Usseln

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Usseln
Kirche-St.Kilian-Usseln-DSC 0047.JPG
Ev. Kirche in Usseln
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Einwohner: rund 2000
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05623
Kfz-Kennzeichen: KB
Website: www.usseln.de

Usseln ist ein Ortsteil der Gemeinde Willingen im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit etwa 2.000 Einwohnern.

Der heilklimatische Kurort bietet vielfältige Freizeitangebote und ein gut angelegtes Netz an Wanderwegen.

Aktuelle Bilder von Usseln gibt es über Webcams.

Lage und Geografie

Usseln liegt im Nordwesten von Hessen in der Bergregion Upland des Rothaargebirges unweit zum Sauerland.

Die höchsten Erhebungen bei Usseln sind der Hopperkopf (832 m) und der Kahle Pön (774 m), beide an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen, der Hohe Pön (795 m) und der Krutenberg (789 m). Im Norden von Usseln liegt der Osterkopf (708,5 m).

Die Ortschaft selbst liegt auf gut 600 m Höhe am Oberlauf der Diemel, die in etwa 2 km Entfernung entspringt.

Geschichte

Der Fund eines Faustkeiles in Usseln belegt, dass Jäger und Sammler bereits um 7000 v. Chr. durch das Upland zogen. Doch erst im 1. bis 5. Jh. n. Chr. begann eine Besiedelung, besonders gegen Ende der Völkerwanderung um 375 nach Christus durch Sachsen und Cherusker.

Kirche St. Kilian in Usseln

Nach Ansicht von Fachleuten ist die erste Usselner Kirche bereits um 870 als Pfarrkirche des Bistums Paderborn gegründet worden. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort jedoch erst in einem gräflich-waldeckischen Lehnsregister aus den Jahren 1332 bis 1348, in dem die Herren von Rhena als Zehnten ausgewiesen werden. Usseln war zunächst nur ein Einzelanwesen, typisch für das Upland, das als lebensfeindliche Landschaft erst spät besiedelt wurde.

Ab 1100 unterstand Usseln der Grafschaft (später Fürstentum) Waldeck. Um diese Zeit entstehen in der Nähe von Usseln die drei kleinen Orte Aestenfelde, Otmarkusen und Wakenfeld. Aestenfelde und Otmarkusen hatten eine eigene Kirche. Alle drei Orte sind jedoch schon lange vor dem Dreißigjährigen Krieg aufgegeben worden. Sie wurden zur Wüstung, die Ortsnamen bestehen als Flurnamen weiter.

Die Geschichte Usselns und des gesamten Uplands war bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts durch eine große Armut der Bewohner geprägt, da die Landwirtschaft als Erwerbsquelle aufgrund der Höhenlage, des steinigen Bodens, der schlechten Witterungsbedingungen, der harten Winter und weitere Umstände sehr geringe Ernten abwarf. Wegen vielen Kinderkrankheiten, die damals nicht behandelt werden konnten, und dem sehr schlechten Ernährungszustand war zudem die Kindersterblichkeit sehr hoch.

Die rauhe Natur spiegelte sich auch in der Sprache der Upländer wieder: Die plattdeutsche Upländer Sprache war derb und stark im Ausdruck.

Ab 1550, nach dem Beginn der Eisenindustrie, nahm die Bereitschaft im Upland anzusiedeln stark zu, auch wenn die Bevölkerung durch Einzelereignisse wie Pestepidemien (1558), Hexenverbrennungen oder die Kribbel-Krankheit (1595) immer wieder dezimiert wurde.

Upländer Bauernmolkerei Usseln

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrfach geplündert, es kam zu Hungersnöten und Krankheiten unter der geschwächten Bevölkerung. Am Ende des Krieges waren in Usseln von 69 Häusern 43 zerstört, die Bevölkerung war von 300 bis 350 auf 120 bis 150 zurückgegangen. In den nachfolgenden Jahren war die Kindersterblichkeit sehr hoch, im Jahr 1660 lag das Durchschnittsalter der Verstorbenen bei etwa 18/19 Jahren.

Im 18. Jahrhundert kommt es erneut zu Epidemien im Dorf, unter anderem durch Rote Ruhr (1760, 1793/94), so dass die Einwohnerzahl nur langsam steigt. Jährlich starben etwa 30 der 450 bis 500 Menschen, zumeist Kinder.

Mehrfach gibt es Hungersnöte, weil der Winter zu früh einbricht oder der Sommer zu nass ist, so dass die Ernte nicht eingefahren werden kann. Im Frühjahr 1817 wurden die gepflanzten Kartoffeln aus der Erde gestohlen und gegessen. Viele Upländer gingen betteln, um nicht zu verhungern. Erst durch den Beginn des Anbaues von Winterroggen ab ca. 1830 verbessert sich die Ernährungssituation.

Deutlich zunehmen konnte die Bevölkerungszahl auch in den Folgejahren nicht, da Knechte, Mägde und Tagelöhner vermietet wurden, auch wenn die Fürstliche Waldeckische Regierung gegen "das Überhandnehmen des Vermiethens ins Ausland" vorging, weil im Fürstentum Waldeck ein fühlbarer Mangel an brauchbaren Personen zur Verrichtung des Gesindedienstes bestand. Auch der Brand von 1867, bei dem das halbe Dorf zerstört wurde, trug dazu bei, dass die Bevölkerung nicht weiter wuchs.

Erst mit technischen Neuerungen wie Strom und Wasser zu Beginn des 20. Jahrhunderts kletterte die Zahl der Einwohner auf über 1000 vor dem Zweiten Weltkrieg.

Aufstieg Usselns seit dem Mittelalter

Im 14. Jahrhundert wurde die Usselner Kirche als Steinbau errichtet (dreischiffige Basilika), einige Teile (Chor und Teile vom Mittelschiff) sind noch vorhanden. Usseln wurde immer mehr kirchlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Uplandes und der weiteren Umgebung.

Aus diesem Grund wurde Usseln zu dieser Zeit Sitz eines Marktes und eines Freigerichts, zu dem 12 Orte gehörten. Im Jahr 1367 sprach Graf Otto II. von seiner Grafschaft Usseln ("grapschapft to Uslon"). Im Jahr 1510 wird erstmals die Usselner Kirchenmühle im Landregister erwähnt, auch wenn die Mühle schon viel länger bestand. Die Mühle war bis 1903 verpachtet, dann wurde sie an die Müllersfamilie Wilke verkauft, die seit Jahrhunderten Pächter war.

Innenansicht der Kirche in Usseln

1537 wurde Usseln war dingpflichtig zum Gogericht Flechtdorf. Fünf Jahre später wurde die gesamte Dorfschaft Usseln zum Eisenberg gefordert (geladen) und verhört, weil unerlaubt Holz geschlagen worden sei. 1548 gab es eine Eingabe "der armen Underdanen des gantzen Kespel zu Usseln" an die Obrigkeit wegen der harten Lasten, geringen Löhnen und hohen Preisen.

Am 15. August 1549 war der Bürensche Einfall in Usseln. Wegen Grenzstreitigkeiten mit der Grafschaft Düdinghausen rückten die Herren von Büren mit 100 Mann in Usseln ein und raubten viel Vieh (324 Stück Rindvieh, 24 Pferde, 200 Schafe, 10 Ziegen), ein Teil wurde später zurückgegeben. Das anschließende Verfahren vor dem Reichskammergericht dauerte sehr lange.

Um 1550 wurde mit der Errichtung einer Eisenhütte im Stryck begonnen, 1562 wurde die Eisenhütte auf dem Alten Hagen erbaut, auf der jährlich 4000 bis 6000 Zentner Eisen gewonnen wurden. Durch das für die Eisengewinnung mit Adorfer Eisenstein und Upländer Holz (Holzkohle) benötigte Holz wurden im Laufe der Jahre die Laubwälder um Usseln abgeholzt, ohne dass im Rahmen einer geregelten Forstwirtschaft Neuanpflanzungen vorgenommen wurden. Die abgeholzten Flächen wurden von der Heide erobert. Die Heide wurde dann jahrhundertelang abgehackt und als Streu für das Vieh verwendet. Später wurden auch Heideflächen für die Landwirtschaft urbar gemacht.

"Zwischen Dittmarshausen und dem Pön, an der Diemel bei Usseln," wurde nach 1596 auch Silber geschürft, allmählich entstand der Upländer Wanderhandel, zunächst mit Kleineisenteilen, dann zunehmend mit Leinen.

Niedergang im Dreißigjährigen Krieg

Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618 bis 1648) wurde der Ort mehrfach, unter anderem 1622 von bayerische Soldaten, geplündert, von 69 Häusern wurden 43 zerstört. Durch Pestepidemien und Hungersnöte sank die Zahl der Bewohner von Usseln um zwei Drittel und viele Felder lagen Brach. Der Ort erholte sich von diesem Rückschlag nur sehr langsam.

Zudem brannten am 1. November 1642 in Usseln 14 Häuser und die Kirche ab. Von den drei Kirchenglocken fielen zwei herunter und zerbrachen, eine zerschmolz. Man nahm damals an, dass das Feuer von Fremden gelegt worden sei, um die Dorfschaft wegen eines beabsichtigten Diebstahls oder eines Überfalls abzulenken. Noch im Jahr 1650 konnte kein Gottesdienst in der Kirche abgehalten werden, weil das notdürftig mit Stroh gedeckte Dach durch Regen und Schnee verfaulte. Ein neues Pfarrhaus wurde erst im Jahr 1710 gebaut.

Heimatmuseum in Usseln

Die Jahrhunderte dauernden Grenzstreitigkeiten zwischen dem Fürstentum Waldeck und Erzbistum Köln, dem das Bistum Paderborn bereits 1231 unterstellt wurde, wurden durch den Usselschen Vergleich vom 19./29. Juli 1664 beendet. Dabei verzichtete u.a. das Kloster Glindfeld auf seine Rechte am Alten Hagen.

Auch vom Siebenjährigen Krieg wurde Usseln heimgesucht, als durch französische, preußische und englische Soldaten in den Jahren 1759/60 Ernten zerstört und Gewalttaten ausgeübt wurden.

Im Jahr 1844 kam es zu einem großen Brand, dem 44 Häuser, die Hälfte des Ortes, zum Opfer fielen. Betroffen war der Ortsteil östlich (rechts) der Diemel. Danach wurde für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser eine Art Bebauungsplan durch die Fürstliche Verwaltung aufgestellt. Die Feuersbrunst brachte in den sowieso sehr schlechten Zeiten weiter Not und Elend in das Dorf. In ganz Waldeck wurde "für die armen Abgebrannten in Usseln" gesammelt. In Korbach wurde sogar ein Feuerwerk zum "Besten der Abgebrannten von Usseln" veranstaltet.

Bei der Frühjahrsrevolution 1848 standen die Upländer auf Seiten des Fürstenhauses. Am 19. April marschierte ein großer Haufen Upländer "unter Führung des Bergfactors Rock vom Herrnwiesenhammer" nach Arolsen, um sich der Fürstin zur Verfügung zu stellen. Sie waren mit Dreschflegeln, gerade gerichteten Sensen und anderen zu Waffen umfunktionierten Gegenständen ausgerüstet. Sie wurden in Arolsen in der fürstlichen Reitbahn einquartiert und verpflegt. Am nächsten Tag konnten sie ohne Kampfeinsatz wieder ins Upland ziehen. Pfarrer Steinmetz aus Usseln wurde im April in die verfassunggebende Versammlung in Arolsen gewählt.

Modernisierung im 19. Jahrhundert

Usseln - Ortsansicht beim Hotel zur Post

Um 1850 wurde die Verbindungsstraße zwischen Korbach und Brilon als "Staatsstraße" gebaut (später Reichsstraße 251, jetzt Bundesstraße B 251). Durch diese Verbindung wird 1873 eine Posthalterei eröffnet, ab 1876 gibt es auch eine planmäßige Personenpost.

Um 1875 lässt sich ein Arzt in Usseln nieder, im Jahr 1883 erhielt Usseln eine öffentliche Fernsprechstelle. Es wurde eine Telefonverbindung mit Willingen geschaffen und 1898 eröffnet, die Sparkasse Korbach eröffnete in Usseln im Hause Küthe-Hertigen eine Zweigstelle.

Usseln im 20. Jahrhundert

Nach jahrelanger Forderungen der Schulaufsicht baute die Gemeinde 1911/12 eine neue Schule (die jetzige Grundschule). In den folgenden Jahren erhielt Usseln eine zentrale Wasserversorgungsanlage und wurde ans Strom- und Eisenbahnnetz angeschlossen.

Die Ortsgruppe Usseln der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) wurde 1928 gegründet. Sie erhielt während der nationalsozialistischen Diktatur bei der Reichswahl 1933 68,92% der Stimmen.

Ein Jahr später baute die Gemeinde gegenüber dem Sportplatz ein Arbeitsdienstlager, das vom Reichsarbeitsdienst angemietet und mit ca. 250 Männern belegt wurde. Vorher waren die Arbeitsdienstmänner vorübergehend in der Schützenhalle untergebracht.

Im zweiten Weltkrieg fielen an allen Fronten 61 Usselner bzw. blieben vermisst.

Kurpark in Usseln

Am 29. März 1945 rückten amerikanische Truppen von Süden kommend in Usseln ein. Kurz danach sprengten deutsche Soldaten die Straßenbrücke über die Eisenbahn auf der Breite. Sie wurde noch 1945 wieder aufgebaut, 2004 abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in den Baracken ca. 250 Heimatvertriebene und Flüchtlinge untergebracht. Der letzte Teil des Lagers wurde 1969 abgebrochen. Durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen erreichte der Ort nach dem Krieg vorübergehend eine höhere Bevölkerungszahl als zuvor, die aber wieder abnahm.

Der Fremdenverkehr erhielt in der Nachkreigszeit zunehmend eine wirtschaftliche Bedeutung für den Ort und wurde wichtigster Wirtschaftsfaktor.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung schloss sich 1970 die Gemeinde Hemmighausen an Usseln an. Ab 1. Januar 1972 schlossen sich Usseln, Eimelrod, Neerdar, Bömighausen und Welleringhausen zur neuen Gemeinde Upland zusammen, die zwei Jahre später mit Willingen durch ein hessisches Gesetz ab 1. Januar 1974 zur neuen Gemeinde Willingen (Upland) fusioniert wurde.

Durch späteren Beschluss der Gemeindevertretung wurde die Gemeindeverwaltung im Ortsteil Willingen eingerichtet.

1988 wurde unter Führung der örtlichen Vereine die 650-Jahrfeier mit Festakt und zweitägigem historischem Straßenfest veranstaltet.

Kirchen

St. Sturmius in Usseln

Literatur

Museen

Persönlichkeiten

  • Friedrich Brüne, geb. 1878 in Usseln, Moorforscher und Bodenkundler.
  • Karin Jäger-Brügges, nahm an den Langlaufwettkämpfen der Olympischen Winterspiele 1980 in Lake Placid, 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary teil.
  • Iris Schulze, nahm an den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck teil (5 und 10 km Langlauf in Seefeld). Über 100 Usselner unterstützten sie bei den Wettkämpfen.

Sehenswürdigkeiten

Blick auf die Diemelquelle oberhalb von Usseln
Graf-Stolberg-Hütte oberhalb von Usseln
Blick auf die Mühlenkopfschanze

Zu den Sehenswürdigkeiten in und nahe Usseln gehören:

  • Hochheideflächen auf dem Osterkopf (708 m) und Kahlen Pön
  • Naturschutzgebiete Alter Hagen und Jägers Weinberg (Hochmoor)
  • Altar aus dem Jahr 1693 des Barockbildhauers Josias Wolrat Brützel in der Kilianskirche
  • Die Quelle der Diemel zwischen Auf'm Knoll und Kahlen Pön
  • Biathlon-Olympiastützpunkt auf dem Roth
  • Mühlenkopfschanze als größte Skisprunggroßschanze der Welt im Strycktal

siehe auch

Tourismus

Bereits im Jahr 1885 wurde der Upländer Gebirgsverein gegründet, dessen Aufgabe unter anderem die Erschließung des Uplandes für den Fremdenverkehr war. Durch den Bau der Bahnline zwischen Korbach und Brilon 1917 und den Bau eines Schwimmbades an der Diemel waren die Voraussetzungen für Tourismus in Usseln gegeben. Der Usselner Verkehrsverein, der sich ebenfalls mit der Förderung des Fremdenverkehrs befasste, wurde 1927 gegründet.

Bereits während der NS-Zeit wurde Usseln als Luftkurort anerkannt. Durch den Bau einer Skisprungschanze und eines zweiten Schwimmbads wurde 1939 unter Mithilfe des Usselner Reichsarbeitsdienstes der Beliebtheit Usselns als Erholungsziel weiter erhöht.

Bis heute wurde die Schanze mehrmals modernisiert und Skilifte wurden gebaut. 1976 wurde Usseln als Heilklimatischer Kurort anerkannt.

1982 entstand ein Ferienpark, und ein Dorferneuerungsprogramm wurde aufgenommen. Zahlreiche kommunale und private Vorhaben wurden in den folgenden Jahren von Bund und Land finanziell gefördert, unter anderem die Umgestaltung der Riepen Wiese zum Freizeitpark mit Minigolfanlage im Jahr 1991.

1984 wurde Usseln Bundessieger im Wettbewerb für besonders familienfreundliche Ferien.

1996/97 wurde die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße zurückgebaut und zur wesentlichen Verschönerung des Ortsbildes umgestaltet. Auf dem Roth wurde eine beleuchtete Strecke für Langlauf und Biathlon eingeweiht. Die Anlage wurde 2000 durch einen Biathlon-Schießstand erweitert.

Eine Besonderheit stellen die drei Osterfeuer in Usseln dar. Dort werden seit dem 19. Jahrhundert am Ostersonntag drei Osterfeuer von der Größe eines Einfamilienhauses abgebrannt. "Köpper", "Büller" und "Schnepper" kämpfen im Wettstreit um das größte und schönste Osterfeuer. Verbrannt werden nur trockene Fichtenstämme.

Insgesamt zählt der Ort heute über 200.000 Gästeübernachtungen pro Jahr.

Vereine

  • Der erste Verein wurde 1877 mit dem Kriegerverein Usseln gegründet (1919 Umbenennung in Schützenverein, 1947 Umbenennung in Bürgerverein, dann wieder in Schützenverein, 1973 Umbenennung in Schützengesellschaft Usseln in Anknüpfung an die mittelalterliche Usselner Schützengesellschaft die bereits 1590 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
  • 1879 wurde die Freiwillige Feuerwehr Usseln gegründet.
  • 1883 wurde der Männergesangverein Eintracht aus der Taufe gehoben.
  • 1885 wurde der Usselner Frauenverein gegründet.
  • Im gleichen Jahr nahm der Upländer Gebirgsverein seine Arbeit auf.
  • Um 1930 bestand in Usseln ein Ziegenzuchtverein mit 130 Ziegen. Die Gemeinde hielt einen gemeindlichen Ziegenbock.
  • 1913 schlossen sich 30 Mitglieder zum Fußballspielclub zusammen. Als Sportplatz diente das Marktgelände. Im gleichen Jahr wurde dem Verein eine Wintersportabteilung angegliedert.
  • Der Turn-Verein Usseln wurde 1920 gegründet, ebenso ein Dramatischer Verein, der das Laienspiel förderte, aber nur wenige Jahre bestand. Der Turn-Verein und der Sportverein schlossen sich 1932 unter dem Namen Verein für Leibesübungen Usseln zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der 1946 Verein mit dem Namen Turn- und Sportverein Usseln und der Abteilung Skiclub Usseln neu gegründet.
  • Die Kapelle des Musikvereins Usseln spielte ab 1925 auf Festen in Usseln und den Nachbarorten. Der Verein kam in der NS-Zeit zum Erliegen.
  • 1935 wurde auch der Wintersportverein Usseln gegründet.
  • 1989 wurde der Usselner Geschichts- und Heimatverein e.V. gegründet.

Verkehrsanbindung

Am Uplandsteig bei Usseln

Straßenverkehr

Usseln liegt an der Bundesstraße B 251 von Kassel über Korbach und Willingen nach Brilon in Nordrhein-Westfalen.

Eisenbahn

Usseln liegt an der Eisenbahnstrecke Korbach – Brilon-Wald.

Radwege

Diemel-Radweg

Dem Flußlauf der Diemel folgt der Diemel-Radweg mit Start in Willingen über Usseln, Diemelsee, Marsberg, Diemelstadt, Warburg, Liebenau, Trendelburg bis nach Karlshafen.

Die dazugehörende Homepage zählt viele Sehenswürdigkeiten an der Diemel auf.

Drei-Seen-Radrundfahrt

(Quelle: RV 1896 Korbach e.V.)

Fahrtroute: Korbach Lelbach, Rhena, Bömighausen, Neerdar, Usseln, Willingen, Schwalefeld, Bontkirchen, Diemelsee, Heringhausen, Rhenege, Adorf, Vasbeck, Canstein, Udorf, Kohlgrund, Rhoden, Dehausen, Ammenhausen, Herbsen, Külte, Wetterburg, Twistesee, Braunsen, Elleringhausen, Niederwaroldern, Höringhausen, Strothe, Korbach.

Wandern

  • Uplandsteig - 4. Etappe: Von Usseln nach Willingen

Wirtschaft

  • Waldecker Fleischwaren Heinrich Saure GmbH, Usseln
  • Upländer Bauernmolkerei, Usseln

Weblinks


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