1971 gibt die Gemeinde Völkershain ihre Selbständigkeit auf und wird ein Ortsteil der Gemeinde Knüllwald.

Kirche

Museum

siehe auch

Wandern

Auf dem Lochbachpfad zum Wildpark

Wanderweg

Ein Wandervorschlag der Naturfreunde Kassel: Auf in den Knüll zur Ferdinand-Kesting-Hütte

Start ist beim Hotel „Tann-Eck“ im Burgweg in Knüllwald - Schellbach. Wir orientieren uns in der Straße Im Rot an der Markierung R. Es geht aufwärts zum Waldrand und wir passieren dabei den Aussichtspunkt „Pommerblick“. Nach Unterschreitung einer Hochspannungstraße geht es in den Wald. Beim Hohen Malstein (442 m) wird die Kreisstraße 37 gequert. Hier beginnt der 8,5 km lange Lochbachpfad mit dem rotem L auf weißem Grund als Markierung.

Zunächst auf breitem Forstweg, später auf einem schmalen Pfad, wandern wir zum Ebigköpfchen (426 m) hinauf. Unser Weg führt nun abwärts nach Südosten, und wir tangieren den Ortsrand von Wallenstein. Das Gasthaus „Zum Tanneneck“ bleibt links liegen und der Eingang zur Lochbachklamm wird erreicht. Der Weg folgt dem Lochbach aufwärts, wechselt dabei über zahlreiche Brücken ständig die Bachseite. Nach Verlassen des Bachlaufs folgen wir dem Radweg nach Hülsa. Im freien Feld angekommen schwenkt der Weg nach Norden. Wir wandern über die Wiesen weiter und passieren die Ferdinand-Kersting-Hütte. Erneut treten wir in den Wald ein und kommen wieder zum Hohen Malstein. Wir folgen dem Weg mit der Markierung +. Dieser Weg geht in nordwestlicher Richtung weiter. Unter einer Hochspannungsleitung verlassen wir für wenige Meter den Wald. Die Markierung + schwenkt nach rechts, wir setzen geradeaus die Wanderung auf dem Weg HR7 fort. Sie bringt uns zur Kreisstraße 39, auf der nach links folgend der „Wildpark Knüll“ erreicht wird.

Wir wechseln auf den Weg X 2. Er führt in nördlicher Richtung weiter. Nachdem wir zwischenzeitlich den Wald für etwa 500 m verlassen haben, treffen wir nach einem Kilometer wieder auf die Markierung +. Scharf nach rechts abbiegend, führt uns dieser Weg zum Ausgangspunkt.


Naturfreunde, Ortsgruppe Kassel: Peter Habermann, Tel. 05 61/ 82 19 18, Fax: 05 61/51 33 70. Aktuelle Wanderangebote erscheinen dienstags in der Rubrik „Vereine“. www.naturfreunde-hessen.de


Weblinks


Ortsteile der Gemeinde Knüllwald
Wappenknuellwald.jpg

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